Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Bachelor live

Eine Frau auf der Baustelle - Teil 1

Für das Architekturstudium, das ich nächsten Monat anfangen werde, muss ich bis zum dritten Semester insgesamt zwölf Wochen Praktikum auf einer Baustelle absolvieren. Da ich im Frühjahr diesen Jahres ein Praktikum in einer Fertighausfirma gemacht und dabei auch manchmal in der Produktion gearbeitet habe, konnte ich das bereits fürs Studium anerkennen lassen, ein paar Wochen fehlen mir aber noch.
Daher habe ich bei einem Bauunternehmen in meinem Dorf angefragt und direkt eine Zusage bekommen, jedoch mit der etwas zögerlich gestellten Frage, ob ich als Frau wirklich mit auf die Baustelle wolle.
Als ich aus meinem Familienurlaub kam, in dem ich so lange schlief, wie ich wollte, fiel es mir schwer, auf einmal jeden Morgen um 5.30 Uhr aufzustehen und erst abends gegen 17 Uhr nach Hause zu kommen. Am Anfang der ersten Woche wurde ich einem Arbeiter zugeteilt, den ich in den nächsten Wochen begleiten sollte. Immer wieder hörte ich Sätze wie: „Ich hab‘ ja vieles gesehen, aber eine Frau auf der Baustelle war nie dabei.“
In den ersten Tagen merkte ich ziemlich schnell, dass der Alltag auf der Baustelle sehr vielfältig ist, eines hatte aber ich jeden Tag: Muskelkater. Obwohl ich nach Feierabend immer sehr erschöpft war, gefiel mir das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2018
Autor: Pia
Rubrik: studium
Aug 29, 2018

Bachelor live

Warum reisen wir so gerne?

Vor Kurzem habe ich eine Studie gelesen, der zufolge gerade diejenigen, die sich besonders umweltbewusst geben – sich etwa vegan ernähren, Fairtrade-Kaffee trinken und ihre Kleidung im Second-Hand-Laden kaufen – Vielflieger sind und damit unserer Erde sehr schaden. Was zuerst widersprüchlich klingt, leuchtet mir eigentlich ein: Wer weltoffen ist, reist auch gerne.
Ich musste an die Zeit zurückdenken, in der ich nach dem Abitur einen Freiwilligendienst in Spanien gemacht hatte: Geflogen sind wir damals zwar nicht, dafür aber viel mit dem Fernbus gefahren. Damals habe ich mich manchmal gefragt, ob es nicht besser wäre, wenn ich öfter in Madrid bleiben und meinen Alltag dort genießen würde.
Seitdem ich in Deutschland studiere, bin ich nicht mehr so viel unterwegs Ich war für einige Seminare in Berlin und zweimal im Urlaub an der Nordsee. Fernbus bin ich innerhalb von Deutschland noch nie gefahren. In Bonn habe ich den Vorteil, dass wir recht schnell in den Niederlanden und in Belgien sind, was ich auch ausnutze, aber trotzdem finde ich es schade, dass ich nicht mehr so viel reise. Es muss ja nicht immer ein Flug sein.
Dabei ist das Thema Reisen überall präsent. Man kann kaum im Internet surfen, ohne dass unzählige Werbungen von Reisebüros, Work & Travel-Angeboten und Fluggesellschaften angezeigt werden - oft mit Schlagwörtern wie Freiheit und Weltoffenheit. Dabei kann man auch weltoffen sein, ohne zu verreisen. Aber warum reisen wir so viel? Möchten wir wirklich einfach nur die Welt entdecken? Oder schaffen wir es nicht, zuhause mal auszuspannen und den Moment zu genießen, sodass wir dafür an einen anderen Ort müssen? Eigentlich doch schade.

 

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Aug 27, 2018

Bachelor live

Kurz vorm Abflug

Nur noch wenige Tage müssen verstreichen, bis ich im Flugzeug nach Seoul sitze. Ich kann es kaum erwarten, endlich mit gepackten Koffern zum Flughafen zu fahren und mein persönliches Abenteuer namens Auslandssemester zu beginnen. Wenn mir in letzter Zeit das Studium zu viel wurde, habe ich immer an mein Auslandssemester gedacht. Jetzt liegt es vor mir, es ist alles geklärt und organisiert und ich bin mehr als bereit.
Ich erwarte mir von meinem Auslandssemester nicht, alle Antworten auf meine Lebensfragen zu finden oder meine Zukunft in Stein zu meißeln. Ich erwarte auch nicht, dass es die beste Zeit meines Lebens wird. Ich erwarte Erfahrungen. Momente der Ehrfurcht und der Dankbarkeit, Momente der Schönheit und Momente, die mir Selbstsicherheit geben.
Das Auslandssemester in Seoul ist für mich mehr als ein Erasmussemester. Es ist für mich die Chance, das Heimatland meiner Eltern zu erkunden. Es ist meine Chance, mit meiner Familie väterlicherseits eine Beziehung aufzubauen. Ich habe in den drei Monaten in Frankfurt immer wieder das Gefühl gehabt, dass es hier gerade für mich nichts zu holen gibt. Weder menschlich noch emotional war ich in der Lage, Fortschritte zu einem offeneren, glücklicheren und zufriedeneren Menschen zu machen. Das wird sich ändern, weil ich bereit bin, mich zu ändern und wieder tatkräftiger ins Leben zu schreiten und nicht mehr so streng mit mir zu sein. Ich bin jetzt 21 und sehe immer wieder Menschen in meinem Alter, die schon viel mehr erreicht haben. Da frage ich mich, was ich schon erreicht habe. Aber langsam sehe ich jede Erfahrung, jede Enttäuschung, jede Absage als Lektion – und diese habe ich lieber jetzt als in zehn Jahren.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2018