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Bachelor live

Spontane Auszeit und frischer Wind?

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende nach langer Pausenzeit mal wieder an einem Radio-Workshop teilnehmen. Das ist auch der Grund, warum ich gerade im ICE nach Braunschweig sitze. Theoretisch hätte ich ab Montag wieder brav in der Heidelberger Uni-Bibliothek sitzen und mehr oder weniger fröhlich an meiner Hausarbeit werkeln müssen.
Ein unerwarteter Anruf aus Berlin hat diese Planung aber erst mal auf Eis gelegt: Ich werde nun die nächste Woche komplett in Berlin verbringen, da ich ab Sonntag im Büro aushelfen soll. Am Donnerstag und Freitag werde ich daher in der Berliner Universitätsbibliothek arbeiten und am Freitagabend geht es weiter mit dem nächsten Radio-Wochenende.
Als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte, die gesamte Woche in meiner absoluten Lieblingsstadt zu verbringen, fiel mir die Entscheidung sehr leicht. Jetzt habe ich statt eines kleinen Koffers einen viel zu großen dabei und kann es kaum erwarten, endlich wieder Berliner Luft zu schnuppern, einige neue tolle Restaurants zu besuchen und wieder in der Anonymität der Großstadt zu versinken.
Ein ganz anderer, positiver Effekt dabei ist, dass ich in der Bibliothek der Humboldt-Universität andere Literatur zu meinem Hausarbeitsthema finden werde und so vielleicht zusätzliche, zündende Ideen bekomme. Ein weiterer förderlicher Punkt ist, dass ich in der Praktikantenwohnung kein WLAN habe und mich zwangsläufig abends mit meiner Arbeit auseinandersetzen muss. Für mich fühlt sich diese Woche wie ein Segen an, da ich mich in den vergangenen Tagen in Heidelberg ziemlich gequält habe. Die Heidelberger Uni-Bib ist zu sehr mit unangenehmen Prüfungsphasen verknüpft und, dorthin zu gehen, kostet mich jedes Mal Überwindung. Ich freue mich also auf eine produktive Woche in Berlin!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Mar 21, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Mar 21, 2018

Bachelor live

Technische Neuerungen

Ich würde die Uni Marburg definitiv nicht als technischen Vorreiter bezeichnen. Ich weiß zwar nicht genau, wie es im Vergleich dazu bei anderen Universitäten aussieht, aber die technischen Systeme bei uns sind teilweise sehr verbesserungsbedürftig.
In meinen ersten beiden Semestern mussten wir beispielsweise zu jeder Prüfung einen ausgedruckten Modulschein mitbringen, auf den wir unsere Matrikelnummer und die Art der Prüfung eintragen mussten. Dieser wurde vom Prüfer eingesammelt und schließlich die Note darauf eingetragen. Das bedeutet, dass ich nicht einfach online meine Noten einsehen konnte, sondern immer erst den Modulschein im zuständigen Sekretariat abholen musste. Die Modulscheine wurden mittlerweile glücklicherweise abgeschafft und durch ein Onlinesystem ersetzt. Blöd ist aber weiterhin, dass ich die Leistungsübersicht nicht mit meinem Postfach verbinden kann, sodass ich nicht per E-Mail benachrichtigt werde, wenn dort etwas geändert wird. Stattdessen logge ich mich ständig neu ein, um nach neuen Ergebnissen zu sehen. Hinzu kommt, dass es bislang viele verschiedene Plattformen für viele verschiedene Funktionen gab – eine, um das Vorlesungsverzeichnis einzusehen, eine, wenn ich Materialen für die Veranstaltungen nachgesehen habe, und eine weitere, um meine Immatrikulationsbescheinigung auszudrucken.
Da dieses System insgesamt ziemlich nervig und ineffizient war, wurden jetzt einige technische Neuerungen eingeführt. Jemand hat speziell für die Uni Marburg eine Plattform entwickelt, auf der die Studierenden fast alles zentral erledigen können. Es wird wahrscheinlich noch ein bisschen dauern, bis ich das neue System lückenlos verstanden habe, weil es auf dem ersten Blick ziemlich komplex und verwirrend wirkt. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es eine große Verbesserung zum aktuellen Zustand sein wird!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Mar 19, 2018

Bachelor live

Nur das Besondere zählt

Als Teil meines Soziologiemoduls konnten wir uns in diesem Semester einen Lektürekurs aussuchen. Dieser besteht aus einer Vorlesung, einer Übung und einem Seminar, wobei wir uns bei letzten beiden aus mehreren Angeboten eines aussuchen konnten. Ich habe mich für die Übung „Die Gesellschaft der Singularitäten“ entschieden – und wusste damals noch gar nicht, dass es sich dabei um den Titel des neuen Buchs des Soziologen und Kulturwissenschaftlers Andreas Reckwitz handelt, das erst im Oktober 2017 erschienen ist.
Selten habe ich mich beim Lesen einer soziologischen Theorie so ertappt gefühlt. Andreas Reckwitz behauptet, dass unsere Gesellschaft sich zunehmend auf Singularitäten ausrichtet, auf das eigene Profil, auf das Besondere. Insbesondere das Akademikermilieu, das er als neue Mittelklasse bezeichnet, kauft ihm zufolge Fair-Trade-Oberteile, weil diese eine besondere Geschichte mitbringen, geht in der Freizeit auch als Erwachsene Dingen nach, die spielerisch erscheinen –  zum Beispiel Aktivurlaube – und gestaltet das Leben zunehmend ästhetisch.
Je weiter ich mit dem Buch vorankam, desto mehr Beispiele fielen mir aus meinem eigenen Leben ein. Haben wir nicht alle ein T-Shirt, das wir so lieb haben, weil wir es in einem besonderen Urlaub gekauft haben, obwohl es objektiv betrachtet genauso aussieht wie alle anderen T-Shirts? Neben Politikwissenschaft und Soziologie studiere ich Medienwissenschaft und es hätte wohl keine andere Lektüre geben können, die meine Fächer so gut verbindet. Wir streben nach Ästhetik, sei es für ein persönliches Erlebnis oder für eine Webseite, die wir für einen Kunden gestalten.
Zugleich hat es mich fasziniert, wie Andreas Reckwitz durch scharfe Beobachtung aufdeckt, welche Rolle Singularitäten in unserer Gesellschaft spielen. Er zählt Konsequenzen für verschiedene Aspekte des Lebens auf – sei es eine bestimmte Gesellschaftsstruktur, die heutige Gestaltung von Reisen oder die Bedeutung der Singularität für Arbeitnehmer. Soziologie ist mitunter etwas eigen, die Texte scheinen etwa wie in einer eigenen Sprache formuliert zu sein. Doch die Soziologie schafft es, unser Alltagsverständnis von Gesellschaft tiefgehend zu hinterfragen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Mar 16, 2018