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Die Lehrer von morgen

Beklaut und entführt

„Diese Nachricht ist der volle Ernst, wir erlauben uns wirklich keinen Scherz: Wir wurden entführt“ – so begann die Nachricht, die ich vor Kurzem spätabends erhielt und die wohl nervenaufreibendsten 15 Stunden dieses Jahres einleitete. Absender waren Alex und Felix, zwei meiner besten Freunde in Bonn, die zwei Wochen zuvor losgereist waren, um trampend Osteuropa zu erkunden. Ich hatte ihnen vorher gesagt, sie sollten auf sich aufpassen, die Jungs hatten „jaja“ geantwortet und nur zugesagt, ab und zu Bescheid zu geben, dass es ihnen gut geht. Nach vier Tagen waren sie in Sankt Petersburg, ein paar Tage später in Moskau und das alles klang nach sehr viel Spaß.
Dann kam besagte Nachricht mit allen Informationen, die die beiden mir über ihre derzeitige Situation geben konnten– eine Wohnung in Odessa, Ukraine, gestohlenes Geld von der Kreditkarte, beide Jungs aber soweit unverletzt an Leib und Seele – sowie die Anweisung, ihre Eltern und die Polizei zu informieren, sollten sie sich am nächsten Tag nicht melden. Dann nämlich wollten die Entführer sie freilassen.
Meine erste Reaktion war erst einmal, mir heulend das Schlimmste auszumalen. Einer der zwei Freunde aus Bonn, die Felix und Alex ebenfalls informiert hatten, überzeugte mich anschließend davon, dass die Nachricht nur ein Scherz gewesen sein sollte. Schlafen konnte ich trotzdem nicht. Was, wenn es doch kein Scherz war und die beiden Hilfe brauchten?
Ich rief die Polizei an. Da mir dort gesagt wurde, dass ich persönlich vorbeikommen müsste, strampelte ich mitten in der Nacht durch halb Bonn zur Polizeiwache in der Innenstadt, um dem diensthabenden Polizisten die Nachricht zu zeigen. Er nahm mich zum Glück ernst, konnte mir aber auch erst einmal nicht helfen, weil dafür das Kriminalkommissariat im Haus sein müsse, das nur tagsüber besetzt sei.
Am nächsten Morgen wurde klar, dass es Ernst war, als ich von Alex eine SMS mit den Koordinaten bekam. Am späteren Vormittag kam dann die erlösende Nachricht von Alex, sie seien frei und in Sicherheit. So richtig entspannen konnte ich allerdings erst, als Alex und Felix wieder in Bonn ankamen. Dann erfuhr ich die ganze Geschichte: In Odessa, Ukraine, nahmen sie zwei Männer im Auto auf. Doch statt die Jungs einfach nur ein Stück mitzunehmen, fuhren die Männer in eine dunkle Gasse und knöpften ihnen Handys und Kreditkarten ab. Nachdem die Entführer Geld von den Kreditkarten abgehoben hatten, gaben sie Alex und Felix die Handys zurück, brachten sie in eine Wohnung, aßen genüsslich zu Abend und gaben dem Vermieter die Anweisung, die beiden erst am nächsten Tag um 12 Uhr freizulassen. Die Entführer waren bereits über alle Berge, als der Vermieter den beiden die Reisepässe zurückgab und sie aus der Wohnung ließ. Das entwendete Geld haben sie mittlerweile auch wieder dank Versicherung. Wer die Entführer genau waren, ob das organisiert war und so weiter, wird man wohl nie erfahren. Zum Glück ging die Sache glimpflich aus. In solchen Situationen merkt man erst, wie wichtig einem Freunde sind und wie froh ich bin, dass den beiden nichts Schlimmeres passiert ist.

