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Bachelor live

Ausnahmezustand

In der Prüfungsphase ticken die Uhren anders. Besonders in einer Universitätsstadt wie Marburg, deren Stadtbild ganz deutlich von Studierenden geprägt ist, merkt man deutlich, wenn wieder Klausuren anstehen. Normalerweise finde ich immer leicht einen freien Platz in der Universitätsbibliothek, doch in der Prüfungsphase warten schon in aller Früh lernwütige Studierende vor der Tür, um noch einen der begehrten Plätze zu ergattern. Dafür ist an anderen Orten deutlich weniger los, beispielsweise in der Innenstadt oder im Kino.
Ausnahmezustand herrscht in dieser Zeit auch in unserer WG. Entweder stapelt sich das Geschirr in der Spüle, weil niemand wertvolle Lernzeit mit Spülen vergeuden will, oder die Küche ist blitzblank geputzt, weil das Putzen eine schöne Möglichkeit der Prokrastination darstellt. Ein Zustand dazwischen ist selten. Weitere Ergebnisse des Aufschiebens sind die entrümpelte Abstellkammer und der aufgeräumte Balkon – Dinge, die wir seit einer Weile vor uns hergeschoben haben, werden plötzlich zu einer willkommenen Abwechslung.
Unter dem zunehmenden Lernstress leidet allerdings auch das aktive WG-Leben, was vor allem für meinen Mitbewohner, der selbst nicht studiert, zunächst etwas ungewöhnlich war. Normalerweise sitzen wir abends gerne mal alle in der Küche oder kochen gemeinsam. Während der Klausurphase sind aber eher Nachtschichten am Schreibtisch und Essen vom Lieferservice angesagt.
Glücklicherweise ist das Ende bereits in Sicht – in wenigen Tagen stehen die letzten Klausuren an, sodass anschließend wieder etwas Normalität einkehren kann.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Mar 1, 2018

Bachelor live

Frühling nach den Klausuren? Fehlanzeige

Meine Klausurtermine lagen in diesem Jahr allesamt in einer Woche. Wenn ich ehrlich bin, war es gar nicht mal so unangenehm. Aus einer Klausur herauszugehen und dann erst für die nächste zu lernen, gefällt mir nicht. Da ist es mir lieber, direkt am nächsten Tag die nächste Klausur hinter mich zu bringen. Eines muss ich dennoch zugeben: Für mehrere Fächer gleichzeitig über mehrere Wochen zu pauken, ist anstrengend. Das Wetter machte es nicht leichter, denn in den Tagen vor den Klausuren schien die Sonne wie in diesem Jahr noch gar nicht – eigentlich wunderschön, aber wenn man lernen muss, bringt einem die Sonne auch nichts.
Zum ersten Mal in meinem Studium musste ich eine Klausur für einen Sprachkurs schreiben. Zeit dafür blieb mir allerdings wenig, denn da diese Note nicht in die Bachelornote eingerechnet wird, kommt das Lernen für die anderen Klausuren grundsätzlich zuerst. Hatte ich es über die Weihnachtsferien noch geschafft, die eine oder andere Vokabel auf Karteikarten zu schreiben, war es damit nun vorbei. Stattdessen füllte ich Karteikarten mit den Lebensdaten von Soziologen und den Inhalten von EU-Verträgen. Am Abend vor der Französisch-Klausur hatte ich noch das Gefühl, nicht genug Wörter zu kennen, um tatsächlich einen Aufsatz schreiben zu können. Doch meine Sorge stellte sich als unbegründet heraus.
Einziger Wermutstropfen: Kaum verließen wir den Hörsaal, war die Sonne plötzlich verschwunden und seitdem regnet es beinahe ununterbrochen. Ich hatte mir eingebildet, dass nach den Klausuren der Frühling beginnen würde – dabei sind die kalten Wintermonate doch noch lange nicht vorbei.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Mar 1, 2018

Bachelor live

Mein erstes Vorstellungsgespräch - Teil 2

Mein Vorstellungsgespräch bei einer PR-Agentur in Frankfurt nahm seinen Lauf, unter anderem stellten mir die beiden Agentur-Mitarbeiterinnen vielen Fragen wie: Wieso wollen sie in die PR und nicht in den Journalismus? Wieso haben sie sich bei einer Agentur beworben und nicht bei einem Unternehmen? Was denken sie, was ihre Aufgaben bei diesem Praktikum sein werden? Wie können sie mit ihrem bisherigen Wissen zum Agenturalltag beitragen? Ich versuchte, alle Fragen so gut es geht zu beantworten und meine praktischen Fähigkeiten – trotz eines sehr theoriebasierten Studiengangs – positiv hervorzuheben. Die eine Dame ging jedoch immer wieder auf meine fehlende praktische Erfahrung ein – ich gewann das Gefühl, dass hier eigentlich nicht nach einem Praktikanten, sondern nach einer möglichst eigenständig arbeitenden Aushilfe gesucht wird.
Nach etwa 45 Minuten wurde ich dann mit den Worten „Wir werden uns noch mal bei Ihnen melden“ verabschiedet. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir jedoch schon relativ sicher, dass ich den Platz nicht bekommen würde. Enttäuscht machte ich mich auf den Heimweg. Während der Rückfahrt ging mir das Gespräch noch immer durch den Kopf. Im Nachhinein ärgerte ich mich, auf die eine oder andere Frage nicht eine andere Antwort gegeben zu haben. Konnte ich mich selbst doch nicht so gut präsentieren, wie ich erwartet hatte? Vor allem aber hatte ich den Eindruck vermittelt bekommen, ein in der Arbeitswelt nicht wirklich anerkanntes Fach zu studieren. Am darauf folgenden Tag bestätigte sich mein Gefühl: Per E-Mail kam eine Absage der Agentur.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Feb 27, 2018