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Bachelor live

Der Fischer vom Ammersee

In den letzten zwei Wochen hatten wir ein Seminar, welches als Vorbereitung auf den Dreh unseres Zweitjahresfilms an der HFF München gedacht war. In dem Dreier-Team unseres Films sollten wir einen kurzen Übungsfilm drehen. Da wir vorhatten, etwas über Arbeitsprozesse auf hoher See zu drehen, war das auf den ersten Blick natürlich eine kleine Herausforderung. Aber um München herum gibt es ja viele schöne Seen und so kamen wir darauf, etwas über die Arbeit eines dortigen Fischers zu machen. Ein geeigneter Protagonist war nach ein wenig Internetrecherche schnell gefunden: Simon Rauch – ein Fischer, wie aus dem Bilderbuch mit weißem Rauschebart und urbayerischem Dialekt. Beim ersten Telefonat mit ihm war sofort klar, dass ich als Sachsen-Anhalter nicht das Interview führen würde, da ich kaum ein Wort verstanden habe. Deshalb übernahm die Gesprächsführung der einzige Bayer aus unserem Team.
Wir verabredeten uns mit dem Fischer an einem wunderschön sonnigen Tag. Mit Kamera und Tonangel bewaffnet fuhren wir mit der S-Bahn raus an den Ammersee, wo unser Protagonist bereits sein ganzes Leben lang wohnt und arbeitet.
In seinem Boot nahm er uns mit auf den See. Dort hatte er Netze ausgeworfen, die er in unserem Beisein einholte. In langen und ruhigen Einstellungen beobachteten wir die Arbeit und seine routinierten Handgriffe. Im anschließenden Gespräch erzählte er uns, dass er bereits mit sechs Jahren hart arbeiten musste. Förster oder Schauspieler wäre er geworden, falls es mit der Fischerei nicht geklappt hätte. Heute ist Simon Rauch einer der letzten Berufsfischer auf dem Ammersee, denn die Situation sei prekär. Reine Fischer würde es eigentlich nicht mehr geben. Dazu verdiene man daran zu wenig. Die Handvoll Fische, die er mit uns fing, warf er dann auch zurück ins Wasser. Die Ausfahrt hatte er im Grunde nur für uns und die Kamera gemacht, da gerade keine Fangsaison war. Ein wenig Schauspiel war also trotzdem dabei.
Nach Hause fuhr er dann mit einem BMX-Rad, was ein unglaublich kultiger Anblick war. Nur zwei Stunden waren wir mit ihm auf dem Boot und doch hatte ich das Gefühl, in dieser kurzen Zeit sehr viel von ihm und seiner Geschichte zu erfahren. Das war wirklich eine schöne Erfahrung.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Mar 28, 2019
Autor: Conny
Rubrik: studium
Mar 28, 2019