 

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 31, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 31, 2017

Die Lehrer von morgen

Wir schreiben ein Buch

In diesem Semester muss ich noch einige letzte Leistungsnachweise erbringen, bevor ich auf die wissenschaftliche Arbeit und die Examensvorbereitung zusteuern kann. Vielleicht wird es noch einmal etwas eng. Ein bisschen bereue ich, einen so langen Urlaub gebucht zu haben – die drei Wochen könnte ich nun zum Arbeiten für die Uni gebrauchen.
Aber meine Leistungen sind zum Glück nicht immer Hausarbeiten. Eine Prüfungsleistung wird zum Beispiel sein, dass ich mit zwei Kommilitoninnen ein Kulturarbeitsprojekt durchführe und dokumentiere. Wir haben uns dafür ausgedacht, einen Kurs für kreatives Schreiben in einer Schule anzubieten.
Genauer gesagt: Wir möchten mit einer Schulklasse zusammen ein Bilderbuch schreiben und gestalten. Dafür haben wir uns eine dritte Klasse an einer Waldorfschule für geistig behinderte Kinder ausgesucht. Bisher haben wir die Klasse nur in zwei Hospitationsbesuchen kennengelernt, aber ich kann mir die Umsetzung unseres Projekts dort sehr gut vorstellen. Ganz so frei ist das mit den Kindern vermutlich nicht möglich, deshalb möchten wir erst Figuren einführen, mit denen sie dann eine Handlung konstruieren können. Mit Hauptfiguren und einer Ausgangssituation, die wir auch vorgeben werden, ist es auf jeden Fall einzelnen Kindern der Klasse gut möglich, sich eine Geschichte auszudenken. Konkret haben wir die „Olchis“ ausgewählt, kleine grüne Wesen aus der Feder des Kinderbuchautors und Illustrators Erhard Dietl, von denen wir den Kindern schon zwei, drei Geschichten präsentieren, um dann davon ausgehend eine neue Olchi-Geschichte entwickeln zu können. Am besten soll das mündlich im Klassenverband passieren. Vielleicht können wir die Gespräche aufzeichnen und zu einer Geschichte zusammenschreiben, die die Kinder dann illustrieren. Was dabei herauskommt, kann ich hoffentlich bald berichten. Wir wollen noch bis nach den Pfingstferien warten, bis wir mit dem Hauptteil des Projekts starten.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  May 23, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
May 23, 2017

Die Lehrer von morgen

Mein neuer Stundenplan

Jippie, schon beginnt das nächste Semester. Ich war gespannt auf meine Fächer und erstellte mir auf der Uniplattform meinen Stundenplan. Es war wie immer kompliziert! Ich besuche zum Beispiel ein Seminar, das mal an einem Dienstag, mal an einem Mittwoch stattfindet. Deshalb überschneidet sich dieses Seminar mit anderen. Ich muss also jeden einzelnen Termin in meinen Kalender eintragen, damit ich keinen vergesse oder übersehe. Ebenso muss ich mir Entschuldigungen für die anderen Seminare holen, die zeitgleich ablaufen – ein ziemlicher Aufwand.
In einem weiteren Seminar können nur 30 Studierende teilnehmen, obwohl sich mehr als 100 dafür beworben haben. Die Besonderheit beziehungsweise der Nachteil in Würzburg ist, dass man sich für seine Fächer bewirbt und dann per Losverfahren einen Platz erhält – oder eben nicht. Schreibe ich mich also beispielsweise am Montag für drei Fächer ein, die direkt nacheinander stattfinden, und bekomme für das mittlere keinen Platz, habe ich eine zweistündige Pause und natürlich eine geringere Punkteanzahl im Semester. Mein Glück allerdings war, dass ich nur bei einem Seminar keinen Platz mehr bekam. Selbst bei dem Seminar mit den 100 Bewerbern darf ich eine unter den 30 Teilnehmern sein.
Dieses Semester nehme ich auch an einem studienbegleitenden Praktikum teil. Es findet jeden Donnerstag von 8 bis 12 Uhr statt. Ich besuche dort regelmäßig das Förderzentrum in Ansbach, worauf ich mich enorm freue. Die ständige Theorie bin ich etwas leid, da kann ein wenig Praxis zwischendurch nicht schaden. Eine weitere Besonderheit in meinem Stundenplan ist eine Videovorlesung. Ich muss mir selbstständig die Vorlesung zuhause ansehen und eine E-Book-Lektüre dazu durchlesen. Alles, bis auf die Klausur, läuft online ab, auch der Professor steht bei Fragen nur per E-Mail bereit.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem Stundenplan. Er ist sehr abwechslungsreich und ich habe einige spannend klingende Veranstaltungen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
May 22, 2017