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Die Lehrer von morgen

Abgeschnitten

Ich lebe noch! Dass ihr so lange nichts von mir gehört habt, liegt daran, dass mein Laptop kaputt war. Anfang Dezember zerbrach mein altes Gerät im wahrsten Sinne des Wortes: Scharnier kaputt! Mit viel Fingerspitzengefühl und Geduld konnte ich ihn ein letztes Mal so weit aufklappen, dass ich alle Daten sichern konnte. Danach war seine Lebenszeit vorüber. Für solche Notfälle lege ich zum Glück immer ein bisschen Geld zurück. Der IT-Experte der Fachschaft, mein kleiner Bruder und viele weitere Menschen berieten mich, bis ich mich für einen Laptop entschieden hatte. Also bestellte ich und bekam auch die Versandbestätigung. Ich wartete eine Woche und dann noch ein paar Tage – während der Feiertage will man ja nicht zu viel Druck machen – und schrieb dann dem Verkäufer. Das Problem war nur, dass dieser gar nicht existierte. Nach einigem Hin und Her hatte ich zwar mein Geld wieder, aber immer noch keinen neuen Laptop.
Irgendwann fand ich aber eine Alternative. Da man als Mathestudent bestimmte Software kostenlos über die Uni bekommen kann, entschied ich mich für die deutlich billigere betriebssytembefreite Variante – um dann festzustellen, dass das alles gar nicht so einfach war. Abgesehen davon, dass die Freischaltung des Kontos, über das man an die Software kommt, eine Woche dauerte, war auch noch die Installation ziemlich langwierig. Mit einem Betriebssystem kann man aber immer noch keine Blogeinträge schreiben und mit den Freeware-Varianten komme ich nicht so gut klar. Darum brauchte ich nochmal einige Zeit, um herauszufinden, wo ich mein gewünschtes Programm möglichst günstig und legal herbekomme. Mein Tipp: Die zweitneueste Variante kostet nur ein Bruchteil der neuesten und ist dafür wohl sogar weniger fehleranfällig. Ich bin ein bisschen stolz auf mich, wie bewusst ich mich informiert habe, um Geld zu sparen.
Die knapp zwei Monate ohne voll funktionsfähigen Laptop waren eine interessante Erfahrung. Ich habe festgestellt, dass man recht viel improvisieren kann, indem man Freeware, öffentliche oder geliehene Rechner und die Hilfsbereitschaft anderer in Anspruch nimmt. So ganz ohne kommt man aber dann doch nicht zurecht.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  15.02.2019
Autor: Janna
Rubrik: studium
15.02.2019

Die Lehrer von morgen

Achtung Fahranfänger!

In letzter Zeit kam alles Schlag auf Schlag. Ich habe innerhalb von drei Tagen meinen Führerschein bestanden, ein Auto gekauft und wurde im Zuge des Referendariatsbeginns auf Widerruf verbeamtet. Perfektes Timing, könnte man sagen, denn fürs Referendariat brauche ich das Auto.
Nun musste ich feststellen, dass mehr dazu gehört als nur eine Fahrerlaubnis und ein fahrbarer Untersatz – als kompetente Autofahrerin würde ich mich zumindest nicht bezeichnen. Am Anfang machte ich direkt ein paar unschöne Erfahrungen mit anderen Verkehrsteilnehmern, die hupten, weil ich den Motor abwürgt hatte. Dieses Verhalten habe ich noch nie verstanden: Als ob das etwas bringen würde. Es setzt mich nur unter Druck.
Weitere Schwierigkeiten ergaben sich vor allem bei meinen ersten Parkversuchen. Ich hatte das Parken in den Fahrstunden in jeglichen Variationen gemeistert, aber plötzlich klappte es nicht mehr. Vor allem unser gemieteter Stellplatz vor unserem Haus bereitete mir viel Frustration.
An den ersten beiden Schultagen traute ich mir nach diesen Erfahrungen nicht mehr zu, allein mit dem Auto zu fahren. Zum Glück hat mein Freund gerade genug Zeit, um morgens auf dem Schulweg mein Beifahrer zu sein und das Auto dann wieder zurückzufahren. So habe ich die Strecke jetzt trotzdem ein wenig üben können und werde sie nächstes Mal hoffentlich alleine bewältigen.
Dennoch glaube ich, dass ich eine gute Autofahrerin werde. Ich fühle mich wohl in meinem Auto und werde immer sicherer. Außerdem genieße ich diese unendliche Freiheit, die ich damit gewonnen habe.

Die Lehrer von morgen

Interreligiöser Besuch

Im Didaktikfach evangelische Religion bemüht sich unsere Dozentin, uns auch Einblicke in andere Religionen zu geben.
Neulich besuchte uns ein Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Erfurt, der zur jüdischen Gemeinde Frankfurt gehört. Es war spannend, etwas über seinen Glauben zu erfahren und ihm Fragen zu stellen.
Zunächst gab er Einblicke in die verschiedenen Richtungen des Judentums, die orthodoxen, liberalen und konservativen Auslegungen. Er ging auf wichtige Bräuche ein, etwa, dass Männer die Kippah tragen, um ihre Gottesfürchtigkeit zum Ausdruck zu bringen. Verheiratete Frauen tragen hingegen Perücken oder Schleier. Wir erfuhren etwas über die Verbreitung der Juden weltweit und auch über ihren Alltag. Vor allem die Speisegesetze ließen uns aufhorchen. So dürfen ausgewählte Tiere nur gegessen werden, wenn sie rituell geschlachtet worden sind. Und Milchprodukte dürfen nicht mit Fleisch vermischt werden. Es gibt sogar separate Kühlschränke und separates Geschirr für Milch- und Fleischspeisen.
Im weiteren Verlauf kam die Frage auf, wie man zum Judentum konvertieren kann. Hier gilt die Regel, dass man dem Judentum angehört, wenn man eine jüdische Mutter hat. Dem Judentum beizutreten ist möglich, aber sehr aufwendig. Das Judentum missioniert nicht, sondern will seine bestehende Gemeinde aufrechterhalten. Eine Eheschließung mit Andersgläubigen ist nicht gern gesehen, weil durch den Einfluss des anderen Glaubens der eigene Glaube vernachlässigt werden könnte. Dennoch ist die Eheschließung teilweise möglich, abhängig von der jüdischen Glaubensrichtung.
Zum Schluss wurden uns die jüdischen Feiertage vorgestellt, bei denen vor allem der Schabbat eine Rolle spielt, der Ruhetag der Juden. Es waren interessante Einblicke und trotz meiner häufigen Besuche im jüdischen Museum habe ich viel Neues erfahren.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  14.02.2019