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Bachelor live

Auf geht's zu Paralympia!

Pyeongchang ist eine Stadt in Südkorea, in der ab diesem Freitag die Olympischen und Paralympischen Winterspiele stattfinden. Mit der „Paralympics Zeitung“, einem Nachwuchsprojekt der Berliner Zeitung Tagesspiegel, darf ich als Reporterin bei den Paralympischen Spielen dabei sein, die Wettkämpfe beobachten und Sportler interviewen. Ende November waren die anderen jungen Teilnehmer und ich bereits in Berlin, um uns kennenzulernen und an ersten Artikeln zu arbeiten.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, ein Interview mit zwei Sportlern aus dem Para-Biathlon führen zu dürfen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass im Para-Biathlon Sportler mit einer Sehbehinderung zusammen mit einem Guide am Wettkampf teilnehmen? Dieser fährt dabei vor ihnen und gibt mit Kommandos zum Beispiel die Richtung an. Ich finde das absolut spannend, denn Skilanglauf, Biathlon und Alpin-Ski sind sonst Sportarten, in denen die Sportler alleine antreten. Bei Para-Biathlon dagegen ist Teamgeist angesagt.
Eine andere Sportlerin mit Behinderung, mit der ich bereits sprechen durfte, startet in einem sogenannten Monoski: Dieses Sportgerät ist wie ein extra breiter Ski, auf dem zwei Bindungen parallel zueinander angebracht sind. Es sieht dabei auf den ersten Blick etwas wie ein Snowboard aus, dabei fährt der Sportler vorwärts statt seitwärts und nutzt außerdem Skistöcke. Zudem gibt es spezielle Monoskis, sogenannte Monoskibobs, für Rollstuhlfahrer. Anstelle von Skistöcken werden dabei Unterarmstützen genutzt, an deren Ende kleine Skier angebracht werden, sodass sie dem Sportler mehr Stabilität geben.
Davon abgesehen, schreibe ich gerade meine Packliste. Was zieht man an bei Paralympischen Winterspielen? Wie kalt wird es? Laut Internet herrscht in Südkorea zu dem Zeitpunkt ähnliches Wetter wie hier in Deutschland, damit wären Winterschuhe wohl mehr als angebracht. Und sonst? Notizbuch, Ladestation für das Handy, all das muss auf jeden Fall mit auf die Liste. Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Ich bin unglaublich gespannt darauf, so viele interessante Menschen zu treffen. Die Vorfreude ist also riesig!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Feb 6, 2018

Bachelor live

Wir schaffen das!

An alle mitleidenden Seelen da draußen: Wir schaffen es durch die Klausurphase! Wir schaffen es, morgens um halb acht aufzustehen, um noch ein Schließfach und einen Sitzplatz in der Bib zu ergattern. Wir schaffen es, acht Stunden auf diesem Platz zu verharren, ganz egal welche Körperausdünstungen unser Bibnachbar ausstößt. Wir schaffen es, ein Semester in zwei Wochen (seien wir ehrlich, neun Tagen) aufzuholen. Und wir schaffen es unter all diesen Umständen, nicht unsere Nerven zu verlieren.
Es ist nun meine dritte und wohl letzte Klausurphase, da ich innerhalb von drei Semestern alle Prüfungen abgelegt habe, die ich für mein Studium brauche – selbst verschuldetes Leid also. Dafür muss ich aber in den verbleibenden drei Semestern meines Bachelorstudiums nicht mehr panisch für Klausuren mit exorbitant großer Stoffmenge lernen. In der anstehenden Klausur in Sozialpsychologie darf ich Notizen und Folien mitnehmen, denn unser Professor findet Bulimie-Lernen alles andere als sinnvoll. Dafür mussten wir wöchentlich Hausaufgaben abgeben, welche bewertet wurden. Ich bin so dankbar, dass ich bei dieser Klausur entlastet werde und mir „nur“ noch den Kopf mit Entwicklungspsychologie, Methodik und Pädagogischer Psychologie vollschlagen muss. Nebenbei arbeite ich fleißig an einem Referat und im Großen und Ganzen versuche ich, optimistisch zu bleiben.
Was diese Klausurphase von den vorigen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es mir emotional gut geht. Dieses Mal muss ich diesen Stress nicht alleine überstehen, sondern habe einen Partner, der mir in Panikmomenten die Angst nimmt und mich wiederaufbaut. Das macht doch einen beträchtlichen Unterschied und ich schätze mich sehr glücklich, jemanden zu haben, der mir die Zuversicht zurückgibt, wenn sie mir mal kurz abhandenkommt.
Nur noch zwei Wochen, dann ist das Semester zu Ende. Danach steht eine großartige Zeit voller Urlaub, Praktika in Berlin und Frankfurt an – Freiheit ich komme!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Feb 2, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Feb 2, 2018

Bachelor live

Schul-Feeling im Sprachkurs

In der Schule gehörte Englisch immer zu meinen Lieblingsfächern. Ich mochte die Sprache einfach gerne, habe oft englische Filme geschaut und englische Bücher gelesen. Französisch hingegen konnte mich nie ganz überzeugen: Natürlich klang die Sprache schön. allerdings verstand ich kaum eine Hörübung und alles, was ich selbst über die Lippen brachte, klang schlichtweg seltsam.
In der Zeit kurz vor dem Abitur habe ich mich auch für Freiwilligendienste in Frankreich beworben, war dann aber froh, dass es mit Spanien geklappt hat. Die Lehrerin meines dortigen Sprachkurses stand vor einer besonderen Herausforderung: In unserem Kurs waren neben mir noch meine französische Mitfreiwillige sowie Austauschstudierende aus aller Welt. Wir konnten uns auf Spanisch verständigen, aber sie konnte uns keine Vokabeln oder schwierige Grammatikteile in unsere jeweilige Muttersprache übersetzen – es waren schlicht zu viele verschiedene.
Meine Universität in Bonn bietet die Möglichkeit, kostenlose Sprachkurse zu belegen. Aber bis zu diesem Semester hat es bei mir nie geklappt: Zeitgleich zum Spanischkurs, den ich belegen wollte, hatte ich eine Pflichtvorlesung und für den Arabischkurs gab es so viele Anmeldungen, dass gelost werden musste und ich keinen Platz bekam. In diesem Semester hat es dann mit einem Französischkurs geklappt: Endlich!
Gleich in den ersten Stunden wurde mir jedoch klar: Sprachkurse erinnern mich an Schulunterricht. Man stottert mehr oder weniger unbeholfen und wenn man die eigenen Sätze testweise ins Deutsche übersetzt, ergeben sie keinen Sinn mehr. Im Vergleich zu meinem eigentlich geplanten Arabischkurs hatte ich mit Französisch wohl noch eine relativ leichte Sprache erwischt – und doch erschien mir die Grammatik mitunter wie ein Rätsel.
Es dauerte einige Wochen, bis sich das besserte. Mittlerweile fällt es mir leichter, kurze Texte zu schreiben, und ich verzweifle nicht mehr an den Hausaufgaben. Schön finde ich Französisch aber weiterhin nur, wenn zum Beispiel meine aus Frankreich stammende Sprachlehrerin spricht. Sage ich hingegen etwas, klingt das kein bisschen schön …

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Feb 1, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Feb 1, 2018