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Bachelor live

Auf der documenta

Alle fünf Jahre trifft sich in Kassel die moderne Kunstwelt und alle an ihr Interessierten – Kassel wird zur „documenta-Stadt“. Mein Besuch dort war definitiv eines der Highlights des Sommers für mich.
Kassel sieht aus, wie eine Stadt nun mal aussieht, die im Zweiten Weltkrieg zerbombt und dann zeitgemäß wieder aufgebaut wurde. Die Eintrittspreise für die documenta sind vergleichsweise hoch, doch angesichts des Gebotenen absolut fair. Überall in der Stadt gibt es Ausstellungen in Museen, leerstehenden Fabriken, ja sogar im alten, unterirdischen Hauptbahnhof, die man mit dem Tagesticket besuchen kann. Den gängigen Charakter einer Kunstausstellung hat die documenta allerdings nicht: Klar, auch hier hängen Bilder an den Wänden. Doch es sind so viele Menschen in den Gebäuden unterwegs und drängen sich vor den Werken, wie es selbst in den besten Kunstmuseen selten der Fall ist. Das Publikum ist auch anders als sonst. Es sind Schulferien und man ist als Familienurlaub hier. Oder schwer kunstinteressiert und analysiert alles flink. Oder trägt Hut und Schal und ist überhaupt ganz wichtig.
Das Problem der großen Kunsthallen ergibt sich allerdings auch auf der documenta: Man ist überflutet von den unzähligen Eindrücken. Und es gibt tatsächlich so einiges Beeindruckendes zu sehen: Malerei, Fotografie, Installationen, Performances und die Überbleibsel davon. Auch die Videoinstallation mit Close-up-Aufnahmen eines Pferdes, das verwundert an einer New Yorker Straße steht und dem Treiben zusieht, bleibt im Kopf.
Am Ende fahre ich wieder heim, mit vielen Eindrücken und Gedanken. Bis 2023, Kassel!

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Oct 18, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Oct 18, 2017

Bachelor live

Nachts im Flugzeug

Dass sich Langstreckenflüge und der ökologische Fußabdruck nicht ganz so gut vertragen, ist kein Geheimnis – und für mich bislang der Grund, warum ich Fernreisen etwas kritisch gegenüber stehe. In diesem Sommer hat mich das Fernweh dann aber doch übermannt und ich habe mich für ein Workcamp in Südafrika angemeldet! Laut Suchmaschine gibt es durchaus Verbindungen, mit denen man in knapp zwölf oder dreizehn Stunden direkt nach Kapstadt oder zumindest nach Johannesburg fliegen kann. Aber für mich ging es zuerst einmal über Nacht nach Dubai und von dort aus weiter nach Kapstadt.
Was ich dabei gelernt habe: Ich mag es eindeutig nicht, die Nacht durchzufliegen. Spätestens wenn bei Luftlöchern die kleinen Lämpchen aufleuchten, die anzeigen, dass die Sicherheitsgurte angelegt werden müssen, und selbst das Bordpersonal sich setzen muss, macht Fliegen keinen Spaß mehr. Wenn es dabei aber auch noch dunkel ist und der eigene Körper sich verwirrt erkundigt, warum man eigentlich nicht im eigenen Bett liegt, dann kann es mir nicht schnell genug wieder Tag werden.
Als mich nachts um drei dann plötzlich eine Stewardess weckte und sich erkundigte, ob ich mich vegan ernähren würde, war ich dementsprechend so schlaftrunken, dass ich zuerst einmal gar nicht wusste, was ich antworten sollte. Ich dachte mir nur: Nachts um drei ernähre ich mich gewöhnlich gar nicht! Doch es stelle sich heraus, dass sie mir tatsächlich schon das Frühstück hinhielt, bestehend aus fünf verschiedenen, lauwarmen und allesamt gleich schmeckenden Gemüsesorten.
Und überhaupt: Selten in meinem Leben habe ich so viel Plastik um mein Essen gewickelt gesehen wie in Flugzeugen. Das Wasser kommt in einem Plastikpöttchen und wird in einen Plastikbecher umgeschüttet, das Essen kommt in einem Plastikschälchen und ist mit Alufolie abgedeckt, dazu gibt es Dessert, Salat und Brot, ebenso in Plastik verpackt. Ich wünsche mir, dass Fluggesellschaften bessere Lösungen finden – denn ich bin mir sicher, dass einige Passagiere bereit wären, ein paar Euros mehr dafür zu bezahlen, damit ihr Flug die Umwelt weniger belastet.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Oct 16, 2017

Bachelor live

Besuch aus Amerika

Meine US-amerikanischen Gasteltern, bei denen ich in der elften Klasse als Austauschschülerin gewohnt habe, kamen vor Kurzem zu Besuch nach Deutschland. Ich habe mich sehr auf das Wiedersehen gefreut, weil sie im Laufe der Jahre eine zweite Familie für mich geworden sind und wir uns länger nicht gesehen hatten. Außerdem freute ich mich, ihnen die deutsche Kultur näherbringen zu können, nachdem sie mir während meines Austausches bereits das Leben in den Vereinigten Staaten gezeigt hatten.
Meine Gasteltern sind in München gelandet, weswegen wir uns dort auch trafen. Wir waren auf dem Oktoberfest und sahen uns die Stadt und typische Touristenattraktionen an, beispielsweise das Glockenspiel auf dem Marienplatz sowie das Hofbräuhaus. Außerdem unternahmen wir einen Ausflug nach Dachau, da meine Gasteltern die KZ-Gedenkstätte besuchen wollten.
Nach einem kurzen Abstecher in den Schwarzwald, wo uns Kuckucksuhren in allen Formen, Größen und Varianten erwarteten, ging es weiter in den Hunsrück, um die deutsche Weinkultur zu erleben.
Zum Abschluss der Reise ging es nach Frankfurt. Auch dort haben wir uns Sehenswürdigkeiten angesehen, waren auf der großen Einkaufsstraße Zeil shoppen und sind hoch auf den Main-Tower, um uns die Stadt von oben anzusehen. Den Abend ließen wir in einer Apfelweinkneipe in Alt-Sachsenhausen ausklingen.
Die Zeit ging natürlich viel zu schnell vorbei und ich wünschte, meine Gasteltern hätten noch ein bisschen länger bleiben können. Aber sie haben versprochen, noch einmal wiederzukommen. Erst einmal hoffe ich aber, dass ich bald wieder in die USA fliegen kann, um auch meine jüngeren Gastschwestern endlich wiedersehen zu können.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Oct 11, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Oct 11, 2017