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Bachelor live

Ein Wochenende in Berlin

Mein bester Freund studiert in Berlin und vor Kurzem habe ich ihn zusammen mit zwei weiteren Freunden dort besucht. Ehrlicherweise machen mir Berlin und vergleichbare große Städte eher Angst, als dass sie mich faszinieren, weil ich Großstädte einfach nicht gewohnt bin. Da sich mein bester Freund mittlerweile ziemlich gut in Berlin auskennt, konnte er uns aber sicher durch die Stadt lotsen, sodass ich mich bei den vielen Menschen, dem dichten Verkehr und dem komplexen Liniennetz der öffentlichen Verkehrsmittel zum Glück nicht ganz verloren gefühlt habe.
Da wir alle schon mehrmals in Berlin waren, haben wir an diesem Wochenende auf die typischen Sehenswürdigkeiten verzichtet. Stattdessen hat uns mein bester Freund unter anderem seine Uni, die Humboldt-Universität, von innen gezeigt, was mich ziemlich beeindruckte. Von der prunkvollen Eingangshalle des Unigebäudes und einer modernen Unibibliothek kann ich in Marburg nur träumen. Da es leider fast durchgängig geregnet hat, haben wir auch viel Zeit einfach in seiner WG verbracht. Wir haben gekocht, Karten gespielt und natürlich viel erzählt, da wir uns alle seit Längerem nicht gesehen hatten.
Das Wochenende in Berlin war insgesamt also relativ gemütlich und ich habe die Zeit sehr genossen. Eine der schönsten Seiten am Studenten-Dasein ist für mich definitiv, dass es so leicht ist, neue Leute zu treffen. Ganz selbstverständlich lerne ich die Mitbewohner, Freunde oder Bekannte meiner eigenen Freunde kennen und finde mich ruckzuck in einer größeren Gruppe in der Mensa oder philosophischen Diskussionen in WG-Küchen wieder. Es ist ganz leicht, mit eigentlich völlig fremden Personen ein Gesprächsthema zu finden und sich mit ihnen anzufreunden. Und obwohl ich meine Freunde zwar alle lieber in meiner Nähe hätte, finde ich es cool, dass ich in den vergangenen zwei Jahren durch unsere unterschiedlichen Wohn- und Studienorte einige neue Städte und somit auch viele neue Menschen kennenlernen konnte.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Dec 28, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Dec 28, 2017

Bachelor live

Weniger Hilfsgelder? Nicht mit uns!

Seit meinem zweiten Semester bin ich Jugendbotschafterin der entwicklungspolitischen Lobby- und Kampagnenorganisation ONE. Wie ich darauf gekommen bin? Der Mentor, der mich während meines Freiwilligendienstes nach meinem Abitur begleitete, begann damals gerade seine Doktorarbeit über afrikanische Geschichte und internationale Beziehungen. Was Letzteres überhaupt bedeutete, konnte ich mir damals nur vage vorstellen. Wenn er aber von Marokko und der Westsahara erzählte und sich Studien auf seinem Schreibtisch türmten, fand ich das ziemlich spannend. An manchen Abenden saß ich dann vor meinem Laptop und gab afrikanische Länder in die Suchmaschine ein – Tunesien, Ghana, Namibia, Tansania.
Zu Studienbeginn fand ich heraus, dass es in den meisten Unistädten zahlreiche Gruppen gibt, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit oder Bildung in Afrika beschäftigen – oder mit den Ländern, die im Rahmen von Entwicklungszusammenarbeit Gelder erhalten. Im ersten Semester stand ich zunächst auf dem Marktplatz und sammelte Unterschriften oder organisierte mit einer Gruppe einen Filmabend. Seit ich nun Jugendbotschafterin von ONE bin, habe ich bereits für ein Online-Newsportal über Entwicklungspolitik geschrieben und mit vielen Menschen darüber gesprochen – beispielsweise beim MitAfrika-Festival 2017 in Köln.
Ein ganz besonderes Ereignis für alle Jugendbotschafter ist das jährliche Summit. Dieses Jahr fand diese Hauptversammlung in Brüssel statt und Teilnehmer aus vielen verschiedenen Ländern reisten an – sogar aus den USA sowie Nigeria. Es war total spannend, so viele junge Menschen zu treffen, die in anderen Ländern an denselben Kampagnen teilgenommen haben. Nach zwei Tagen Workshops und Präsentationen kam es zum Höhepunkt der Tage in Brüssel: unserem Tag im Europäischen Parlament! In einer Podiumdiskussion konnten wir Politikern aus Rumänien, Spanien, Finnland und Deutschland unsere Fragen stellen. Für mich standen danach zwei Treffen mit deutschen Abgeordneten des Europaparlaments an. Unser Ziel war es, dass das Europäische Parlament den Vorschlag eines Ausschusses unterstützt, damit die EU-Gelder für die Entwicklungspolitik weltweit nicht gekürzt werden. Eine Woche später erfuhren wir das Ergebnis aus dem Parlament: Es hatte sich für den Vorschlag entschieden!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Dec 22, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Dec 22, 2017

