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Bachelor live

Sprachkurse, BWL und mehr

Die meisten Bachelorstudierenden einer Philosophischen Fakultät, kennen den berühmt-berüchtigten Optionalbereich, der an manchen Universitäten anders heißt – Studium integrale oder Studium individuale zum Beispiel. Er ist dafür gedacht, etwas zu lernen, was nichts mit dem Rest deines Studiums zu tun hat. Meist beinhaltet er zwölf Leistungspunkte, was ungefähr vier bis sechs Semesterwochenstunden bedeutet.
Als ich mein Studium begann, fand ich die Idee einfach nur toll! Meine Kommilitonen und ich haben uns oft darüber lustig gemacht, dass wir lieber nur den Optionalbereich studieren wollten. Es sind zum Beispiel Sprachkurse enthalten – von Arabisch über Englisch bis zu Portugiesisch – sowie jede Menge Seminare aus anderen Fachgebieten, beispielsweise aus der Wirtschaftslehre, der Geographie oder den Sprachwissenschaften.
Im ersten Semester wählte ich ein Seminar aus der BWL, nämlich Unternehmensführung. In erster Linie wollte ich damit herausfinden, ob Unternehmenskommunikation ein Bereich ist, den ich mir nach meinem Studium beruflich vorstellen könnte.
Auch im nächsten Semester wird es noch BWL-Kurse geben, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich darauf Lust habe. Ein Spanischkurs wäre schließlich auch cool, oder? Ich habe zwar ein Jahr lang einen Freiwilligendienst in Madrid gemacht, aber akademische Texte zu lesen, fällt mir doch noch schwer – da wäre es super, solche einmal zu üben! Aber auch Arabisch und Französisch finde ich total spannend.
Und jetzt? Wer seinen Optionalbereich einmal mit Leistungspunkten gefüllt hat, kann meist nur in Ausnahmefällen noch weitere Kurse aus dem Angebot belegen. Daher sollte man sich gut überlegen, wie man seine Möglichkeiten nutzen möchte.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Aug 4, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Aug 4, 2017

Bachelor live

FSJ-Throwback

In der Zeit zurück katapultiert fühlte ich mich, als ich vergangene Woche mit einigen anderen ehemaligen Freiwilligen zu Besuch auf dem Abschlussseminar des derzeitigen FSJ-Jahrgangs war. Jedes Jahr werden Alumni, also ehemalige FSJler, zum letzten Abend des diesjährigen Seminars eingeladen, was eine sehr schöne Gelegenheit ist, alte Freunde wiederzutreffen und noch einmal FSJ-Luft zu schnuppern. Denn mein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur ist tatsächlich schon ein ganzes Jahr her.
Bereits bei unserer Ankunft fielen uns die kreativen Projekte auf, an denen die diesjährigen Freiwilligen in ihrer Seminarwoche gearbeitet hatten: Unter anderem bauten sie aus Europaletten Sofas und arrangierten sie zu einer richtigen Lounge, jemand hatte auf eine Tischplatte ein überdimensionales Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel gepinselt und in sämtlichen Bäumen und Sträuchern wurden selbstgebastelte Traumfänger aufgehängt. Das Gelände der Jugendherberge haben sie so in ein kleines FSJ-Land verwandelt.
Sobald es dunkel wurde, fing die Abschlussparty an. Ein großer Raum war mit ganz viel Glitzer und Lametta geschmückt worden, eine Diashow mit Fotos von der Woche wurde an eine Wand projiziert, ein kleines Buffett mit Süßigkeiten und Snacks errichtet und natürlich Musik gespielt. Die Stimmung war, wie auch bei uns damals, eine Mischung aus ausgelassen und traurig, da der letzte Seminarabend für die Freiwilligen das Ende eines sehr schönen Jahres markiert. Und auch wir Alumni wurden ein bisschen sentimental und waren uns einig, dass wir jederzeit die Zeit zurückdrehen und unser FSJ noch einmal machen würden, wenn es diese Möglichkeit gäbe.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Aug 3, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Aug 3, 2017

Bachelor live

Mein Name ist nicht Hase

Weil ich mich noch nicht allzu sehr in die Lernerei gestürzt habe und Urlaub machen teuer war, habe ich mich bei einigen Eventagenturen für eine geringfügige Beschäftigung beworben. Als Studentin kommt man schnell an kleinere Jobs, die dazu noch ganz gut bezahlt sind.
Schon nach dem Abitur hatte ich solche Jobs angenommen, und ich war oft beeindruckt von den Kollegen. Einige von den Servicekräften, mit denen ich gearbeitet hatte, kamen zum Beispiel aus Osteuropa und haben neben Deutsch lernen und Maschinenbau studieren auch noch gearbeitet, weil sie ihr Studium sonst nicht hätten finanzieren können. Ich habe sie als sehr engagierte und verantwortungsbewusste Leute kennengelernt.
Dieses Mal wurde ich auf einer Messe eingesetzt, saß wieder inmitten von netten Studentinnen und habe die ankommenden Besucher begrüßt. Doch dann wurde ich in dieser angenehmen Arbeitsatmosphäre gestört: Einer meiner Arbeitgeber hat mich doch tatsächlich „Hase“ genannt, als ich eine Aufgabe nicht nach seiner vollständigen Zufriedenheit erledigt hatte. Als ich das letzte Mal in den Spiegel geguckt hatte, war ich kein Hase, und ich habe mich auch über Nacht nicht in einen verwandelt. Das einzige, was den wehrten Herr dazu bewegt hat, mich Hase zu nennen, war meine Position und mein Geschlecht. Denn ich bin sicher: Wäre ich ein Junge, hätte er mich niemals „Hase“ genannt.
Gelinde gesagt: Ich war empört! Zum ersten Mal hatte ich Diskriminierung am Arbeitsplatz hautnah miterlebt und die Erfahrung gemacht, aufgrund von Äußerlichkeiten wie meinem (noch) geringen Ausbildungsgrad auf etwas „Niedrigeres“ reduziert zu werden. Ich bin kein Hase. Ich bin Studentin. Ich bin passionierte Sportlerin und Leserin. Ich fahre gerne in exotische Länder und diskutiere über politische Entwicklungen. Ich bin so viel mehr als das, worauf ich gerade reduziert worden bin.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 2, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 2, 2017