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Bachelor live

Ich pack's selbst an!

Praktische Aufgaben sind in meinem Studium nicht die Regel, sodass ich zwar unfassbar viele Inhalte vermittelt bekomme, mein ganzes Wissen allerdings nur theoretisch angelegt ist – und mir oft gar nichts bringt.
Momentan bekomme ich diese Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis sehr deutlich zu spüren. Für meine Hausarbeit möchte ich ein qualitatives Interview führen, um eigene Ergebnisse zu meinem Thema zu erforschen. Eigentlich kein Problem, denn in den ersten beiden Semestern habe ich sowohl das Einführungs- als auch das Aufbaumodul in Methoden der empirischen Sozialforschung bestanden. Ganz so leicht ist es aber nicht. Ehrlich gesagt bin ich fast daran verzweifelt, geeignete Leitfragen für das Interview zu formulieren. Dabei kenne ich die goldenen Regeln: keine suggestiven Fragen, keine Vorwürfe, keine missverständliche Fragestellung und so weiter. Bei der praktischen Umsetzung des Wissens hapert es mangels Übung allerdings gewaltig.
Und wie leite ich ein solches Interview überhaupt ein? Sollte ich mit meinem Probanden anfangs ein bisschen Small Talk betreiben, um die Stimmung aufzulockern, oder ganz professionell bleiben und mich nur auf das Wesentliche konzentrieren? Reicht mein Handy, um das Interview aufzunehmen oder brauche ich ein professionelles Gerät? Und wenn das Interview aufgezeichnet ist, wie transkribiere ich es dann? Als ungeübte Interviewerin brauche ich sicher sieben- bis zehnmal so lange für die Transkription als für das Interview selbst.
Es heißt nicht umsonst „Übung macht den Meister“, nicht „Theorie macht den Meister“. Deswegen hätte ich mir gewünscht, in der Uni nicht nur die reine Theorie zu lernen, sondern auch die Gelegenheit zu bekommen, diese wenigstens auch einmal in der Praxis zu üben. Aber wie heißt es ebenfalls? Selbst ist die Frau.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Feb 7, 2018

Bachelor live

Auf geht's zu Paralympia!

Pyeongchang ist eine Stadt in Südkorea, in der ab diesem Freitag die Olympischen und Paralympischen Winterspiele stattfinden. Mit der „Paralympics Zeitung“, einem Nachwuchsprojekt der Berliner Zeitung Tagesspiegel, darf ich als Reporterin bei den Paralympischen Spielen dabei sein, die Wettkämpfe beobachten und Sportler interviewen. Ende November waren die anderen jungen Teilnehmer und ich bereits in Berlin, um uns kennenzulernen und an ersten Artikeln zu arbeiten.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, ein Interview mit zwei Sportlern aus dem Para-Biathlon führen zu dürfen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass im Para-Biathlon Sportler mit einer Sehbehinderung zusammen mit einem Guide am Wettkampf teilnehmen? Dieser fährt dabei vor ihnen und gibt mit Kommandos zum Beispiel die Richtung an. Ich finde das absolut spannend, denn Skilanglauf, Biathlon und Alpin-Ski sind sonst Sportarten, in denen die Sportler alleine antreten. Bei Para-Biathlon dagegen ist Teamgeist angesagt.
Eine andere Sportlerin mit Behinderung, mit der ich bereits sprechen durfte, startet in einem sogenannten Monoski: Dieses Sportgerät ist wie ein extra breiter Ski, auf dem zwei Bindungen parallel zueinander angebracht sind. Es sieht dabei auf den ersten Blick etwas wie ein Snowboard aus, dabei fährt der Sportler vorwärts statt seitwärts und nutzt außerdem Skistöcke. Zudem gibt es spezielle Monoskis, sogenannte Monoskibobs, für Rollstuhlfahrer. Anstelle von Skistöcken werden dabei Unterarmstützen genutzt, an deren Ende kleine Skier angebracht werden, sodass sie dem Sportler mehr Stabilität geben.
Davon abgesehen, schreibe ich gerade meine Packliste. Was zieht man an bei Paralympischen Winterspielen? Wie kalt wird es? Laut Internet herrscht in Südkorea zu dem Zeitpunkt ähnliches Wetter wie hier in Deutschland, damit wären Winterschuhe wohl mehr als angebracht. Und sonst? Notizbuch, Ladestation für das Handy, all das muss auf jeden Fall mit auf die Liste. Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Ich bin unglaublich gespannt darauf, so viele interessante Menschen zu treffen. Die Vorfreude ist also riesig!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Feb 6, 2018

Bachelor live

Wir schaffen das!

An alle mitleidenden Seelen da draußen: Wir schaffen es durch die Klausurphase! Wir schaffen es, morgens um halb acht aufzustehen, um noch ein Schließfach und einen Sitzplatz in der Bib zu ergattern. Wir schaffen es, acht Stunden auf diesem Platz zu verharren, ganz egal welche Körperausdünstungen unser Bibnachbar ausstößt. Wir schaffen es, ein Semester in zwei Wochen (seien wir ehrlich, neun Tagen) aufzuholen. Und wir schaffen es unter all diesen Umständen, nicht unsere Nerven zu verlieren.
Es ist nun meine dritte und wohl letzte Klausurphase, da ich innerhalb von drei Semestern alle Prüfungen abgelegt habe, die ich für mein Studium brauche – selbst verschuldetes Leid also. Dafür muss ich aber in den verbleibenden drei Semestern meines Bachelorstudiums nicht mehr panisch für Klausuren mit exorbitant großer Stoffmenge lernen. In der anstehenden Klausur in Sozialpsychologie darf ich Notizen und Folien mitnehmen, denn unser Professor findet Bulimie-Lernen alles andere als sinnvoll. Dafür mussten wir wöchentlich Hausaufgaben abgeben, welche bewertet wurden. Ich bin so dankbar, dass ich bei dieser Klausur entlastet werde und mir „nur“ noch den Kopf mit Entwicklungspsychologie, Methodik und Pädagogischer Psychologie vollschlagen muss. Nebenbei arbeite ich fleißig an einem Referat und im Großen und Ganzen versuche ich, optimistisch zu bleiben.
Was diese Klausurphase von den vorigen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es mir emotional gut geht. Dieses Mal muss ich diesen Stress nicht alleine überstehen, sondern habe einen Partner, der mir in Panikmomenten die Angst nimmt und mich wiederaufbaut. Das macht doch einen beträchtlichen Unterschied und ich schätze mich sehr glücklich, jemanden zu haben, der mir die Zuversicht zurückgibt, wenn sie mir mal kurz abhandenkommt.
Nur noch zwei Wochen, dann ist das Semester zu Ende. Danach steht eine großartige Zeit voller Urlaub, Praktika in Berlin und Frankfurt an – Freiheit ich komme!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Feb 2, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Feb 2, 2018