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Bachelor live

Das alte und das neue Jahr

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich Listen mit guten Neujahrsvorsätzen schreiben. Wenn ich wirklich etwas ändern möchte, brauche ich keinen Jahreswechsel, um damit anzufangen. Stattdessen möchte ich lieber einen Rückblick auf das vergangene Jahr werfen und einen kleinen Ausblick auf das neue Jahr geben.
2017 habe ich meine allerersten Klausuren an der Uni geschrieben, weswegen ich vor genau einem Jahr ziemlich aufgeregt war. Obwohl ich erst im dritten Semester bin, fühle ich mich mittlerweile routiniert darin, da ich schnell gemerkt habe, dass die organisatorischen Abläufe an der Uni immer gleich verlaufen. Außerdem habe ich mich für BWL als Profilfach entschieden, was ich bislang nicht bereue und oft sogar spannender als meine sozialwissenschaftlichen Seminare finde. In den Semesterferien habe ich wieder meinen Nebenjob aufgenommen und so ganz unverhofft einige neue Freunde dazugewonnen. Zeitgleich ist im Laufe des Jahres der Kontakt zu einigen alten Freunden leider eingeschlafen, da die größere Entfernung dann doch schwieriger zu überwinden war, als gedacht. Ich bin im vergangenen Jahr sowohl ans Meer gereist, als auch in verschiedene europäische Großstädte, habe wieder mehr Bücher gelesen, angefangen Gitarre zu spielen und unzählige Poetry-Slams und andere Kulturveranstaltungen besucht. Insgesamt war 2017 also kein außergewöhnliches Jahr, aber ich denke trotzdem ein wichtiges für mich.
Und was kommt 2018 auf mich zu? Ehrlich gesagt würde ich das auch gerne wissen. Ich werde im Laufe des Jahres zwei Praktika absolvieren, an einem Lehrforschungsprojekt arbeiten und mich für ein zweites Profilfach entscheiden. In unserer WG wird eine meiner Mitbewohnerinnen aus- und jemand Neues einziehen. Und ich bekomme endlich meine Weisheitszähne gezogen, obwohl ich mich seit Jahren davor gedrückt habe. Vielleicht werde ich langsam eine Idee davon bekommen, wie es nach dem Bachelorstudium für mich weiter gehen soll, denn nächstes Jahr schreibe ich tatsächlich schon meine Bachelorarbeit. Bei allem anderen muss ich mich einfach überraschen lassen. Fest steht für mich jedenfalls, dass ich keine guten Vorsätze brauche, um zu versuchen, das Beste aus dem neuen Jahr zu machen!

Bachelor live

Yoga: Zwischen Entspannen und Anstrengen

Als Kind war ich einmal in einem Yogakurs – und bei der einen Stunde ist es damals auch geblieben. Der Kurs war stark esoterisch angehaucht – es wurde über Gott und die Welt gesprochen – an Sport erinnerte mich das kein bisschen, an Gymnastik auch nicht. Über die letzten Jahre ist Yoga aber immer beliebter geworden. Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, der unsere Generation als „Selbstpflegegeneration“ bezeichnete. Ich glaube, der Text hatte in vielen Punkten recht: Wir suchen Orte, an denen wir uns entspannen und unser inneres Gleichgewicht finden können.
Zu Beginn meines Studiums war ich zu spät dran, um mich für den Unisport anmelden zu können. Im zweiten Semester wollte ich den Fehler auf keinen Fall noch einmal machen und meldete mich für das Uniballett an. In meiner Schulzeit habe ich leidenschaftlich gerne getanzt und wollte endlich mal wieder im Tanzstudio stehen. Letztendlich war ich etwas enttäuscht: Von Anfängern bis Profis war alles dabei – und in nur zwei unterschiedliche Niveaustufen aufgeteilt. Ich fühlte mich in keiner der beiden gut aufgehoben und das Training fand jede Woche am Samstagmorgen statt, was bald dazu führte, dass ich nicht mehr hinging.
Dieses Semester wollte ich etwas machen, das eher Fitnesscharakter hat. Ich habe mich für Zumba angemeldet, weil die Choreografien so einfach sind, dass man sie auch mittanzen kann, wenn man einmal gefehlt hat und man dabei außerdem ordentlich ins Schwitzen kommt. Eher zusätzlich habe ich mich dann noch für Yoga angemeldet – die erste Stunde war ganz seltsam: Die Gesänge und die Atemübungen gefielen mir nicht. Seit der zweiten Stunde habe ich aber das Gefühl, dass ich mich darauf einlassen kann. Wenn ich nun im Yogasaal sitze und mich auf den Punkt zwischen meinen Augen konzentriere, gelingt es mir, dass meine Gedanken nicht zu meinem Alltag zurückkehren. Außerdem ist Yoga keinesfalls nur entspannend: Nachdem ich Jahre lang im Fitnessstudio trainiert habe, habe ich beim Yoga zum ersten Mal das Gefühl, dass die Kraftübungen meinen ganzen Körper ansprechen. Jede Woche habe ich danach Muskelkater: am ersten Tag im Oberkörper, am zweiten im Bauch und am dritten in den Beinen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jan 8, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jan 8, 2018

Bachelor live

Ruhe nach dem Sturm

Die allererste Klausur des Semesters ist geschrieben und die ersten Referate wurden gehalten. Nun ist es an der Zeit, das Jahr ein wenig Revue passieren zu lassen. Rückblickend betrachtet war dieses Jahr sehr intensiv, fordernd und anstrengend. Neben vielen Studienmodulen, Klausuren und Hausarbeiten standen Veranstaltungen und Praktika an. Die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl, noch mehr erleben und noch mehr sehen zu wollen. Ich war getrieben, ohne zu wissen wovon. Natürlich hatte ich bei allem sehr viel Spaß und konnte viele Erfahrungen sammeln, auf die ich für nichts und niemanden verzichten würde, aber das neue Jahr werde ich etwas anders angehen. Auf der einen Seite muss ich für mein Studium nicht mehr ganz so viel machen, weil ich den Großteil meines Studiums in meinen ersten drei Semestern absolviert habe. Aber der Hauptgrund ist, dass ich intensiver leben möchte. Ich will mir die Möglichkeit geben, Dinge bewusst zu erleben und nicht nur ständig an Deadlines oder To-do-Listen zu denken. Ich habe mir vorgenommen, vielleicht weniger zu tun, das aber mit voller Konzentration. Am letzten Wochenende vor Weihnachten habe ich einen dreitägigen Kurztrip nach Salzburg unternommen. Das mag jetzt nicht allzu exotisch klingen, aber für mich war es ein neues Erlebnis, da ich noch vor ein paar Monaten nicht freiwillig in so eine kleine Stadt gefahren wäre. Wenn, dann musste es Paris, Amsterdam oder Wien sein aber eine Kleinstadt wie Salzburg – undenkbar. Nach den drei Tagen kann ich sagen, dass zwei Tage auch gereicht hätten, aber es mit Abstand einer der entspanntesten Kurztrips meines Lebens war. Das Ausschlafen, die langen Spaziergänge, kein Druck, unzählige Museen zu verpassen – das alles hat mir deutlich gemacht, dass Entschleunigung ziemlich gut tun kann.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jan 5, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jan 5, 2018