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Die Lehrer von morgen

Endspurt - Teil 1

Ich habe aktuell das Gefühl, mich auf der Zielgeraden meines Studiums zu befinden. Dabei habe ich die ganz hohen Hürden noch vor mir: die wissenschaftliche Arbeit (früher Zulassungsarbeit) und die restlichen zwei Drittel der Examensprüfungen. Trotzdem fühlt es sich gerade wie kurz vor Schluss an, weil jetzt die Zeit ist, in der letzte Klausuren und letzte Hausarbeiten geschrieben werden.
Mein Ziel für dieses Semester waren zwei benotete Hausarbeiten, zwei unbenotete Hausarbeiten und eine Klausur, daneben das Projekt in Kulturarbeit und eine partnerschaftliche Hausarbeit in Soziologie. Die letzten Beiden habe ich erst einmal ausgeblendet – erstens, weil sie keine Deadline haben und zweitens, weil ich dabei von anderen Menschen abhänge und sich das nicht so gut planen lässt. Vom Rest habe ich eine benotete Hausarbeit bereits abgegeben, die Klausur geschrieben und die eine unbenotete Hausarbeit habe ich heute fertiggestellt, aber noch nicht abgegeben. Die restlichen Dinge muss ich noch bis zum 30. September erledigen. Wenn ich das nicht packe, verschiebt sich alles. Was eigentlich nicht mal dramatisch wäre, da ich auch mit einem späteren Examen immer noch wie geplant 2019 ins Referendariat starten könnte. Aber wenn man erst einmal so etwas wie einen Plan hat, ist es natürlich immer dramatisch, wenn dieser nicht aufgeht – und zumindest die Wohnungs- und Fernbeziehungsgeschichte, die ich im letzten Beitrag beschrieben habe, würde sich grundlegend verändern.
Eigentlich wären diese zu schreibenden Leistungen alle kein Ding, die Semesterferien sind ja lang genug – wenn ich nicht noch drei Wochen nach Bali fliegen würde. Dahin geht es schon nächsten Freitag und ich freue mich wahnsinnig, drei Wochen einfach mal nur zu entspannen, am Strand zu liegen, Bücher zu lesen und ein bisschen zu schreiben. Die Freundin, mit der ich diesen Urlaub mache, ist zum Glück auch total ausgelaugt und braucht viel Entspannung – ich hatte schon die Befürchtung, dass sie einen Aktivurlaub daraus machen will, dazu hätte ich momentan nämlich keine Kraft. Andererseits stellt sich für mich die Frage, wie viele meiner Abgaben ich vorher noch schaffen sollte, um dort drüben wirklich Entspannung empfinden zu können und mir den Urlaub nicht durch ein schlechtes Gewissen trüben zu lassen …

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Aug 15, 2017

Die Lehrer von morgen

Auf den Punkt

Obwohl man bei mir in Sachen Arbeitshaltung auf den ersten Blick nur Faulheit und Lust zum Verschieben sehen mag, stellt man auf den zweiten fest: An dem Tag, an dem ich Leistung erbringen muss, kann ich das punktgenau! Auf diese Fähigkeit werde ich mich auch dieses Semester verlassen müssen.
Eine Hausarbeit, eine Klausur, ein Praktikum und eine Bachelorarbeit – für all das bleiben mir nämlich nur noch gute zwei Monate Zeit. Denn während des Semesters habe ich viele Praktikumsbewerbungen geschrieben, genauso viele Absagen bekommen, ein winziges bisschen für die Bachelorarbeit vorgearbeitet, mich erst kurz vor Ende um ein Hausarbeitsthema gekümmert und natürlich nicht – wie geplant – jede Woche brav die Fragen für den Fragenkatalog der Klausur beantwortet.
Trotzdem bin ich gerade ganz optimistisch, alles rechtzeitig zu schaffen. Mein Plan ist es, trotz Klausurvorbereitung bis in einer Woche mit der Hausarbeit fertig zu sein. Den restlichen August durch werde ich jeden Tag in der Bib verbringen, den Beweis des Primzahlsatzes erst kleinschrittig durcharbeiten und mir dann LaTeX beibringen, das Programm, in dem ich die Bachelorarbeit erstelle. Dann muss ich nur noch meine Ergebnisse in Textform verfassen. Anfang September kann ich dann die Arbeit korrekturlesen lassen und ganz entspannt überarbeiten, während ich parallel mein Praktikum absolviere – ich hoffe sehr, dass ich meinen aktuellen Wunsch-Praktikumsplatz bekomme, sollte mich aber in den nächsten Tagen noch auf ein paar Alternativen bewerben.
Damit das alles hinhaut, setze ich mir momentan Tagesziele, die geschafft werden müssen, bevor ich mich mit Freunden treffen oder sonst etwas Schönes machen darf. Heute will ich zum Beispiel alle Karteikarten für die Klausur in Bildungswissenschaften fertig schreiben, mir die vorerst geplante Sekundärliteratur für die Hausarbeit Deutschdidaktik besorgen und eine Gliederung für die Hausarbeit erarbeiten.
Ich hoffe sehr, dass mir mein innerer Schweinehund keinen Strich durch die Rechnung macht – am Ende des Semesters nicht alles geschafft zu haben, wäre nicht nur ziemlich mies für mein Ego, sondern ich müsste ein ganzes Jahr darauf warten, für den Master zugelassen zu werden.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Aug 8, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Aug 8, 2017

