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Bachelor live

Schwierige Suche nach einem Praktikumsplatz

Als ich auf die Idee kam, in den nächsten Semesterferien ein Praktikum zu machen, war mir der Aufwand noch nicht bewusst. Meine letzte Bewerbung hatte ich in der 11. Klasse für mein zweiwöchiges Pflichtpraktikum geschrieben. Zu dieser Zeit wollte ich noch Psychologie studieren und habe mich bei einer Klinik für Suchterkrankungen beworben. Heute stehe ich an einem völlig anderen Punkt in meinem Leben: Ich bin keine Schülerin mehr, sondern Studentin und statt Psychologie habe ich Publizistik gewählt. Dementsprechend veraltetet fand ich auch meine Bewerbungsunterlagen vor und musste etwa meinen Lebenslauf um einige Punkte ergänzen, andere herauslöschen und ein neues Foto einfügen.
Wesentlich schwieriger war es, überhaupt Unternehmen mit Praktikumsplätzen im PR-Bereich zu finden, die auf mich passten. Auf der Seite des Instituts für Publizistik werden regelmäßig Angebote hochgeladen, weshalb ich dies für eine gute Anlaufstelle hielt. Als ich mir dann aber die Praktika-Ausschreibungen genauer durchlas, kamen mir die Anforderungen an den potenziellen Praktikanten ziemlich utopisch vor. Alles, was für mich infrage kam, forderte mindestens ein oder zwei Kriterien ein, die ich nicht erfüllte. Klassische Aussagen waren „Praktikanten müssen im fortgeschrittenen Studium sein“, „Wir nehmen nur Masterstudierende“ oder „Praktikanten müssen bereits Erfahrungen in den Bereichen Journalismus und PR durch vergangene Praktika mitbringen“. Wenn allerdings jeder erwartet, dass man bereits Erfahrungen gesammelt hat, wo soll man dann anfangen? Ein Praktikum ist doch gerade dafür da, in ein Berufsfeld reinzuschnuppern. Und wieso ist die Voraussetzung so verbreitet, man solle in einem höheren Semester oder am besten gleich Masterstudierender sein? Gerade am Anfang des Studiums möchte man doch mal einen Einblick in praktische Bereiche bekommen, um sich sicher sein zu können, den richtigen Studiengang gewählt zu haben. Na ja, nichtsdestotrotz geht meine Suche nach einem Praktikumsplatz weiter.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Jan 4, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Jan 4, 2018

Bachelor live

Ein Wochenende in Berlin

Mein bester Freund studiert in Berlin und vor Kurzem habe ich ihn zusammen mit zwei weiteren Freunden dort besucht. Ehrlicherweise machen mir Berlin und vergleichbare große Städte eher Angst, als dass sie mich faszinieren, weil ich Großstädte einfach nicht gewohnt bin. Da sich mein bester Freund mittlerweile ziemlich gut in Berlin auskennt, konnte er uns aber sicher durch die Stadt lotsen, sodass ich mich bei den vielen Menschen, dem dichten Verkehr und dem komplexen Liniennetz der öffentlichen Verkehrsmittel zum Glück nicht ganz verloren gefühlt habe.
Da wir alle schon mehrmals in Berlin waren, haben wir an diesem Wochenende auf die typischen Sehenswürdigkeiten verzichtet. Stattdessen hat uns mein bester Freund unter anderem seine Uni, die Humboldt-Universität, von innen gezeigt, was mich ziemlich beeindruckte. Von der prunkvollen Eingangshalle des Unigebäudes und einer modernen Unibibliothek kann ich in Marburg nur träumen. Da es leider fast durchgängig geregnet hat, haben wir auch viel Zeit einfach in seiner WG verbracht. Wir haben gekocht, Karten gespielt und natürlich viel erzählt, da wir uns alle seit Längerem nicht gesehen hatten.
Das Wochenende in Berlin war insgesamt also relativ gemütlich und ich habe die Zeit sehr genossen. Eine der schönsten Seiten am Studenten-Dasein ist für mich definitiv, dass es so leicht ist, neue Leute zu treffen. Ganz selbstverständlich lerne ich die Mitbewohner, Freunde oder Bekannte meiner eigenen Freunde kennen und finde mich ruckzuck in einer größeren Gruppe in der Mensa oder philosophischen Diskussionen in WG-Küchen wieder. Es ist ganz leicht, mit eigentlich völlig fremden Personen ein Gesprächsthema zu finden und sich mit ihnen anzufreunden. Und obwohl ich meine Freunde zwar alle lieber in meiner Nähe hätte, finde ich es cool, dass ich in den vergangenen zwei Jahren durch unsere unterschiedlichen Wohn- und Studienorte einige neue Städte und somit auch viele neue Menschen kennenlernen konnte.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Dec 28, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Dec 28, 2017

Bachelor live

Weniger Hilfsgelder? Nicht mit uns!

Seit meinem zweiten Semester bin ich Jugendbotschafterin der entwicklungspolitischen Lobby- und Kampagnenorganisation ONE. Wie ich darauf gekommen bin? Der Mentor, der mich während meines Freiwilligendienstes nach meinem Abitur begleitete, begann damals gerade seine Doktorarbeit über afrikanische Geschichte und internationale Beziehungen. Was Letzteres überhaupt bedeutete, konnte ich mir damals nur vage vorstellen. Wenn er aber von Marokko und der Westsahara erzählte und sich Studien auf seinem Schreibtisch türmten, fand ich das ziemlich spannend. An manchen Abenden saß ich dann vor meinem Laptop und gab afrikanische Länder in die Suchmaschine ein – Tunesien, Ghana, Namibia, Tansania.
Zu Studienbeginn fand ich heraus, dass es in den meisten Unistädten zahlreiche Gruppen gibt, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit oder Bildung in Afrika beschäftigen – oder mit den Ländern, die im Rahmen von Entwicklungszusammenarbeit Gelder erhalten. Im ersten Semester stand ich zunächst auf dem Marktplatz und sammelte Unterschriften oder organisierte mit einer Gruppe einen Filmabend. Seit ich nun Jugendbotschafterin von ONE bin, habe ich bereits für ein Online-Newsportal über Entwicklungspolitik geschrieben und mit vielen Menschen darüber gesprochen – beispielsweise beim MitAfrika-Festival 2017 in Köln.
Ein ganz besonderes Ereignis für alle Jugendbotschafter ist das jährliche Summit. Dieses Jahr fand diese Hauptversammlung in Brüssel statt und Teilnehmer aus vielen verschiedenen Ländern reisten an – sogar aus den USA sowie Nigeria. Es war total spannend, so viele junge Menschen zu treffen, die in anderen Ländern an denselben Kampagnen teilgenommen haben. Nach zwei Tagen Workshops und Präsentationen kam es zum Höhepunkt der Tage in Brüssel: unserem Tag im Europäischen Parlament! In einer Podiumdiskussion konnten wir Politikern aus Rumänien, Spanien, Finnland und Deutschland unsere Fragen stellen. Für mich standen danach zwei Treffen mit deutschen Abgeordneten des Europaparlaments an. Unser Ziel war es, dass das Europäische Parlament den Vorschlag eines Ausschusses unterstützt, damit die EU-Gelder für die Entwicklungspolitik weltweit nicht gekürzt werden. Eine Woche später erfuhren wir das Ergebnis aus dem Parlament: Es hatte sich für den Vorschlag entschieden!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Dec 22, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Dec 22, 2017