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Bachelor live

Ist ein Bachelor genug?

Wenn alles nach Plan läuft, schreibe ich in knapp einem Jahr schon an meiner Bachelorarbeit und beende nächsten Sommer mein Studium. Aus diesem Grund schwirrt mir die alles entscheidende Frage momentan durch den Kopf: Was kommt danach?
Die naheliegende Antwort wäre wohl ein Masterstudium. Allerdings möchte ich mich auch über andere Optionen informieren. Kürzlich besuchte ich daher einen Vortrag an der Uni, der darüber informierte, wann ein Master überhaupt Sinn macht. Offensichtlich ist, dass ein Master ein höherer Bildungsabschluss ist und die Aufstiegschancen im Beruf verbessern kann. Außerdem könnte ich mich mit einem Master spezialisieren, denn mein sozialwissenschaftliches Studium ist relativ breit aufgestellt. Falls ich mich für einen Master entscheide, müsste ich einige Fragen klären: In welche Richtung soll ich gehen? Möchte ich in Marburg bleiben, zurück Richtung Heimat oder noch einmal in eine komplett neue Stadt? Oder wäre eine ausländische Uni auch eine Option?
Andererseits läuft ein Masterstudium nicht davon und kann auch noch mit ein paar Jahren Berufserfahrung absolviert werden. Nach meinem sehr theoretischen Studium hätte ich nichts dagegen, endlich praktisch tätig zu werden und dabei herauszufinden, ob mich ein Master überhaupt weiter bringen würde. Außerdem könnte ich Geld verdienen, während ein weiteres Studium neue Kosten bedeuten würde. Allerdings ist es wahrscheinlich gar nicht so einfach, direkt einen passenden Job zu finden. Stattdessen könnte ich vielleicht erst einmal Praktika absolvieren. Oder vielleicht sogar eine Berufsausbildung machen und mich so praktisch spezialisieren.
Wie ihr seht, sind noch viele Fragen offen, die der Vortrag für mich natürlich auch nicht klären konnte. Dafür weiß ich jetzt, worüber ich mir genau Gedanken machen muss und welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Optionen haben. Zum Glück habe ich noch knapp ein Jahr Zeit, um diese Entscheidungen zu treffen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jul 25, 2018

Bachelor live

Nur noch zwei Monate in Deutschland

Spätestens nach dem Fußballspiel zwischen Südkorea und Deutschland ist das kleine Südkorea in aller Munde. Wer hätte gedacht, dass der Fußballgigant Deutschland von dem unbekannten koreanischen Fußballteam besiegt werden würde? Nur noch zwei Monate, dann bin ich endlich dort! Nach fünf Jahren der Abwesenheit bin ich bereit und erfreut, wieder in dieses Land voller fremder Düfte und Geräusche einzutauchen. Die Bewerbung für ein Zimmer im Wohnheim ist verschickt. Es fehlt nur noch der obligatorische Tuberkolosetest, bevor ich ins Flugzeug steigen und losfliegen kann. Ich erwarte so vieles von meinem Auslandssemester: Antworten auf tiefgehende persönliche Fragen, Spaß, Aufregung und vor allen Dingen neue Perspektiven. Laut einem koreanischen Sprichwort wird die eigene Schüssel Reis größer, je mehr man von der Welt gesehen hat, und nebenbei lernt man neue Leute kennen, mit denen man sich diese Schüssel Reis teilen kann – ein schöner Gedanke, oder?
Die meisten organisatorischen Fragen sind nun geklärt – mein Visum etwa ist beantragt – und langsam nimmt mein Auslandsaufenthalt Formen an. Klassischerweise habe ich den Fettnäpfchenführer Korea durchgelesen und eine lange Liste mit Dingen geschrieben, die ich alle erleben will.
Neben dem großen Thema Auslandssemester stehen für mich derzeit auch Klausuren an. Dieses Semester schreibe ich meine allerallerallerletze Klausur überhaupt, dann bin ich offiziell prüfungsfrei. Für die Klausur in Arbeits- und Organisationspsychologie werde ich sehr viel Stoff auswendig lernen müssen, doch nach der letzten Prüfungsphase mit vier Klausuren kann mich nur noch wenig schocken. Momentan genieße ich daher erst mal das sonnige Wetter in Frankfurt und lasse es mir gut gehen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jul 20, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jul 20, 2018

Bachelor live

Rasende Reporter aus aller Welt

Vor einigen Monaten bin ich zufällig auf eine Ausschreibung des British Council gestoßen, das jedes Jahr rund 100 Nachwuchsjournalisten aus der ganzen Welt für eine zweitägige Konferenz auswählt. Mir blieb nicht viel Zeit bis zum Bewerbungsschluss, deshalb habe ich einfach eine Reportage, die ich zuvor bereits veröffentlicht hatte, ins Englische übersetzt und eingesandt. Als ich die Zusage bekommen habe, konnte ich mein Glück kaum fassen!
Die Konferenz „Future News Worldwide“ findet jedes Jahr in Edinburgh statt – diesmal im schottischen Parlament. 100 Nachwuchsjournalisten aus mehr als 50 Ländern trafen sich dort. Wir alle haben in unseren Ländern so verschiedene Erfahrungen mit Medien gemacht und haben es mit völlig unterschiedlichen Medienlandschaften zu tun.
Auch ging es für jeden um andere Herausforderungen: Für mich stellt sich zum Beispiel die Frage, wie Onlinejournalismus rentabel gemacht werden kann und welche Risiken und Chancen soziale Netzwerke im Journalismus bieten. Andere, in deren Heimatländern Facebook eine noch größere Rolle spielt als bei uns, wollten eher lernen, wie sie die Plattform zur Verbreitung ihrer Texte nutzen können. Und wieder andere löcherten die Leiterin einer Organisation, die Journalisten juristische Unterstützung in Ländern bietet, in denen die Pressefreiheit nicht gewährleistet ist.
Dadurch, dass wir alle bei denselben Vorträgen und Workshops waren, konnte sich jeder mit Fragen beschäftigen, die man sich vielleicht noch nicht selbst gestellt hatte, die jedoch global eine Rolle spielen. Mich hat zum Beispiel sehr beschäftigt, dass die gelebte Pressefreiheit der deutschen Medienlandschaft für viele Menschen auf der Welt ein unerreichbarer Luxus ist.

Doch trotz aller Unterschiede hatte ich gleich am ersten Abend das Gefühl, dass uns Nachwuchsjournalisten aus aller Welt etwas verbindet: Wir interessieren uns alle für Geschichten und vor allem für jene, die noch nicht erzählt wurden

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 18, 2018