Die Lehrer von morgen

Fernbeziehungen

Fernbeziehungen sind sehr anstrengend. Ich weiß nicht einmal, ob ich meine Beziehung dazu zählen kann, denn bei meinem Freund und mir handelt es sich nur um knapp 60 Kilometer, eine Entfernung also, die es ermöglicht, uns jede Woche zu sehen. Aber sie hat diesen Fernbeziehungscharakter: Wir müssen vorausplanen, wann wir uns sehen können und wegen der Fahrtzeit haben wir das Gefühl, dass sich der Aufwand für nur eine Übernachtung nicht lohnt – das macht alles schwierig.
Manchmal denke ich fast, dass eine größere Entfernung besser wäre. Eine Entfernung, bei der man genau weiß, dass man auf dieses eine nächste Treffen in fünf Wochen hinfiebert und dass davor nichts möglich ist. Bei der Strecke Ludwigsburg-Tübingen bleibt immer diese Resthoffnung, dass auch mal ein spontaner Besuch drin ist, und es entsteht diese Enttäuschung, wenn der Partner sein Wochenende mit anderen Terminen belegt.
Ich habe Fernbeziehungen für mich nie ausgeschlossen, hatte den Gedanken sogar ganz angenehm empfunden, dass man den Freund nicht immer um sich herum hat. Aber nach anderthalb Jahren kann ich sagen, dass es langfristig auf keinen Fall etwas für mich ist. Ich vermisse die Möglichkeit, spontan beim anderen zu übernachten, auch wenn sich am nächsten Morgen die Wege wieder trennen. Mich nervt es, dass ein Termin am Samstag bereits Konsequenzen für das ganze Wochenende haben kann. Ich erwische mich dabei, wie ich Freunden absage, um meinem Freund zusagen zu können – und das missfällt mir.
Umso glücklicher bin ich über das absehbare Ende meines Studiums. Wenn ich im Frühjahr 2018 mein Staatsexamen mache, bin ich spätestens im Juni fertig und kann im Juli nach Tübingen ziehen, wo mein Freund noch bis Herbst 2018 studieren wird. Im Januar 2019 wird es dann vermutlich an einen anderen Ort gehen für das Referendariat und ab da können wir hoffentlich gemeinsam planen.
Bei dieser Entscheidung überkommt mich allerdings das Gefühl, mein ganzes Leben nach einer Person auszurichten. Auf der anderen Seite: Für wen sollte ich in Ludwigsburg bleiben? Meine Nebenjobs werde ich aufgeben, meine Freunde werden sich auch in verschiedene Richtungen verstreuen und meine Berechtigung zum Wohnen im Studentenwohnheim läuft ohnehin im September 2018 aus. Mit diesem Ausblick, dieser Begrenzung der aktuellen Situation auf nur noch ein Jahr, bin ich sehr glücklich und motivierter für meine letzten Meter an der Hochschule.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Aug 1, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Aug 1, 2017