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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

AEGEE-Austausch in Krakau

Bei all der Arbeit, die ich bisher für das europäische Studierendenforum AEGEE, Gruppe Aachen, geleistet habe, konnte ich selten an einem Event teilnehmen, dass ich nicht mitorganisiert hatte. Nun aber war ich bei einem Austausch dabei, mit dessen Organisation ich absolut nichts zu tun hatte: Mit unserem Partnerverein AEGEE-Lviv aus der Ukraine trafen wir uns auf etwa halbem Weg zwischen unseren beiden Städten bei AEGEE-Krakau.
Wir fuhren mitten in der Nacht mit dem Auto los, um pünktlich zu Programmbeginn am nächsten Tag da zu sein. Nach einer überraschend kurzweiligen Fahrt mit drei anderen AEGEElern bezogen wir ein spärlich ausgestattetes Zehn-Bett-Zimmer in einem Hostel. Obwohl dieses recht authentisch anmutete, wollte die für Hostels typische internationale Stimmung nicht so recht aufkommen, da unsere einzigen Mitbewohner etwa 40 deutsche Schüler auf Abschlussfahrt waren.
Das heimische Gefühl legte sich aber ziemlich schnell, als wir mit den Lvivern bei der Geburtstagsfeier zweier Krakauer Mädels aufschlugen, zu der alle teilnehmenden AEGEElern herzlich eingeladen waren. Schlauerweise hatte ich mich vor dem Event für den ersten Frühstücksdienst eingetragen, da ich annahm, dass es mir am ersten Morgen noch am besten gehen würde. Doch die Nacht im Auto, die folgende Nacht mit Geburtstagsparty und das viel zu frühe Aufwachen mangels Gardinen oder anderer Verdunkelungsmöglichkeiten brachten mich an den Rand meiner Motivation. In den nächsten beiden Tagen verschlimmerte sich zwar mein Schlafmangel, aber das Programm hielt mich auf Trab: zwei Tage gefüllt mit ziemlich affig wirkenden, aber lustigen Kennenlernspielen, einer Citytour mit Jagd auf den Drachen, der Planung unserer zukünftigen Zusammenarbeit und der besten Party, die ich bisher erlebt habe.
Bilanz: Großartig, das sollte ich öfter machen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  11.05.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
11.05.2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Prag – München – Venedig - 2

Für die Fahrt von München nach Venedig begaben wir uns in die Hände eines Fernbusunternehmens, das uns ohne Zwischenfälle ans Ziel brachte. Noch vor Sonnenaufgang suchten wir uns dort im Dunkeln einen etwas abenteuerlichen Fußweg über einen Schrottplatz, Bahngleise und unbeleuchtete Schotterpfade. Gerade als wir mit Sack und Pack über einen Zaun klettern wollten, um wieder auf offizieller aussehenden Grund und Boden zu gelangen, kam uns ein Einheimischer entgegen, öffnete ein kleines Tor im Zaun, das wir übersehen hatten und wünschte uns einen guten Morgen. So konnten wir den Zaun ohne akrobatische Anstrengungen überwinden.
Als wir endlich Bahnhof und Gepäckstation gefunden hatten, erstanden wir ein Drei-Tages-Ticket für die Wasserbusse und begaben uns zum Markusplatz, der so früh morgens einen ungewohnt verlassenen Anblick bot. Bei bestem Blick auf die Lagune frühstückten wir in aller Ruhe, sahen den ersten Gondolieri beim Vorbereiten ihrer Gondeln zu und liefen dann ganz entspannt zur venezianischen Free Walking Tour. In den folgenden drei Stunden erfuhren wir unheimlich viele überraschende Dinge über Venedig. Zum Beispiel, warum und wie die ersten Venezianer Inseln bauten, dass Venedig kein Abwassersystem hat und man es folglich tunlichst unterlassen sollte auch nur einen Zeh in die Kanäle zu halten, woher der Karneval kommt, warum alle Gondeln schwarz sind und warum in der Markusbasilika keine Säule zur anderen passt.
Bis dato hatte ich gedacht, Venedig sei aufgrund seiner Schönheit und malerischen Atmosphäre ein derart beliebtes Touristenziel. Nicht bewusst war mir, dass Venedig auch eine unheimlich interessante Geschichte und – seiner Einzigartigkeit geschuldete – ungewöhnliche Details zu bieten hat. Zum Beispiel, dass einem Karten in Venedig herzlich wenig helfen, da einige Straßennamen mehr als zehn Mal vergeben sind. Die einzige Möglichkeit, Adressen zu finden, ist, sich an Einheimische zu wenden oder sich an den zahlreichen Kirchen zu orientieren. Als unsere Führerin das erwähnte, wurde uns klar, warum uns der Vermieter unseres Appartements an der Wasserbushaltestelle abgeholt hatte.
Da auch die Sonne in den drei Tagen alles gab, landeten wir Mittwochabend mit dem obligatorischen Sonnenbrillenabdruck in Köln, sodass nicht nur unser Gefühl, sondern auch unsere Gesichter bezeugen konnten, wie schön der Urlaub war.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  05.05.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
05.05.2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Prag – München – Venedig

Meinen ersten Urlaub dieses Jahres verbrachte ich mit meinem Freund – drei Tage in Prag, zwei in München und drei in Venedig. Als sehr zuvorkommend erlebten wir die Tschechen von der ersten Sekunde an. Entweder wirkten wir extrem verwirrt und hilflos oder die Menschen in Prag sind einfach ausgesprochen hilfsbereit. Jedenfalls standen wir nie länger als einen Moment in die Karte guckend in der Gegend, ohne dass irgendjemand seinen Rat anbot. Nicht ganz so freundlich gab sich das Wetter, aber immerhin regnete es nicht.
An Programm hatten wir uns eine „Free Walking Tour“, die berühmte Burg und das jüdische Viertel vorgenommen. Um einen Überblick zu bekommen, nahmen wir am ersten Morgen an der Free Walking Tour teil, deren Guides in vielen Städten ein besonderes Konzept verfolgen: Grundsätzlich wird keine Teilnehmergebühr erhoben, dafür steht es allen Mitgehenden frei, am Ende Trinkgeld zu geben. Je nach Budget geschieht das auch meistens in sehr großzügigem Rahmen, da die Touren unserer Erfahrung nach immer toll sind. So auch dieses Mal. Unser Guide begeisterte uns sogar so sehr, dass wir direkt im Anschluss seine nächste Tour mitmachten, die uns auf die Burg führte. Vorher gingen wir mit ein paar anderen Teilnehmern noch schnell einen traditionell tschechischen Happen essen. Neben zwei Amis und Briten kamen auch zwei Münchner mit, bei denen wir direkt einen Tipp für unser nächstes Reiseziel abstaubten.
Der Fernbus brachte uns am nächsten Tag in einer gefühlten halben Stunde und auf die Minute pünktlich zum Münchner Zentralen Omnibusbahnhof, wo uns meine Tante abholte. Den Tipp der beiden Münchner setzten wir am nächsten Morgen um, machten uns auf den Weg zum Rathaus und stiegen zum Studentenpreis auf den „Alten Peter“, den Turm einer Kirche zwischen Marienplatz und Viktualienmarkt, von wo aus man über ganz München blicken kann. Bei strahlendem Sonnenschein bot sich uns ein wunderbar klarer Blick auf Stadt und Alpen im Hintergrund. Natürlich machten wir zwei Stunden später auch in München die Free Walking Tour mit und waren wieder begeistert.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  21.04.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
21.04.2017