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Bachelor live

Wie viel Wasser brauchst du?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie viel Wasser du brauchst? Das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit listet als Teil seiner Länderinfos für viele verschiedene Länder, welcher prozentualer Anteil der Bevölkerung dort einen ausreichenden Zugang zu Wasser hat. Aber wie viel Wasser braucht ein Mensch? Ungefähr drei Liter zum Trinken, dachte ich zuerst, dann noch etwas zum Kochen, Zähneputzen, Händewaschen, Duschen – da wird die Liste plötzlich immer länger. Das Ministerium bezeichnet es als ausreichend, wenn jemandem 20 Liter pro Tag aus einer sicheren Quellen zustehen. Klingt nach viel? Das ist es eigentlich gar nicht.
In diesem Sommer möchte ich meine Semesterferien nutzen, um für ein Workcamp nach Kapstadt zu fliegen. Zum einen habe ich Lust, mal etwas anderes zu machen und von der Uni abschalten zu können, zum anderen habe ich jede Menge Fernweh. Seit einigen Monaten arbeite ich in einer PR-Agentur, die viel mit internationalen Freiwilligendiensten kooperiert, sodass ich auf einigen Seminaren war, unsere Projekte vorgestellt habe und die typischen Lernspiele inzwischen kenne.
Einige überraschen mich trotzdem: Am schönsten finde ich das Spiel, bei dem die vier Ecken und die Mitte eines Raums für die fünf Kontinente stehen. Die Teilnehmer müssen sich selbst auf die Kontinente aufteilen, je nachdem, wie sie meinen, wie viele Menschen wo wohnen. Dann müssen sie Stühle auf die Kontinente stellen, die für Vermögen stehen, und anschließend Wasserflaschen, die für Wasserressourcen stehen. Manche Zahlen haben mich sehr überrascht!
Es ist wirklich verrückt, in einer so globalisierten Welt zu leben. Es gibt zu viele Verbindungen zwischen den Kontinenten, an die wir gar nicht denken, die wir auch fast vergessen haben. Südafrika beispielsweise war ab Mitte des 17. Jahrhunderts eine niederländische und später dann eine britische Kolonie, weshalb auch die Sprache Afrikaans dem Niederländischen sehr ähnelt, außerdem ist Englisch weit verbreitet. In meinem Geschichtsunterricht in der Schule war die Kolonialzeit oder Weltgeschichte kaum ein Thema – da hoffe ich doch, dass ich vielleicht in Südafrika etwas Zeit haben werde, um das ein oder andere Buch zu lesen und mich zu informieren!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Sep 20, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Sep 20, 2017

Bachelor live

Die Mündliche

Der Tag der mündlichen Prüfung war endlich gekommen. Ich hatte ziemlich entspannt geschlafen und war bereit, diese wirklich letzte Prüfung meines Jurastudiums anzupacken.

Um 8 Uhr habe ich mich vor dem Prüfungsamt mit meiner Prüfungsgruppe getroffen, dann sind wir zum Aufenthalts- und Vorbereitungsraum gelaufen, wo auch die anderen Prüfungsteilnehmer schon warteten. Um 8.45 Uhr bekam ich meinen Fall vorgelegt. In Hamburg weiß man nicht, in welchem Fach der Fallvortrag stattfindet, und dementsprechend gespannt war ich, als ich das Blatt mit der Aufgabenstellung umdrehte. Zivilrecht, der sogenannte „Fremdbesitzer-Exzess“ im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis. Damit konnte ich arbeiten. Nach einer Stunde intensiver Vorbereitung bin ich dann in den Prüfungsraum gegangen. Einige neugierige Studierende waren da und die Prüfer schauten mich erwartungsvoll an. Es ging los.

Die ersten paar Minuten konnte ich meine Aufregung kaum verbergen, dies legte sich aber bald und ich konnte den Rest meines Vortrags entspannt halten.

