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Studentenleben live

Freundschaften pflegen

In meinem neuen Studienfach Kunstgeschichte habe ich einige tolle Menschen kennengelernt und auch gute Freundschaften aufbauen können. Der Großteil meines Freundeskreises besteht jedoch weiterhin aus Jurastudenten, da wir in den ersten zwei Semestern sehr zu einer Art Familie gewachsen sind. Am Anfang des Semesters nach meinem Wechsel konnte ich nicht einschätzen, wie sich die Situation entwickeln würde: Würden wir noch Zeit füreinander finden, würden die Freundschaften halten? Die Zeit hat gezeigt, dass wir das schaffen. Praktischerweise ist Heidelberg sehr überschaubar und so habe ich die meisten Veranstaltungen entweder im gleichen Gebäude oder im Nebengebäude wie meine ehemaligen Jurakommilitonen. Durch tägliche gemeinsame Aktivitäten – Bibliotheksbesuch, essen in der Mensa und Kaffeepausen – verbringen wir in den Prüfungsphasen viel Zeit miteinander. Da meine Freunde momentan sehr viel für ihr Studium lernen, mache ich das automatisch auch. Ich habe noch nie so früh angefangen, für Klausuren zu lernen.
Einige aus der Freundesgruppe sehe ich nur wenige Male im Monat, aber das war auch vor meinem Wechsel nicht anders. Den engsten Kreis treffe ich täglich und es ist ein schönes Gefühl, so ein festes Gefüge zu haben. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf lebt es sich entspannter, als wenn man ständig auf der Suche nach neuen Freunden ist. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt eine zusätzliche Freundesgruppe aufbauen und pflegen könnte, denn Freundschaften sind für mich persönlich sehr wichtig und ich würde es nicht schaffen, genügend Zeit in einen zweiten Freundeskreis zu investieren.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jan 17, 2017
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jan 17, 2017

Studentenleben live

Neues Zuhause und neues Semester

Ich habe lange keinen Beitrag mehr geschrieben und es ist einiges passiert in den vergangenen Monaten. Zunächst bin ich ja mit meinem Freund in eine schöne, helle Drei-Zimmer-Wohnung gezogen. Zu Beginn hatten wir viel damit zu tun, die Wohnung einzurichten und alles zum Funktionieren zu bringen. So hatten wir uns zum Beispiel eine Küche gebraucht gekauft und dann hat unerwartet der Herd nicht funktioniert. Netterweise haben wir von den Nachbarn meiner Tante einen gebrauchten Herd geschenkt bekommen. Aber der musste ja auch erst mal angeschlossen werden. Am Ende war also alles doch langwieriger und anstrengender als gedacht. Inzwischen sind wir aber ganz gut in unserem neuen Zuhause angekommen.
Im vorigen Beitrag hatte ich geschrieben, dass ich dieses Semester nur zwei psychologische Module belege. Das eine Modul ist das Aufbaumodul in klinischer Psychologie. Das ist relativ spannend, weil wir über verschiedene Therapieansätze mehr erfahren. In einem Seminar üben wir praktischere Dinge, wie zum Beispiel autogenes Training. Das andere Modul ist pädagogische Psychologie. Hier wird man auf Aufgaben vorbereitet, die man als Schulpsychologe haben könnte. So beschäftigen wir uns zum Beispiel mit Teilleistungsschwächen wie Dyskalkulie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche. Ansonsten belege ich noch Italienisch als Wahlfach, weil das sehr viel Spaß macht und mir das Lernen relativ leicht fällt, da ich in der Schule Latein hatte und Spanisch spreche.
Inzwischen habe ich auch ein Bachelorarbeitsthema samt Betreuerin gefunden: Ich werde mich am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften mit dem Thema Prosodie (Sprachmelodie) beschäftigen. Es ist sehr spannend, auch mal selbst bei der Planung von Studien dabei zu sein. Vor dem richtigen Experiment werde ich eine kleine Pilotstudie machen. Dafür programmiere ich gerade den Fragebogen, sodass der Computer den Probanden zur richtigen Zeit das Richtige anzeigt und sich auch merkt, wann die Probanden auf welche Knöpfe gedrückt haben.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jan 16, 2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jan 16, 2017

Studenenleben live

Auf nach Cartagena

Der Flieger setzt auf valencianischem Boden auf. Nun muss ich mit der U-Bahn zum Hostel – kann ja nicht so schwer sein. Auf dem Weg zum Hostel fallen mir die zweisprachigen Schilder auf. Eine Sprache ist definitiv Spanisch. Die andere, so erfahre ich, ist Valencianisch. Von der letzten U-Bahn-Station zum Hostel sind es allerdings noch mindestens anderthalb Kilometer. Da bekomme ich zum ersten Mal zu spüren, dass ich beim Packen ein wichtiges Detail außer Acht gelassen habe: Meine Tasche hat keine Rollen, noch nicht mal einen längeren Riemen, um sie zumindest um die Schulter zu hängen. Deshalb schleppe ich in der Mittagshitze nun mein Gepäck durch die Gegend.
Valencia ist eine schöne Stadt und hat vor allem eine sehenswerte Altstadt zu bieten. Allerdings ist mir die Stadt zu groß und zu laut. Am Montag nehme ich einen Bus nach Cartagena, das vier Stunden Busfahrt entfernt liegt. Danach bin ich erstmal platt, was höchstwahrscheinlich auch an dem warmen Wetter liegt, an das sich mein Kreislauf noch nicht gewöhnt hat. Im Hotel haue ich mich eine Weile aufs Ohr, bin jedoch zum Abendessen bereits mit einer Frau verabredet, die auch das erste Mal auf der Bark Alexander von Humboldt II. mitsegeln wird und mindestens genauso aufgeregt ist wie ich. Beim Essen unterhalten wir uns wohl ziemlich laut über unsere Erwartungen an den Segeltörn, denn ein Mann vom Nachbartisch spricht uns darauf an. Schnell stellt sich heraus, dass er auch das erste Mal auf der Alexander von Humboldt II. mitsegeln will und wie ich keinerlei Segelerfahrung hat.
Morgen geht es endlich los! Ob ich vor lauter Aufregung heute Nacht überhaupt schlafen werde?

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jan 13, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jan 13, 2017