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Bachelor live

Besuch aus Amerika

Meine US-amerikanischen Gasteltern, bei denen ich in der elften Klasse als Austauschschülerin gewohnt habe, kamen vor Kurzem zu Besuch nach Deutschland. Ich habe mich sehr auf das Wiedersehen gefreut, weil sie im Laufe der Jahre eine zweite Familie für mich geworden sind und wir uns länger nicht gesehen hatten. Außerdem freute ich mich, ihnen die deutsche Kultur näherbringen zu können, nachdem sie mir während meines Austausches bereits das Leben in den Vereinigten Staaten gezeigt hatten.
Meine Gasteltern sind in München gelandet, weswegen wir uns dort auch trafen. Wir waren auf dem Oktoberfest und sahen uns die Stadt und typische Touristenattraktionen an, beispielsweise das Glockenspiel auf dem Marienplatz sowie das Hofbräuhaus. Außerdem unternahmen wir einen Ausflug nach Dachau, da meine Gasteltern die KZ-Gedenkstätte besuchen wollten.
Nach einem kurzen Abstecher in den Schwarzwald, wo uns Kuckucksuhren in allen Formen, Größen und Varianten erwarteten, ging es weiter in den Hunsrück, um die deutsche Weinkultur zu erleben.
Zum Abschluss der Reise ging es nach Frankfurt. Auch dort haben wir uns Sehenswürdigkeiten angesehen, waren auf der großen Einkaufsstraße Zeil shoppen und sind hoch auf den Main-Tower, um uns die Stadt von oben anzusehen. Den Abend ließen wir in einer Apfelweinkneipe in Alt-Sachsenhausen ausklingen.
Die Zeit ging natürlich viel zu schnell vorbei und ich wünschte, meine Gasteltern hätten noch ein bisschen länger bleiben können. Aber sie haben versprochen, noch einmal wiederzukommen. Erst einmal hoffe ich aber, dass ich bald wieder in die USA fliegen kann, um auch meine jüngeren Gastschwestern endlich wiedersehen zu können.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Oct 11, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Oct 11, 2017

Bachelor live

Auf dem Festival

Sommer 2017. Festivalsaison. Und auch ich besuchte zum ersten Mal eines – natürlich in Tschechien.
Das Povalec-Festival lädt seit elf Jahren allsommerlich in die Nähe des kleinen westböhmischen Dorfes Valec bei Karlovy Vary. Der Eintritt ist günstig, man zahlt, was man eben will, umgerechnet 12 Euro sind empfohlen. Als Deal kauft man dafür seine Getränke auf dem Areal.
Das Erfolgsrezept eines jeden Festivals habe ich schnell verstanden: Man hat einen Haufen guter Abende, mit einem Haufen guter Leute und viel Musik – vier Tage lang ohne Unterbrechung. Man ist gewissermaßen eingesperrt auf dem Areal, kann sich nicht aus dem Weg gehen, lernt sich kennen.
In Valec läuft das genauso ab – nur ein bisschen anders. Neben Musik der verschiedensten Genres gibt es auch ein Open-Air-Theater, Workshops, Vorträge, Filmvorführungen und Kunstausstellungen im Schloss, in dem der Putz bröckelt und die Treppen eingefallen sind – das deshalb von seinem Charme aber nichts verloren hat.
Eines meiner Highlights ist das Lachyoga-Seminar. Ein junger Mann mit einem Dauerlächeln erklärt uns, wie unser Lachen funktioniert und was uns zum Lachen bringt. Dann erzählt er Witze. Die Gruppe macht mit. Wir spielen Propellerflugzeug und laufen über die Wiese, lachen über Nichts und am Ende alle im Chor, bis es wehtut.
Besonderheit am Povalec-Festival ist nicht nur sein umfangreiches Programm – das können mit Sicherheit auch andere bieten – sondern die Nähe zum Dorf Valec, in dem eben einmal im Jahr alles ein wenig anders als sonst abläuft. Die Dorfkneipe hat zwei Stunden länger geöffnet, ein alter Gutshof ist zu einem hippen Café umfunktioniert und im kleinen Minimarkt steht die Schlange an der Kasse bis raus auf die Straße, da sich die Festivalbesucher hier mit Lebensmitteln und allem Weiteren eindecken.
Am Sonntag reisen alle wieder ab. Auch ich. Müde, mit dem dringenden Bedürfnis zu duschen – und der Gewissheit, nächstes Jahr wieder zu kommen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 11, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 11, 2017

Bachelor live

Snapchat und Co.

Ich wehre mich meist gegen alles, was mir zu „Mainstream“ erscheint. Ich hatte jahrelang kein Handy mit einem fähigen App-Store, war die letzte aus meinem Freundeskreis, die sich ein Profil auf Facebook zulegte, und Instagram fand ich lange Zeit ziemlich angeberisch. Inzwischen finde ich es schwierig, mir ein Leben ohne ein Handy mit Apps vorzustellen, die Facebook-App öffne ich auch täglich und Instagram-süchtig bin ich sowieso. Wenn mich Freunde aus meiner Schulzeit damit necken, kann ich aber meist darüber lachen – und sage immer, dass ich halt Medienwissenschaft studiere und sich das so gehört.
In meinem Studium geht es eher um traditionelle Medien wie Radio, Film und Fernsehen, um Zeitungen, Bücher und Webseiten. Social Media taucht immer mal wieder in Seminaren auf, aber das Studium ist auf jeden Fall mehr als nur Facebook und Co. Ich glaube, dass trotzdem viele von uns Lust haben, nach ihrem Studium im Bereich Social Media zu arbeiten. Ich habe seit ein paar Monaten eine Stelle als studentische Hilfskraft und füttere als solche auch fleißig die Facebook-, Instagram- und Twitteraccounts verschiedener Kunden. Das macht mir Spaß, weil man so unkompliziert mit den Leuten in Kontakt treten kann.
Nur Snapchat verstehe ich bisher noch nicht. Bei Instagram bleibt immer noch das Gefühl, dass ich mit jedem Foto, das ich poste, eine Art Fotowand basteln kann. Snapchat ist aber vergänglich. Jedes Foto, das ich poste, ist einen Tag später gelöscht. Aus reiner Neugier habe ich mir die App aber doch installiert. Genau zwei meiner eingespeicherten Kontakte sind dort aktiv: Meine jüngere Schwester schickte mir einige Tage lang Fotos von ihren Füßen in Turnschuhen kurz vor dem Sportunterricht und von selbstgekochten Nudelgerichten. Und eine Freundin aus der Uni versorgte mich mehrmals täglich mit Bildern aus ihrem Leben.
Mein Fazit: Ich verstehe diesen Trend immer noch nicht. Warum muss jemand wissen, was ich gegessen habe, selbst wenn das Foto kein bisschen schön aussieht? Warum muss ich all meinen Freunden zeigen, dass ich mit zwei von ihnen abends im Kino war? Gleichzeitig frage ich mich aber auch, wie das meine berufliche Zukunft verändern wird: Werden die PR-Agenturen in zehn Jahren zunehmend Fotos auf Snapchat stellen? Je länger ich Medienwissenschaft studiere, desto mehr frage ich mich, was es sowohl für die Werbung aber auch die Öffentlichkeitsarbeit bedeutet, wenn alles, was wir ins Internet stellen, immer vergänglicher wird.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Oct 9, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Oct 9, 2017