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Bachelor live

Auf Sparkurs

Bisher musste ich mir keine großen Sorgen machen, am Ende eines Monats eventuell ins finanzielle Minus zu geraten. Dank der Unterstützung meiner Eltern und insbesondere dank meines Nebenjobs im Café kam immer gut über die Runden. Zumindest reichte mein monatliches Budget für den einen oder anderen Kino- oder Restaurantbesuch mit Freunden oder auch mal ein Paar neue Schuhe. Auch beim Lebensmittelkauf habe ich mir angewöhnt, nicht immer das günstigste zu kaufen, sondern auch auf Inhaltsstoffe beziehungsweise Bioqualität zu achten, da mir das wichtig ist. Bei größeren, unvorhergesehenen Ausgaben konnte es zwar schon mal knapp werden, aber brenzlig wurde es nie.
Diese Zeiten sind jetzt leider vorbei. Das Café, in dem ich arbeite, macht ausgerechnet in meinen Semesterferien einige Wochen Betriebsferien und öffnet just an dem Tag wieder, an dem ich mein Praktikum anfange. Ich werde somit keine Zeit haben, dort zu arbeiten. Da mein Praktikum leider nicht bezahlt wird, fällt ein großer Teil meines gewohnten monatlichen Einkommens weg.
Deshalb werde ich erst einmal auf einige Dinge verzichten müssen, an die ich mich schon gewöhnt habe. Beispielsweise muss ich den geplanten Ausflug in einen Freizeitpark oder Konzertbesuche auf Eis legen. Und auch im Supermarkt werde ich vermehrt auf die günstigeren Varianten zurückgreifen müssen.
Natürlich ist das alles nur halb so wild. In meinem ersten Semester habe ich nebenher auch nicht gejobbt und kam trotzdem gut klar. Allerdings fällt es schwer, den Lebensstandard herunterschrauben zu müssen. Nach meinem Praktikum werde ich mir für das nächste Semester wieder einen Nebenjob suchen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jul 12, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jul 12, 2018

Bachelor live

Wie analysiere ich eine Fernsehserie?

Ich muss gestehen: Fernsehen- und Filmwissenschaft gehört nicht unbedingt zu meinen liebsten Modulen meines Studiums. Filme habe ich nie besonders gerne gesehen, weil ich so lange kaum still sitzen, geschweige denn mich auf die Handlung konzentrieren kann. Kino finde ich zwar cool, ein Hobby ist es für mich aber auch nie geworden.
Wenn wir in der Uni darüber sprechen, wie sich der Medienkonsum verändert, muss ich oft an meine eigenen Gewohnheiten denken: Seitdem es nämlich möglich ist, legal zu „streamen“, also über ein bezahltes Abonnent Filme und Serien über das Internet zu schauen, bin auch ich nicht mehr gefeit vor „Bingen“ – dem Anschauen ganzer Serienstaffeln, ohne dabei eine Pause einzulegen. In meiner Schulzeit konnte ich meist nicht mitreden, wenn die anderen sich über „Gossip Girl“, „Pretty Little Liars“ und „Big Bang Theory“ unterhielten. Mittlerweile kenne ich mit Serien aber ganz gut aus.
An der Uni habe ich bis zu diesem Semester trotzdem kaum über Serien gesprochen, da Filme meist eine größere Rolle spielten. Eines der Seminare, das ich in diesem Semester besuche, nennt sich zum Beispiel „Blindness in film“. Es geht aber nicht nur darum zu analysieren, wie Menschen mit Sehbehinderung in Filmen dargestellt werden, sondern auch darum, wie der Film unser Sehen manipuliert.
Weil ich die Darstellung von Menschen mit Sehbehinderung aber viel spannender zu analysieren fand, wählte ich die Serie „Pretty Little Liars“ für meine Hausarbeit. Mein Fokus lag auf der Figur Jenna, die nach einem schiefgelaufenen Streich erblindet ist. Ist es nicht seltsam, über eine Serie, die man privat schaut, eine wissenschaftliche Hausarbeit zu schreiben? Doch ich muss sagen, ich finde es auch sehr spannend!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 5, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jul 5, 2018

Bachelor live

Im Katastrophenmodus

Nach zwei Wochen voller Panik – einer Woche blanker Panik und einer mit Bulimie-Lernen und vielen Flüchen – stand heute die Nachklausur in Methodik für mein Nebenfach an. Das war die erste Klausur meines gesamten Studiums gewesen, die ich nicht bestanden hatte. Kann passieren, wenn man sich einredet, dass vier Psychologie-Prüfungen trotz Grippe absolut machbar sind. War es jedoch leider nicht und ich erfuhr im März, dass ich die Klausur werde wiederholen müssen. Weil es sich um eine Pflichtklausur handelt, musste ich nun einen Erfolg verbuchen.
Wie es bei mir immer der Fall ist, habe ich die Klausur ganz hinten in meinem Kopf verstaut, wo sie nicht auffiel. Auch als der Termin näher rückte, blieb ich gelassen, schließlich hatte ich den Stoff ja schon mal gelernt und irgendwas war doch bestimmt hängen geblieben – Pustekuchen, ich konnte einfach gar nichts mehr!
Trotzdem konnte ich mich erst eine Woche vor der Klausur zum Lernen aufraffen. Die ersten vier Tage war ich mit dem Zusammenfassen und Komprimieren des Stoffs beschäftigt. Die letzten drei Tage bombte ich dann jede Ecke meines Gehirns mit methodischen Fachbegriffen, Mittelwerten und Co. voll. Mein Hauptproblem ist, dass mein Kopf innerhalb kürzester Zeit viele Informationen aufnehmen kann, sie dann aber nur kurzfristig behält – weder sinnvoll noch ermutigend. So saß ich mit großen, angsterfüllten Augen vor dem Prüfungszimmer und machte mir Gedanken über eine drohende Exmatrikulation – wenn ich in den Katastrophenmodus verfalle, dann aber richtig.
Am Ende ist alles gut gegangen und ich habe bestanden! Das Glücksgefühl umhüllt mich noch immer. Und ich habe meine Lektion gelernt: Ab jetzt möchte ich nicht mehr auf den letzten Drücker und hektisch, sondern rechtzeitig und sinnvoll lernen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jul 4, 2018