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Studentenleben live

Mitbewohnersuche

Meine WG ist auf Mitbewohnersuche. Einer meiner Mitbewohner hat die Chance, für ein Forschungsprojekt ein Semester lang in die USA zu gehen und wird deshalb hier ausziehen. Sein Zimmer steht ab Oktober für ein halbes Jahr zur Zwischenmiete zur Verfügung. Weil ziemlich genau jetzt wieder Massen an neuen Studierenden für das Wintersemester nach Aachen kommen, haben wir natürlich einen Haufen Anfragen.
Wir haben das Zimmer auf einer Internetplattform eingestellt, über die ein Großteil aller Anzeigen und Suchen von zu vermietenden Zimmern und Wohnungen für WGs laufen. Man richtet sich ein Konto ein und kann je nach Situation entweder Angebote einstellen oder Anfragen versenden. Angeben muss man dabei nicht viel mehr als eine E-Mail-Adresse, damit der Kontakt hergestellt werden kann.
Interessant wurde es für uns, als wir eine Anfrage nach der anderen bekamen und wohl oder übel aussortieren mussten. Im Endeffekt haben wir fast bei jeder Bewerbung direkt aus dem Bauch entschieden, ob derjenige sympathisch klingt und ob wir ihn zum Kennenlernen einladen. Ab und zu hatten wir bei dieser Methode auch ein schlechtes Gewissen, weil wir einige auch ohne konkreten Grund aussortiert haben. Letztlich muss es aber gerade in einer WG einfach passen.
Definitiv hatten aber diejenigen einen Vorteil, die sich mit der Anfrage sichtlich Mühe gegeben haben und ein paar mehr Worte zu sich selbst verloren haben. Interessanterweise wirkten auf uns, obwohl wir ja alles andere als eine Personalabteilung sind, Texte mit Rechtschreibfehlern weniger positiv als andere. Es ist wirklich ein kurioses Gefühl mal auf der anderen Seite einer Bewerbung zu sitzen.
Jetzt haben wir für die nächste Woche ein paar Termine ausgemacht, um zu schauen, mit wem wir uns das WG-Leben am besten vorstellen können. Ich bin schon gespannt, die Gesichter zu den Nachrichten kennenzulernen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Sep 15, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Sep 15, 2016

Studentenleben live

Danke, Studienstiftung

So langsam fange ich an, mich von dem schönen Gedanken, Studentin zu sein, zu verabschieden. Zwar ist es bis zu meinem Examen noch ein gutes halbes Jahr hin, aber so ein richtiges Studentenleben ist die Examensvorbereitung wirklich nicht. Und ein halbes Jahr geht schneller rum als man denkt!
Deswegen musste ich einfach die letzte Gelegenheit nutzen, um ein Angebot der Studienstiftung des deutschen Volkes wahrzunehmen. Nach einem intensiven Blick in meinen Kalender war der Schluss gefasst: Diesmal ist es eine einwöchige Praxisakademie! Die Studienstiftung bietet in jeden Semesterferien Akademien an, in denen verschiedene Arbeitsgruppen bestimmte Themen behandeln. In einer Praxisakademie richten sich die Fragen an höhere Semester und sind praxisorientierter. Auf jeder Akademie sind um die acht Arbeitsgruppen mit jeweils 15 bis 20 Studierenden. Das heißt, auf einer Akademie kann man 120 neue, spannende Leute kennenlernen. Ich liebe es!!
Nach einer Woche Akademie komme ich vollgesogen von Eindrücken, Inspiration und Nettigkeit zurück nach Hamburg. Das Klima auf dieser Akademie war mal wieder der absolute Hammer: Überall, wo man hinguckt, sind offene und nette Leute. Jeder hat etwas Spannendes zu berichten, war schon mal auf Reisen, hat Praktika gemacht oder eine eigene Firma gegründet. Jeder ist bereit, sich auf die Denkweise des anderen einzulassen, andere Meinungen zuzulassen und seine eigene sogar zu überdenken: Toleranz und Rücksichtnahme, wohin man guckt. Außerdem kann man sich mal mit Themen auseinandersetzen, mit denen man sich sonst nicht beschäftigt und ein bisschen über den eigenen Tellerrand gucken. Ich wünschte, jeder Tag wäre so. Danke, Studienstiftung!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Sep 15, 2016
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Sep 15, 2016

Studentenleben live

Das große und das kleine Nein

Als ich klein war, hatte ich ein Buch über das Nein sagen. Mütter wissen eben, worauf es ankommt. Es ging um das große und das kleine Nein, darum, dass man es manchmal eben laut und deutlich sagen muss, damit es der andere auch versteht und dass es wichtig ist, dass man Dinge verneint, die man nicht möchte. Dinge wie Küsschen auf die Wange von Omis oder eine Parkbank teilen mit einem fremden Mann.
Viel daraus gelernt habe ich offensichtlich nicht, auch wenn es sich jetzt um andere Dinge handelt. Wenn die Familie, bei der ich regelmäßig babysitte, mich fragt, ob ich zu den Schließzeiten des Kindergartens im Sommer auch mal von neun bis drei auf ihr Kind aufpassen kann, um danach direkt weiter ins Einkaufszentrum zu gehen und dort auch nochmal fünf Stunden zu arbeiten, dann sage ich nicht nein. Weil ich denke, dass sie sonst niemanden haben und nicht fragen würden, wenn sie mich nicht wirklich bräuchten. Und weil es ja theoretisch möglich ist. Dann sage ich lieber zu, um nett zu sein, und küre den Tag schon fünf Tage vorher gedanklich zu einem Horrortag. Ich betone in meiner Zusage aber noch einmal, dass ich danach wirklich direkt woanders arbeiten muss und hoffe, man kann den Stress aus meinem Tonfall heraushören, hoffe, dass das kleine Nein, verpackt im Ja, gereicht hat.
Irgendwie ist es schwierig, einfach mal etwas für sein eigenes Wohl zu entscheiden. Weil wir nach rationalen Begründungen suchen, die auch objektiv sinnvoll erscheinen. Als wäre es unmöglich, dass unser Gegenüber Empathie für uns empfindet und versteht, warum etwas manchmal auch aus emotionalen Gründen nicht möglich ist. Ein bisschen bescheuert ist das schon. Aber vielleicht lerne ich das ja irgendwann noch. Spätestens, wenn ich mit meinen Kindern dieses Buch lesen werde.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Sep 14, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Sep 14, 2016