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Die Lehrer von morgen

Jobben bei der Post

In diesen Sommerferien jobbe ich wieder bei der Post. Trotz der Erlebnisse im Vorjahr – mit einem geschrotteten Auto, einem verlorenen Paket und ermüdenden Zehn-Stunden-Tagen – wagte ich mich erneut an diesen Job. Sicherlich hatte ich Bammel, welches Chaos sich dieses Jahr auftut, doch bisher lief alles gut – zu gut? Ich komme pünktlich, gehe nicht als Letzte aus der Geschäftsstelle heraus und stemple angemessen aus. Falsche Briefe habe ich nur wenige zurückerhalten und Pakete vergaß ich keine. Es ist für mich unbegreiflich, wie sich das Blatt so wenden konnte.
Dennoch ist die Arbeit wieder sehr mühsam. Bei heißen 32 Grad stapfe ich von Haus zu Haus, hüpfe in den riesigen VW Bus und rutsche wieder heraus. Ich schleppe schwere Pakete und verteile dicke Ikea-Kataloge an alle Haushalte. Vier Wochen unterstütze ich die Post und dann ruht dieser Job wieder für eine Weile. Ich habe deshalb großen Respekt vor den Brief- und Paketboten, die schon nahe der Rente sind, denn die körperliche Anstrengung ist nicht zu unterschätzen. Ebenso braucht man einen klaren Kopf in diesem Beruf, denn es muss an so viel gedacht werden: Die Route, besondere Briefe, Pakete, Briefkastenleerungen, Besonderheiten mancher Haushalte und die Freundlichkeit, die den Kunden gegenüber ausgestrahlt werden sollte.
Ein kleiner Vorteil ist, dass ich jung bin. Die Rentner freuen sich dadurch immer auf mich und warten sogar teilweise im Hof. Das heißt, ich muss nicht ständig ein- und aussteigen und kann ein paar Briefe mal aus dem Fenster reichen. Auch beim Schleppen schwerer Pakete erhalte ich öfters ein wenig Trinkgeld, wovon ich mir eine kühle Limo gönne. Fast die Hälfte ist schon geschafft und ich muss zugeben, dass mir die Arbeit sogar etwas Spaß macht – mal sehen, ob das in einer Woche immer noch so ist.

Die Lehrer von Morgen

Wochenendtrip

Vergangenes Wochenende verbrachte ich mit meinen liebsten Freunden einige Tage auf einer kleinen Almhütte. Zuvor machten wir Halt am Bodensee. Da es ziemlich verregnet war, gingen wir schick beim Italiener essen und machten eine genüssliche Weinprobe.
Am darauffolgenden Tag fuhren wir weiter auf unser Hüttchen in Österreich. Empfangen wurden wir vom Eigentümer Josef, der gerade noch die Stuben herauswischte. Wir befanden uns mitten im Nirgendwo. Die nächste Ortschaft lag einige Kilometer entfernt. Es war toll! Die Aussicht auf die Berge, die Ruhe und die saftig grüne Natur. Ein Fässchen Bier wurde aufgemacht, Wurstdosen und Knacker herumgereicht. Wir waren sehr aufgeregt, was wir die nächsten Tage erleben würden. Im Keller des Hüttleins befanden sich eine Dartscheibe und ein Kicker. Zudem hatten einige von uns Karten- und Würfelspiele mitgebracht. Zu Abend aßen wir Gyros mit Reis und Zaziki. Nach dem aufregenden Tag fielen wir müde in unsere Betten.
Der nächste Morgen begann mit einem traditionellen Weißwurstfrühstück. Wir packten unsere Rucksäcke zusammen und zogen feste Wanderschuhe an. Der Höhenwanderweg sollte erklimmt werden. Wir zogen über Wiesen, Kuhweiden, Flüsse und erreichten schließlich das Gipfelkreuz. Eingekehrt wurde in einer kleinen Pension, die eine wahnsinnige Sicht auf das Tal bot. Völlig erschöpft schürten wir in der Hütte angekommen den Grill und brieten Steaks. Wir machten verschiedene Salate und ließen es uns gut gehen. Unser nächster Morgen begann mit einem kleinen Frühstück. Danach packten wir unsere Sachen und traten die Heimreise an. Viel zu kurz war unsere kleine Reise in die Berge, ich persönlich hätte dort noch eine Weile bleiben können. Dennoch war ich dankbar für meine warme, saubere Dusche daheim.

 

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  13.09.2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
13.09.2017

Die Lehrer von morgen

Endspurt - Teil 2

Ich hatte mir für die Zeit vor meinem dreiwöchigen Urlaub auf Bali vorgenommen, an der benoteten Hausarbeit weiterzuarbeiten und diese halb zu schaffen, um danach nur noch eine halbe benotete und eine ganze unbenotete übrig zu haben. Nach meiner Rückkehr geht es ungünstigerweise direkt nach Wolfenbüttel zum Literatur-Labor, sodass ich effektiv nur noch vom 18. bis 30. September an den Uni-Abgaben arbeiten kann. Jetzt stellt sich nur die Frage, wie sich eine halbe Hausarbeit definiert. Reicht es, alle Literatur gelesen zu haben und nur noch schreiben zu müssen? Sollte ich eine Datei erstellt haben, in der bereits der ganze Formatierungssermon mit Seitenzahlen, Rändern und Verzeichnissen organisiert wurde? Oder sollte ich doch schon ein paar Seiten fertig schreiben? Zum Glück ist das Auslegungssache – ich hoffe nur, mein zurückkehrendes Ich im September wird mit der Interpretation des losfliegenden Ichs nächste Woche zufrieden sein.
Auf die Zeit der wissenschaftlichen Arbeit, die für mich Mitte Oktober beginnt, freue ich mich fast schon. Vier Monate Zeit, um zu schreiben und sich mal auf nur eine Sache zu konzentrieren – das gefällt mir. Wenn mir aber diese anderen Abgaben einfallen, wird es kompliziert in meinem Kopf …
Das Projekt in der Waldorfschule haben wir im Juli sehr erfolgreich abgeschlossen. Trotzdem müssen wir für das erarbeitete Buch noch den Text tippen und ihn mit den gesammelten Bildern zu einem Buch binden sowie bei unserer betreuenden Dozentin eine Dokumentation abgeben. Da das Projekt so gut in der Schule und bei den Kindern ankam und uns viel Zeit gekostet hat, wäre es nun richtig ärgerlich, aufgrund einer lieblosen Dokumentation schlechtere Noten zu bekommen. Deshalb sollten wir uns ins Zeug legen.
Und dann hängt noch immer diese Soziologie-Hausarbeit über mir, die ich mit einer Freundin gemeinsam schreibe. Ich habe meinen ersten Teil bereits geschrieben, nun ist ihrer dran, zum Schluss komme noch einmal ich. Ohne ihre Grundlage kann ich jedoch nicht weiterarbeiten, deshalb übe ich mich nun im Warten. Ich weiß leider, dass diese Arbeit bei ihr aktuell keine Priorität hat. Trotzdem hoffe ich sehr, dass sie weiß, dass die Arbeit spätestens bis Januar abgegeben werden muss, damit noch rechtzeitig die Note eingetragen werden kann und ich zum Examen zugelassen werde. Es bleibt also spannend, aber ich bin guter Dinge und halte euch weiterhin auf dem Laufenden!

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  30.08.2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
30.08.2017