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Bachelor live

Warum reisen wir so gerne?

Vor Kurzem habe ich eine Studie gelesen, der zufolge gerade diejenigen, die sich besonders umweltbewusst geben – sich etwa vegan ernähren, Fairtrade-Kaffee trinken und ihre Kleidung im Second-Hand-Laden kaufen – Vielflieger sind und damit unserer Erde sehr schaden. Was zuerst widersprüchlich klingt, leuchtet mir eigentlich ein: Wer weltoffen ist, reist auch gerne.
Ich musste an die Zeit zurückdenken, in der ich nach dem Abitur einen Freiwilligendienst in Spanien gemacht hatte: Geflogen sind wir damals zwar nicht, dafür aber viel mit dem Fernbus gefahren. Damals habe ich mich manchmal gefragt, ob es nicht besser wäre, wenn ich öfter in Madrid bleiben und meinen Alltag dort genießen würde.
Seitdem ich in Deutschland studiere, bin ich nicht mehr so viel unterwegs Ich war für einige Seminare in Berlin und zweimal im Urlaub an der Nordsee. Fernbus bin ich innerhalb von Deutschland noch nie gefahren. In Bonn habe ich den Vorteil, dass wir recht schnell in den Niederlanden und in Belgien sind, was ich auch ausnutze, aber trotzdem finde ich es schade, dass ich nicht mehr so viel reise. Es muss ja nicht immer ein Flug sein.
Dabei ist das Thema Reisen überall präsent. Man kann kaum im Internet surfen, ohne dass unzählige Werbungen von Reisebüros, Work & Travel-Angeboten und Fluggesellschaften angezeigt werden - oft mit Schlagwörtern wie Freiheit und Weltoffenheit. Dabei kann man auch weltoffen sein, ohne zu verreisen. Aber warum reisen wir so viel? Möchten wir wirklich einfach nur die Welt entdecken? Oder schaffen wir es nicht, zuhause mal auszuspannen und den Moment zu genießen, sodass wir dafür an einen anderen Ort müssen? Eigentlich doch schade.

 

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Aug 27, 2018

Bachelor live

Kurz vorm Abflug

Nur noch wenige Tage müssen verstreichen, bis ich im Flugzeug nach Seoul sitze. Ich kann es kaum erwarten, endlich mit gepackten Koffern zum Flughafen zu fahren und mein persönliches Abenteuer namens Auslandssemester zu beginnen. Wenn mir in letzter Zeit das Studium zu viel wurde, habe ich immer an mein Auslandssemester gedacht. Jetzt liegt es vor mir, es ist alles geklärt und organisiert und ich bin mehr als bereit.
Ich erwarte mir von meinem Auslandssemester nicht, alle Antworten auf meine Lebensfragen zu finden oder meine Zukunft in Stein zu meißeln. Ich erwarte auch nicht, dass es die beste Zeit meines Lebens wird. Ich erwarte Erfahrungen. Momente der Ehrfurcht und der Dankbarkeit, Momente der Schönheit und Momente, die mir Selbstsicherheit geben.
Das Auslandssemester in Seoul ist für mich mehr als ein Erasmussemester. Es ist für mich die Chance, das Heimatland meiner Eltern zu erkunden. Es ist meine Chance, mit meiner Familie väterlicherseits eine Beziehung aufzubauen. Ich habe in den drei Monaten in Frankfurt immer wieder das Gefühl gehabt, dass es hier gerade für mich nichts zu holen gibt. Weder menschlich noch emotional war ich in der Lage, Fortschritte zu einem offeneren, glücklicheren und zufriedeneren Menschen zu machen. Das wird sich ändern, weil ich bereit bin, mich zu ändern und wieder tatkräftiger ins Leben zu schreiten und nicht mehr so streng mit mir zu sein. Ich bin jetzt 21 und sehe immer wieder Menschen in meinem Alter, die schon viel mehr erreicht haben. Da frage ich mich, was ich schon erreicht habe. Aber langsam sehe ich jede Erfahrung, jede Enttäuschung, jede Absage als Lektion – und diese habe ich lieber jetzt als in zehn Jahren.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2018

Bachelor live

Ich hab' mein Herz an Heidelberg verlor'n

Jüngst führte mich mein Stipendium der Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS) wieder einmal in eine deutsche Studentenstadt, nämlich nach Heidelberg. Bereits bei meinem Aufenthalt vor zwei Jahren verliebte ich mich in diese Perle am Neckar.
Im Rahmen des Stipendiums muss jeder eine Projektarbeit anfertigen, die wir nun beim Forum der GFPS in Heidelberg vorstellten.
Es war überaus spannend, zu erfahren, womit sich die anderen Stipendiaten in ihrem Semester im Ausland beschäftigt hatten. Auch mein Vortrag zur kommunistischen Ideologie in der tschechischen Kinderliteratur kam gut an und es war wieder einmal großartig, ein Seminar mit dieser spannenden Gruppe von Menschen aus Polen, Tschechien, Weißrussland, der Ukraine und Deutschland zu verbringen. Auf dem Forum beschäftigten wir uns außerdem mit dem übergeordneten Thema „Sprache ist Macht“, wozu ein Professor der Politikwissenschaft einen anregenden Vortrag hielt. Zum Glück hatten wir auch Zeit, Heidelberg zu entdecken. So wanderten wir auf dem Philosophenweg, genossen den nächtlichen Blick vom Schloss auf die Stadt, lernten bei einem Running-Dinner die WG’s der einheimischen Studierenden kennen und nahmen an einer Stadtführung teil. Außerdem besuchten wir die großartige Marstallmensa – meiner Meinung nach immer noch die beste Mensa Deutschlands.
Und da ist es dann wieder passiert: das Schloss, die Berge, der Fluss – Ich hab‘ mein Herz nicht nur in Heidelberg verlor’n, wie ein alter Schlager einmal besang; ich hab mein Herz auch an Heidelberg verlor’n.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 22, 2018