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Bachelor live

Technische Neuerungen

Ich würde die Uni Marburg definitiv nicht als technischen Vorreiter bezeichnen. Ich weiß zwar nicht genau, wie es im Vergleich dazu bei anderen Universitäten aussieht, aber die technischen Systeme bei uns sind teilweise sehr verbesserungsbedürftig.
In meinen ersten beiden Semestern mussten wir beispielsweise zu jeder Prüfung einen ausgedruckten Modulschein mitbringen, auf den wir unsere Matrikelnummer und die Art der Prüfung eintragen mussten. Dieser wurde vom Prüfer eingesammelt und schließlich die Note darauf eingetragen. Das bedeutet, dass ich nicht einfach online meine Noten einsehen konnte, sondern immer erst den Modulschein im zuständigen Sekretariat abholen musste. Die Modulscheine wurden mittlerweile glücklicherweise abgeschafft und durch ein Onlinesystem ersetzt. Blöd ist aber weiterhin, dass ich die Leistungsübersicht nicht mit meinem Postfach verbinden kann, sodass ich nicht per E-Mail benachrichtigt werde, wenn dort etwas geändert wird. Stattdessen logge ich mich ständig neu ein, um nach neuen Ergebnissen zu sehen. Hinzu kommt, dass es bislang viele verschiedene Plattformen für viele verschiedene Funktionen gab – eine, um das Vorlesungsverzeichnis einzusehen, eine, wenn ich Materialen für die Veranstaltungen nachgesehen habe, und eine weitere, um meine Immatrikulationsbescheinigung auszudrucken.
Da dieses System insgesamt ziemlich nervig und ineffizient war, wurden jetzt einige technische Neuerungen eingeführt. Jemand hat speziell für die Uni Marburg eine Plattform entwickelt, auf der die Studierenden fast alles zentral erledigen können. Es wird wahrscheinlich noch ein bisschen dauern, bis ich das neue System lückenlos verstanden habe, weil es auf dem ersten Blick ziemlich komplex und verwirrend wirkt. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es eine große Verbesserung zum aktuellen Zustand sein wird!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Mar 19, 2018

Bachelor live

Nur das Besondere zählt

Als Teil meines Soziologiemoduls konnten wir uns in diesem Semester einen Lektürekurs aussuchen. Dieser besteht aus einer Vorlesung, einer Übung und einem Seminar, wobei wir uns bei letzten beiden aus mehreren Angeboten eines aussuchen konnten. Ich habe mich für die Übung „Die Gesellschaft der Singularitäten“ entschieden – und wusste damals noch gar nicht, dass es sich dabei um den Titel des neuen Buchs des Soziologen und Kulturwissenschaftlers Andreas Reckwitz handelt, das erst im Oktober 2017 erschienen ist.
Selten habe ich mich beim Lesen einer soziologischen Theorie so ertappt gefühlt. Andreas Reckwitz behauptet, dass unsere Gesellschaft sich zunehmend auf Singularitäten ausrichtet, auf das eigene Profil, auf das Besondere. Insbesondere das Akademikermilieu, das er als neue Mittelklasse bezeichnet, kauft ihm zufolge Fair-Trade-Oberteile, weil diese eine besondere Geschichte mitbringen, geht in der Freizeit auch als Erwachsene Dingen nach, die spielerisch erscheinen –  zum Beispiel Aktivurlaube – und gestaltet das Leben zunehmend ästhetisch.
Je weiter ich mit dem Buch vorankam, desto mehr Beispiele fielen mir aus meinem eigenen Leben ein. Haben wir nicht alle ein T-Shirt, das wir so lieb haben, weil wir es in einem besonderen Urlaub gekauft haben, obwohl es objektiv betrachtet genauso aussieht wie alle anderen T-Shirts? Neben Politikwissenschaft und Soziologie studiere ich Medienwissenschaft und es hätte wohl keine andere Lektüre geben können, die meine Fächer so gut verbindet. Wir streben nach Ästhetik, sei es für ein persönliches Erlebnis oder für eine Webseite, die wir für einen Kunden gestalten.
Zugleich hat es mich fasziniert, wie Andreas Reckwitz durch scharfe Beobachtung aufdeckt, welche Rolle Singularitäten in unserer Gesellschaft spielen. Er zählt Konsequenzen für verschiedene Aspekte des Lebens auf – sei es eine bestimmte Gesellschaftsstruktur, die heutige Gestaltung von Reisen oder die Bedeutung der Singularität für Arbeitnehmer. Soziologie ist mitunter etwas eigen, die Texte scheinen etwa wie in einer eigenen Sprache formuliert zu sein. Doch die Soziologie schafft es, unser Alltagsverständnis von Gesellschaft tiefgehend zu hinterfragen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Mar 16, 2018

Bachelor live

Endlich erfolgreich!

Mein zweites Vorstellungsgespräch lief deutlich besser als das erste. Ich sprach wieder mit zwei Frauen aus der entsprechenden Abteilung und es dauerte etwa genauso lang wie das andere. Im Gegensatz dazu verlief es aber viel entspannter und ich hatte diesmal den Eindruck, dass tatsächlich eine Praktikantin und keine günstige Arbeitskraft gesucht wird.
Ich sollte mich zunächst vorstellen und etwas über meine bisherigen Erfahrungen und meine Erwartungen an das Praktikum erzählen. Danach gab mir eine der beiden Frauen ausführliche Informationen über die Agentur und die verschiedenen Aufgaben, die in ihrer Abteilung anfallen. Das Gespräch drehte sich nicht so sehr darum, was ich alles schon kann und wie ich mich hilfreich in der Agentur einbringen könnte, sondern darum, was die Agentur mir als Praktikantin an praktischen Erfahrungen mit auf den Weg geben kann. Ich erfuhr, in welche Bereiche ich Einblick bekommen könnte, welche Aufgaben ich nach einer ersten Einweisung übernehmen und bei welcher Art von Meetings ich teilnehmen dürfte. Der bisherige Mangel an praktischen Erfahrungen in meinem Lebenslauf, der bei meinem ersten Vorstellungsgespräch so viel Raum einnahm, wurde diesmal kaum erwähnt. Vielmehr wurde ich zum Praktikum ermutigt. Eine der beiden versicherte mir sogar, es wären schon oft Praktikanten bei ihnen gewesen, die wenig Erfahrung nachweisen konnten. Im Endeffekt hätten diese aber oft ein ergiebigeres Praktikum absolviert als Praktikanten, die bereits Erfahrung gesammelt hatten. Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt und konnte mit einem guten Bauchgefühl nach Hause fahren.
Und dieses Gefühl hat mich nicht getäuscht: Einen Tag später bekam ich einen Anruf und das Angebot, im Sommer mein dreimonatiges Praktikum im Bereich Corporate Communication zu absolvieren. Ich nahm an und freue mich schon jetzt darauf.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Mar 15, 2018
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Mar 15, 2018