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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Alte Freunde, neue Erfahrung

Am Morgen nach der Geburtstagsfeier in Heidelberg schliefen wir erst mal aus. Über Nacht waren alle geblieben, die wie ich extra aus entfernteren Städten angereist waren. Die meisten waren Freunde, die das Geburtstagskind und ich aus dem FSJ in Frankreich kannten. Weil wir uns mit dem Aufstehen Zeit ließen, musste ich mich nach einem etwas zu hastigen Frühstück leider schon wieder verabschieden. Meinem Freund aus Aachen und mir hatte ich für den Rückweg einen Fernbus gebucht, damit wir uns unserer Ankunftszeit diesmal einigermaßen sicher sein konnten – im Gegensatz zur Anreise per Anhalter.
Schön unkompliziert, dachten wir. Leider fiel ich mit meinem Talent für unpassende Verletzungen just in dem Moment von der Treppe, als ich los wollte. Mit blutigen Schienbeinen, wegen eines verdrehten Knöchels humpelnd und mit Rucksack, Isomatte und Schlafsack bepackt, muss ich auf der Strecke zum Bus ein mitleiderregendes Bild abgegeben haben. Irgendwie schaffte ich die Strecke aber noch rechtzeitig. Leider hatte ich aus Platzgründen weder ein Buch, noch meine Kopfhörer mitgenommen. Als mein Adrenalinpegel nach dem Sturz merklich nachließ, fing ich an, das aufs Tiefste zu bereuen. Etwas Ablenkung wäre vermutlich nicht verkehrt gewesen, um meine schnarchende Sitznachbarin aushalten zu können. Stattdessen versuchte ich, mich klassisch mit Nachrichten lesen zu beschäftigen. Glücklicherweise kamen wir extrem gut durch, sodass wir schon fast am Ziel waren, als ich mir die letzte auch nur annähernd spannende Meldung durchgelesen hatte. Mit ein bisschen Bahnglück kamen wir sogar noch früher in Aachen an als prognostiziert.
Auch wenn sowohl Hin- als auch Rückfahrt mal wieder etwas abenteuerlich abliefen, hatte ich ein wunderschönes Wochenende, an dem ich endlich alte Freunde wiedersehen konnte.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  09.06.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
09.06.2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Trampen nach Heidelberg

Zur Feier des Geburtstages eines Freundes bin ich am Samstag nach Heidelberg gefahren. Zufälligerweise wollte ein Freund aus Aachen am gleichen Tag dorthin, sodass wir gemeinsam reisten. Da wir keinen Zeitdruck hatten, schlug ich vor, die Strecke zu trampen.
Gesagt, getan: Samstagmorgen fuhren wir mit dem Zug bis Köln, wo wir nach einigem Suchen meinten, einen guten Ausgangspunkt gefunden zu haben. Bewaffnet mit Pappe und Filzstift malten wir ein formschönes Schild mit der Aufschrift „A3 Frankfurt“. Leider war uns das Wetter besser gesonnen als die Autofahrer, die einer nach dem anderen an uns vorbei rauschten. Ich blieb entspannt, mein Freund guckte sich derweil schon etwas nervös im Internet nach Alternativen um. Doch als hätte man uns die Zeit, die wir inzwischen an der Auffahrt verbracht hatten, ansehen können, hielt wenige Minuten später – nach eineinhalb Stunden – ein Auto neben uns an. Fahrer und Beifahrer entpuppten sich als Endzwanziger, die gerade von einer Hochzeit kamen und uns bis Frankfurt mitnahmen.
Dort malten wir fix ein neues Schild mit unserem Endziel Heidelberg und wurden quasi noch im Schaffungsprozess gefragt, ob wir mitgenommen werden wollten. Noch dazu besaß der fragende Fahrer einen Sportwagen und den dazu passenden Fahrstil, sodass wir in Nullkommanichts in Heidelberg eintrafen. Interessanterweise waren beide Fahren, die uns mitgenommen hatten, Ingenieure. Letzterer hatte sogar in Aachen studiert und war latent schockiert zu hören, dass sich seit seinem Studium bis auf ein paar neue Gebäude nur das Angebot in der Mensa geändert hatte.
Einmal in Heidelberg angekommen, gingen mein Kumpel und ich getrennter Wege. Ich machte mich zu Fuß auf zum Geburtstagskind, wo es Kuchen und andere Köstlichkeiten gab. Als eine der Ersten hatte ich das Glück, mir bei jedem Gast, der über den Nachmittag und Abend dazu kam, immer nur einen Namen merken zu müssen. Da wir am Ende ziemlich viele wurden, war das ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  29.05.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
29.05.2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Semesterbeginn

Eigentlich hatte ich mich seit Bekanntgabe der Vorlesungstermine auf einen freien Freitag gefreut. Hätte die Uni nur eine meiner 20 Angaben von Priorität A bis C bei der Wahl meiner Laborgruppe berücksichtigt, wäre das auch kein Problem gewesen. Aus verschiedenen Gründen ging das leider nicht, sodass ich in der Gruppe landete, in die ich keineswegs wollte. Noch weiß ich allerdings nicht, inwiefern da Anwesenheitspflicht besteht.
Etwas ärgerlich ist außerdem, dass ich in diesem Semester relativ viele Veranstaltungen erst am Abend habe, sodass ich die Hälfte der Sportangebote der Uni vergessen kann. Und die andere Hälfte kann ich mir wegen der Arbeit für das europäische Studierendenforum AEGEE abschminken.
Trotz allem freue ich mich auf das Semester! Nicht unbedingt, weil ich die Uni so vermisst habe, sondern weil das Studentenleben einfach Spaß macht. Klar empfiehlt es sich, bereits während des Semesters mit dem Stoff durchzukommen. Dafür ist es aber völlig egal, wie man das anstellt. Man kann zum Beispiel die ganze Tagesplanung kippen, um zum Lernen an den nächstgelegenen See zu fahren, nach einer langen Nacht den Kaffee im Lernraum alle halbe Stunde frisch aufzubrühen oder sich bei gutem Wetter spontan lieber Freibad statt Uni genauer anzusehen.
Auch wenn die zwei bis drei freien Wochen am Ende der Semesterferien offensichtlich die entspanntesten des Jahres sind, freue ich mich jedes Mal auf das Semester, weil die Uniphase für spontane Aktionen bestens geeignet ist und mit guten Freunden immer Spaß macht.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  19.05.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
19.05.2017