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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Fazit Praktikum

Im siebten Semester ist in meinem Studium ein dreimonatiges Praktikum vorgesehen. Dafür hatte ich mich im August initiativ auf eine Stelle bei der Trianel GmbH beworben, einem Energieversorger mit Sitz in Aachen. Da ich im Master den Schwerpunkt „Erneuerbare Energien“ vertiefen möchte, wollte ich bei dem Unternehmen in der Projektentwicklung für genau diese eingesetzt werden. Meine Bewerbung war erfolgreich, sodass ich schon zwei Wochen nach meiner letzten Klausur den ersten Tag bei Trianel hatte.
In meiner Abteilung „Projektentwicklung Onshore“ werden Photovoltaikanlagen auf Freifläche geplant – von der Bewertung einer Potenzialfläche bis zur schlüsselfertigen Übergabe an einen Käufer. In den drei Monaten bei Trianel hatte ich die Chance, fast jeden Zwischenschritt einmal zu begleiten. Dabei lernte ich viel mehr über die Photovoltaikbranche und über die Tätigkeiten eines Projektentwicklers, als ich es erwartet hatte. Aber nicht nur über die Materie an sich konnte ich viel mitnehmen. Ich lernte auch viel über mich und meine beruflichen Ziele. Dieser Lernprozess begann schon damit, dass ich eine Bewerbung schreiben musste. Denn für diesen Anfangsschritt muss man wissen, was einen überhaupt interessiert. Dann habe ich mich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet, indem ich ausführlich meine Stärken, Schwächen, Interessen und Prioritäten reflektiert habe. Im Praktikum konnte ich dann bewerten, ob ich mit meiner Einschätzung richtig lag, oder ob sich nach der Praxiserfahrung und dem Feedback meiner Kollegen etwas an meiner Selbsteinschätzung oder meinen Interessen und Prioritäten geändert hat. Insofern war das Praktikum eine sehr aufschlussreiche Zeit, in der ich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich viel mitnahm – eine Bereicherung, die im siebten Semester genau zur richtigen Zeit kam.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  21.02.2019
Autor: Katha
Rubrik: studium
21.02.2019

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Zwischen Gelbwesten

Ende vergangenen Jahres besuchten mein Freund und ich einen Bekannten in Paris. In einem kleinen Appartement im Zentrum der Stadt hatten wir eine Übernachtung gebucht. Da wir die Stadt schon kannten, hatten wir keine großen Pläne. Wir nahmen uns jedoch vor, uns nicht in die Regionen zu begeben, in denen es zuletzt vermehrt Demos und Ausschreitungen gab. Wir waren gerade auf der Suche nach einem netten Restaurant, als uns eine kleine Gruppe friedlicher Protestierender mit Gelbwesten über den Weg liefen. Das schien nicht weiter besonders, doch dann brach Hektik um uns herum aus. Die Menschen vor uns drehten um und rannten weg. Die Ladenbesitzer in der Straße bauten so schnell sie konnten alles ab, was draußen stand und ließen die Gitter vor ihren Fenstern herunter – ungeachtet dessen, dass noch Gäste in den Läden und Cafés waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Grund für die Hektik ausgemacht: Eine größere Gruppe Gelbwesten kam skandierend die Straße entlang gelaufen. Auch wir drehten uns jetzt auf dem Absatz um und suchten einen Laden, der noch nicht alles dicht gemacht hatte. Dort warteten wir darauf, dass die Gruppe Demonstranten vorbei zog. Obwohl die Gruppe völlig friedlich blieb, hat die Situation bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich bin froh, dass die Proteste in Paris inzwischen wieder friedlicher verlaufen und fühle mit allen Parisern, die durch die Proteste zu Schaden gekommen sind.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  05.02.2019

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Laborpraktikum

Nach mittlerweile fast einem Semester Chemieingenieurwesen ging es für mich nun das erste Mal ins Labor. Hier müssen wir quantitative Analysen einiger Proben vornehmen, also heraufinden, wie viel von einem bestimmten Stoff in einer Probe steckt. Keine einfache Aufgabe! Ich habe noch keine Ahnung, wie man mit den Geräten umgeht. Zur Erklärung: Wir bekommen eine Probe zur Verfügung gestellt. Welcher Stoff drin ist, wissen wir bereits. Dann müssen wir mit passenden Reaktionen ermitteln, welche Menge von diesem Stoff in der Probe enthalten ist. Diese Arbeit erfordert viel Genauigkeit, Geduld und Zeit. Fehler verzeiht diese Arbeit nicht. Die ersten zwei Tage verbrachte ich erstmal damit, mich in dem Labor zurechtzufinden und die Geräte kennenzulernen.
Nachdem ich die ersten Ergebnisse eingereicht hatte, kam auch schon der erste Rückschlag. Alle Bestimmungen waren falsch. Also musste ich nochmal ran, um die Fehler in meinen Analysen zu finden. Im zweiten Versuch hatte ich schon eine der drei Bestimmungen richtig. Am dritten Tag habe ich dann nochmal eine Bestimmung wiederholt und auch die stellte sich als richtig raus. Das Problem ist nur, dass ich insgesamt sieben Bestimmungen machen muss. Noch sind es vier Tage, mal sehen ob ich alle Proben in der Zeit richtig hinbekomme. Wenn nicht, muss ich in einem Jahr nochmal in das Labor und die fehlenden Bestimmungen nachholen.

Autor: Linus  |  Rubrik: studium  |  30.01.2019