Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Freiwilligendienst im Ausland

Von Madrid nach Barcelona

Als ich Madrid verließ, war es früh am Morgen. Ich war mit einem Koffer und zwei Rucksäcken bepackt und konnte kaum glauben, dass mein Jahr hier schon zu Ende sein sollte. Ich wollte jedoch nicht direkt von Madrid nach Deutschland fliegen: Zum einen hatte ich das Gefühl, noch etwas Zeit zu brauchen, um mit all dem abschließen zu können. Zum anderen hatte ich noch ein letztes Reiseziel, das ich in meinem Spanienjahr auf gar keinen Fall verpassen wollte: Barcelona!
In Barcelona wurde mir erst richtig bewusst, dass ich so schnell nicht nach Madrid zurückkehren werde. Das machte mich wirklich traurig. Die Stadt, das Hostel, alles erschien mir am ersten Tag zuerst einmal schrecklich, so sehr hatte ich plötzlich Heimweh nach Madrid. Ich hatte zwar viel darüber nachgedacht, wie es sein würde, wenn der Freiwilligendienst zu Ende geht, wirklich realisiert hatte ich es aber noch nicht . In Barcelona ging es mit dem Realisieren dann plötzlich ganz schnell – und ich fühlte mich elend dabei.
Glücklicherweise ging es mir am nächsten Morgen schon besser. Ich hatte Glück und einige wirklich nette Engländer, Amerikaner und Mexikaner auf meinem Zimmer, mit denen ich auch mal am Morgen Yoga auf der Dachterrasse machen oder abends noch einen Cocktail trinken gehen konnte. Ansonsten gestaltete ich meinen Aufenthalt in Barcelona so entspannt wie möglich. Ohnehin hatte ich in Spanien erst gelernt, wie wunderschön es sein kann, einfach durch die Straßen einer Großstadt zu laufen und sich ein eigenes Bild zu machen!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 14, 2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
Feb 14, 2017

Freiwilligendienst im Ausland

Abschiede und 45 Grad

Madrid, meine Wahlheimat während meines Freiwilligendienstes, kennt in Sachen Wetter nur Extreme: In den Bergen rund um Madrid kann man im Winter gut Ski fahren, im Sommer wird es sehr heiß. Als ich zum ersten Mal mit Freunden eine Nacht in Shorts und T-Shirt draußen verbringen konnte, war ich begeistert – doch die Temperaturen stiegen immer weiter. Mit einer Freundin fuhr ich nach Pardo, einer Gegend ganz in der Nähe, und als wir an der Bushaltestelle ausstiegen, zeigte die Temperaturanzeige 45 Grad an! Für mich begann damit eine Woche mit Nächten, in denen ich kaum noch schlafen konnte, weil unsere Wohnung keine Klimaanlage hatte. Auch tagsüber alles abzudunkeln brachte nichts.
Diese Woche war jedoch nicht einfach nur brütend heiß, es war auch meine letzte Woche in Madrid. Damit standen jede Menge Abschiede an – von den Menschen, mit denen ich das Jahr über zusammen gearbeitet hatte, von neuen Freunden aus Madrid, von den Freiwilligen, die mit mir ihren European Volunteer Service (EVS) machten. Ehrlicherweise ging mir dabei die typisch spanische Art bald auf die Nerven, mit der mir Menschen, von denen ich nicht mal eine Handynummer hatte, gleich anboten, dass ich doch bei ihnen übernachten könnte, wenn ich Madrid einmal besuchen wollte – wie sollte ich denn den Menschen, die ich wirklich lieb gewonnen hatte, sagen, dass sie bei mir in den kommenden Jahren jederzeit willkommen sein würden, wenn das hier mehr als leere Floskel gilt? Dennoch war es ein gelungener Abschied von Madrid – mit viel Freude auf alles Neue, auch der ein oder anderen Träne, aber ganz vielen tollen Erinnerungen!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Feb 10, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Feb 10, 2017

Freiwillgendienst im Ausland

Regenbogenfahnen

In den ersten Wochen in Madrid habe ich mich manchmal gefragt, ob es wohl besser wäre, wenn ich im Zentrum der Großstadt wohnen würde. Zwar habe ich Anbindung an die Metro, aber bis ins Zentrum brauche ich trotzdem knapp 30 Minuten. Dafür fahre ich aber auch nur 30 Minuten bis zur Arbeit, die in entgegengesetzter Richtung vom Zentrum liegt. Die vielen Events in Madrid haben mir aber gezeigt, wie gut es sein kann, etwas außerhalb der Stadt zu wohnen. Ein Event, auf das wir Europäischen Freiwilligen uns schon seit langem freuten, war die Madrid Orgullo, die spanische Version der Gay-Pride-Parade. Schon einige Tage zuvor bekam man jede Menge von dem Event mit, das in Madrid groß gefeiert wird: Die Fast-Food-Restaurants hatten beispielsweise die typischen Regenbogenfahnen aufgehängt und auch einige Metrostationen wurden in den Farben gestrichen. Und natürlich füllte sich die gesamte Stadt mehr und mehr mit Menschen, die die Regenbogenfahne bei sich trugen – ein wirklich tolles und kunterbuntes Spektakel!
Am Festtag standen wir also am Bahnhof von Atocha am Straßenrand und erfreuten uns an der Parade, die durch die Straße zog. Als wir am Abend jedoch hungrig wurden, war von den Fast-Food-Ketten bis zu den noblen Restaurants tatsächlich alles so voll, dass wir fast 30 Minuten mit der Metro fahren mussten, um etwas essen zu können – in einer so vollen Stadt war ich dann froh, nachts in ein ruhigeres Viertel zurückkehren zu können.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 2, 2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
Feb 2, 2017