Bachelor live

Arabisch: Malen statt schreiben

Ich möchte unbedingt Arabisch lernen. Denn als ich noch in Madrid wohnte, hörte meine französische Mitbewohnerin ständig Musik aus Marokko und Tunesien. Und das Arabisch eines syrischen Freundes von mir klingt auch ziemlich schön. Als er mir ein Wort beibringen sollte, klang es aus meinem Mund aber ganz anders. Da wurde mir mal bewusst, wie schwierig es umgekehrt sein muss, Deutsch zu lernen. Mit meinem Arabischkurs im Sommersemester klappte es aber leider wegen zu weniger Plätze nicht. Die Volkshochschule bot dafür zu Beginn des neuen Semesters einen Schnupperkurs an und das passte perfekt: Ein Wochenende lang ausprobieren, ob ich mit dieser Sprache überhaupt etwas anfangen kann, klang doch ganz gut.
Zahlreiche in meinem Sprachkurs waren selbst Sprachlehrer, die vor allem vor arabischsprachigen Schülern Deutsch unterrichten, und deshalb selbst einen Einblick in deren Muttersprache bekommen wollten. Ich sagte nach meiner Motivation für den Kurs befragt, dass ich herausfinden wollte, ob ich überhaupt eine Sprache mit mir fremden Schriftzeichen lernen möchte.
Zum Glück ging es meiner Arabischlehrerin anfangs eher darum, dass wir einige Worte sprechen lernten. Die kurzen Sätze zur Vorstellung schrieb sie uns in unseren Schriftzeichen auf – sozusagen in einer stark vereinfachten Lautschrift. Auch wenn ich die Grammatik noch nicht verstand, war es ein cooles Gefühl, Arabisch zu sprechen. Dabei faszinierte mich, wie unterschiedlich Sprachen aufgebaut sind. Wusstet ihr beispielsweise, dass das Wörtchen „sein“ im arabischen Präsens nicht übersetzt wird? Statt „Ich bin Marie und ich komme aus Bonn“ heißt es einfach „Ich Marie, ich aus Bonn“.
Mit den Schriftzeichen tat ich mich dann doch schwer. Je nachdem, an welcher Stelle im Wort ein Buchstabe steht, sieht er anders aus. Dazu kommt, dass einige Buchstaben für mich in der Aussprache genau gleich klingen, angeblich aber einen großen Unterschied machen. Allein mein Versuch, meinen Namen mit den fremden Schriftzeichen zu schreiben, fühlte sich eher wie malen an. Sieht jedenfalls hübsch aus!
Und mein Fazit? Ich würde gerne einen längeren Arabischkurs besuchen, wenn dann aber einen Intensivkurs. Es braucht schließlich Zeit, um allein das fremde Alphabet zu lernen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Dec 20, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Dec 20, 2017