Und dann war der erste Prüfungsteil auch schon vorbei. Und die nervenaufreibende Warterei vor den Prüfungsgesprächen ging los. Um 10.45 Uhr ging es weiter mit den Prüfungsgesprächen – erst Zivilrecht, dann öffentliches Recht, dann Strafrecht. Die Prüfer waren äußerst nett, haben immer wieder beruhigend gelächelt und die richtigen Fragen gestellt, falls einer der Prüflinge mal auf eine falsche Fährte geraten war. Ein paar der Fragen hatte ich schon in meiner Lerngruppe besprochen oder in der aktuellen Rechtsprechung gelesen. Ich saß immer auf glühenden Kohlen, wenn ich die Antwort auf eine Frage wusste, die leider nicht mir, sondern meinem Nachbarn gestellt worden war. Zwischen den verschiedenen Rechtsgebieten gab es immer wieder Pausen qualvollen Wartens, aber insgesamt ging die Zeit bis zum Prüfungsende ziemlich schnell vorbei. Erlöst konnten wir als letzte Prüfungsgruppe in den Vorraum gehen, wo schon Verwandte und Freunde mit Sekt und Umarmungen auf uns warteten. Eine halbe Stunde wurden wir zur Notenbekanntgabe wieder in den Prüfungsraum gerufen. Kurz und schmerzlos wurden die Noten bekannt gegeben. Mein Gefühl hatte sich bestätigt: Es war für mich gut gelaufen.

Ich kann es noch kaum glauben: Nach so viel Quälerei habe ich das erste Staatsexamen endlich hinter mir.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Sep 19, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Sep 19, 2017

Bachelor live

Der Kunde ist König

Während der Semesterferien arbeite ich in einem kleinen Teeladen mit angeschlossenem Café. Das Spektrum der Kundschaft dort ist breit: Manche von ihnen erzählen mir ihre halbe Lebensgeschichte und plaudern gerne. Dann gibt es Kunden, die wortlos das abgezählte Geld auf den Tisch legen und gehen – ist mir alles schon untergekommen.
Am liebsten sind mir die Stammkunden. Sie sind freundlich, unkompliziert und geben viel Trinkgeld. Einige von ihnen kommen bereits seit Jahren regelmäßig vorbei, zum Beispiel eine Gruppe älterer Herrschaften, die tagtäglich in der Mittagszeit auftaucht und wirklich jedes Mal das Gleiche bestellt.

Anstrengend sind die unentschlossenen Kunden. Sie lassen sich quasi die Speisekarte einmal laut vorlesen, stellen unzählige Fragen und entscheiden sich am Ende entweder für einen ganz normalen Kaffee oder bestellen gar nichts.
Dann gibt es noch Kunden, die teilweise sehr fragwürdige Sonderwünsche haben. Eine Dame verlangte beispielsweise, dass ich ihren Cappuccino in einem Teeglas serviere, statt in einer Tasse und eine andere bestellte ein Stück Torte ohne Boden.
Unangenehm sind die Kunden, die vor oder nach den Öffnungszeiten auftauchen und nicht akzeptieren wollen, dass wir bereits geschlossen oder noch gar nicht geöffnet haben. Letzte Woche kam ein Kunde eine halbe Stunde nach Ladenschluss herein und wollte einen Kaffee bestellen. Als wir ihm erklärten, dass die Kaffeemaschine bereits ausgeschaltet war und gerade gereinigt wurde, wurde er fast ein bisschen ungehalten und verließ schimpfend den Laden. Und auch morgens, wenn wir noch am Aufbauen sind und eigentlich noch gar nicht geöffnet haben, zeigen viele Kunden wenig Verständnis dafür, dass sie ein wenig länger warten müssen.
Aber egal wer zu uns ins Café kommt, die oberste Regel lautet immer: Der Kunde ist König. Also bleibt mir meistens gar nichts anderes übrig, als nur freundlich zu nicken und zu versuchen, die Wünsche der Kunden zu erfüllen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Sep 15, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Sep 15, 2017