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Bachelor live

Sommerzeit

Sonnenschein, warmes Wetter, Zitroneneis und der Duft von Sonnencreme in der Luft – es ist offiziell Sommer und alles fühlt sich besser, einfacher und leichter an. Mein Sommer in Frankfurt plätschert vor sich hin und ich zähle die Tage bis zu meinem Auslandsaufenthalt. Es sind nur noch wenige Wochen bis mein Traum endlich in Erfüllung geht! Am 26. August werde ich losfliegen und Korea entdecken.
Neben dem Visa-Paket habe ich jetzt auch das Handbuch, die Info-Blätter und die Eckdaten meiner Gast-Uni erhalten. Die einzigen noch zu erledigenden Dinge sind medizinische Kontrollen, die Kurs-Belegung und die Wohnheims-Bewerbung. Während meiner verbleibenden Zeit in Deutschland stehen noch eine Klausur und die Auflösung meiner Heidelberger Wohnung an. Momentan schaue ich in heller Vorfreude viele Videos über Korea, die dortige Street-Food-Szene und das Uni-Leben an, um einen ersten Einblick zu bekommen, was auf mich zukommt.
Auch hat sich eine persönliche Änderung ergeben, denn ich werde wider Erwarten als Single nach Seoul gehen: Mein Freund und ich haben uns vor einigen Wochen getrennt. Leider haben wir es doch nicht geschafft, eine Beziehung zwischen Tür und Angel, zwischen so vielen Ereignissen und Plänen aufrechtzuerhalten. Schon seit meiner Bewerbung für das Auslandssemester war klar, dass ich weggehen würde. Dass zuhause kein Freund mehr auf mich warten wird, musste ich erst einmal verarbeiten. Denn natürlich ist es schön, eine Bezugsperson zu haben, die Sicherheit und Kontinuität vermittelt, wenn man sich plötzlich an einem anderen Ort mit anderen Umständen wiederfindet. Das fällt für mich nun erstmal weg aber im Umkehrschluss gewinne ich dafür Freiheiten: Ich muss mich nicht melden, muss niemanden vermissen und kann mich von Erwartungen lösen. Es wird anders als gedacht, aber anders bedeutet nicht schlecht. Ich bin bereit für die Herausforderung und egal was kommt – am Ende wird es sicher gut.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  12.07.2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
12.07.2018

Bachelor live

Auf Sparkurs

Bisher musste ich mir keine großen Sorgen machen, am Ende eines Monats eventuell ins finanzielle Minus zu geraten. Dank der Unterstützung meiner Eltern und insbesondere dank meines Nebenjobs im Café kam immer gut über die Runden. Zumindest reichte mein monatliches Budget für den einen oder anderen Kino- oder Restaurantbesuch mit Freunden oder auch mal ein Paar neue Schuhe. Auch beim Lebensmittelkauf habe ich mir angewöhnt, nicht immer das günstigste zu kaufen, sondern auch auf Inhaltsstoffe beziehungsweise Bioqualität zu achten, da mir das wichtig ist. Bei größeren, unvorhergesehenen Ausgaben konnte es zwar schon mal knapp werden, aber brenzlig wurde es nie.
Diese Zeiten sind jetzt leider vorbei. Das Café, in dem ich arbeite, macht ausgerechnet in meinen Semesterferien einige Wochen Betriebsferien und öffnet just an dem Tag wieder, an dem ich mein Praktikum anfange. Ich werde somit keine Zeit haben, dort zu arbeiten. Da mein Praktikum leider nicht bezahlt wird, fällt ein großer Teil meines gewohnten monatlichen Einkommens weg.
Deshalb werde ich erst einmal auf einige Dinge verzichten müssen, an die ich mich schon gewöhnt habe. Beispielsweise muss ich den geplanten Ausflug in einen Freizeitpark oder Konzertbesuche auf Eis legen. Und auch im Supermarkt werde ich vermehrt auf die günstigeren Varianten zurückgreifen müssen.
Natürlich ist das alles nur halb so wild. In meinem ersten Semester habe ich nebenher auch nicht gejobbt und kam trotzdem gut klar. Allerdings fällt es schwer, den Lebensstandard herunterschrauben zu müssen. Nach meinem Praktikum werde ich mir für das nächste Semester wieder einen Nebenjob suchen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  12.07.2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
12.07.2018

Bachelor live

Wie analysiere ich eine Fernsehserie?

Ich muss gestehen: Fernsehen- und Filmwissenschaft gehört nicht unbedingt zu meinen liebsten Modulen meines Studiums. Filme habe ich nie besonders gerne gesehen, weil ich so lange kaum still sitzen, geschweige denn mich auf die Handlung konzentrieren kann. Kino finde ich zwar cool, ein Hobby ist es für mich aber auch nie geworden.
Wenn wir in der Uni darüber sprechen, wie sich der Medienkonsum verändert, muss ich oft an meine eigenen Gewohnheiten denken: Seitdem es nämlich möglich ist, legal zu „streamen“, also über ein bezahltes Abonnent Filme und Serien über das Internet zu schauen, bin auch ich nicht mehr gefeit vor „Bingen“ – dem Anschauen ganzer Serienstaffeln, ohne dabei eine Pause einzulegen. In meiner Schulzeit konnte ich meist nicht mitreden, wenn die anderen sich über „Gossip Girl“, „Pretty Little Liars“ und „Big Bang Theory“ unterhielten. Mittlerweile kenne ich mit Serien aber ganz gut aus.
An der Uni habe ich bis zu diesem Semester trotzdem kaum über Serien gesprochen, da Filme meist eine größere Rolle spielten. Eines der Seminare, das ich in diesem Semester besuche, nennt sich zum Beispiel „Blindness in film“. Es geht aber nicht nur darum zu analysieren, wie Menschen mit Sehbehinderung in Filmen dargestellt werden, sondern auch darum, wie der Film unser Sehen manipuliert.
Weil ich die Darstellung von Menschen mit Sehbehinderung aber viel spannender zu analysieren fand, wählte ich die Serie „Pretty Little Liars“ für meine Hausarbeit. Mein Fokus lag auf der Figur Jenna, die nach einem schiefgelaufenen Streich erblindet ist. Ist es nicht seltsam, über eine Serie, die man privat schaut, eine wissenschaftliche Hausarbeit zu schreiben? Doch ich muss sagen, ich finde es auch sehr spannend!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  05.07.2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
05.07.2018