Bachelor live

Praktikum beim Fernsehen

In den letzten Wochen hatte ich keine Zeit, von meinem Alltag zu berichten, obwohl ich es mir immer wieder vorgenommen hatte. Was war los? Seit vier Wochen mache ich ein Praktikum bei der Fernsehredaktion der Hessenschau des Hessischen Rundfunks und bin total begeistert, aber auch total beschäftigt. Lange Tage sind der Standard und so wirklich durchatmen steht nicht auf dem Programm. Stattdessen recherchiere ich, führe Interviews, organisiere und leite Drehs. Ich sitze im Schnitt und bin direkt an der Produktion der Fernsehbeiträge beteiligt. In anderen Worten: Ich lebe meinen absoluten Traumjob. Schon beim ZDF hatte ich das Gefühl, das Richtige gefunden zu haben und beim HR hat sich dieser Gedanke noch mal verfestigt. Der große Unterschied zwischen meinem jetzigen Praktikum und dem beim ZDF liegt darin, dass ich hier in Frankfurt von Anfang bis Ende beim Entstehen der Beiträge dabei bin. In Berlin habe ich letztes Jahr hauptsächlich Beiträge zugeliefert, das heißt, ich habe für verschiedene ZDF-Studios weltweit Interviews gedreht und diese dann weitergegeben. Dadurch habe ich oft globale Themen bearbeitet und einflussreiche Menschen interviewen können. Hier beim HR mache ich Regionalfernsehen. Statt der Terrorattacken in Neuseeland werden hier Themen wie marode Schulen, der Start der hessischen Abiturprüfungen und Landespolitik abgebildet. Nach vier Wochen Praktikum kann ich sagen, dass der HR ein sehr guter Arbeitgeber ist und, dass auch Regionalfernsehen sehr viel Spaß machen kann. Ich habe gelernt, wie viel spannender ich einen Beitrag über ein augenscheinlich nicht ganz so mitreißendes Thema machen kann, wenn ich meine eigenen Ideen einbringe. Positiv fällt mir außerdem das kollegiale Miteinander auf – egal ob zwischen Chef und Praktikant oder in der Redaktion selber. Leider habe ich nur noch zwei weitere Wochen bei der Hessenschau, bis ich zurück nach Heidelberg muss, um meine Bachelorarbeit zu schreiben. Bis dahin hoffe ich auf weiterhin tolle und spannende Tage!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2019
Autor: Bo
Rubrik: studium
Mar 27, 2019

Bachelor live

Paris

Nach den Prüfungen des ersten Semesters, hatte ich ungefähr eineinhalb Monate frei, bis ich wieder zur Hochschule musste. Diese Zeit wollte ich nutzen und hatte bereits im Dezember mit ein paar Freunden einen Kurzurlaub für Paris gebucht.
Da ich häufig von meiner tollen Zeit als Au-pair in Paris schwärmte, wollte eine Freundin mit mir dort hinfahren. Spontan gesellten sich noch drei weitere Freunde hinzu.
Wir fuhren mit dem Fernbus über Nacht nach Paris. Dort angekommen, kauften wir uns Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Wir sind zwar viel zu Fuß gelaufen, aber ohne die Metro geht in Paris nichts, da die Sehenswürdigkeiten zum Teil recht weit auseinander liegen.
Da ich bereits in Paris gewohnt hatte, fiel es mir leicht, mich in dieser Großstadt zurechtzufinden. Daher spielte ich die Reiseführerin für meine Freunde.
Uns gelang es gut, Sightseeing und Entspannung miteinander zu vereinbaren. Wir setzten uns zum Beispiel auf die Stufen vor der Sacré-Cœur, im Jardin de Tuileries oder am Centre Pompidou und genossen das perfekte Wetter, die Aussicht und den Moment.
Morgens haben wir in der Sonne gefrühstückt – natürlich mit frischem Baguette und Croissants. Tagsüber haben wir zwischendurch einen Kaffee getrunken oder Crêpes gegessen und abends sind wir essen gegangen.
Am Abend zeigte ich meinen Freunden das Pariser Nachtleben. Nachdem wir am Eiffelturm und an der Seine entlang spaziert sind, haben wir uns in eine Piano Bar mit Livemusik gesetzt, die ich bereits kannte. Wir waren ohnehin begeistert von dem Pianisten und dem Sänger, der dann auch noch anfing, sehr beeindruckend Stepptanz zu tanzen. Die gesamte Atmosphäre erinnerte uns ungemein an den Film „La La Land". Zum Abschluss gingen wir noch zum Tanzen in einen Irish Pub. Auf dem Weg zur Unterkunft gingen wir am Notre Dame vorbei und am Quai der Seine entlang. Nach nur wenigen Stunden Schlaf, da wir den nächsten Tag ausnutzen wollten, genossen wir wieder das Wetter und sahen uns Paris an.

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  Mar 25, 2019
Autor: Pia
Rubrik: studium
Mar 25, 2019