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Die Lehrer von morgen

Semesterticket auf der Kippe

Koalitionsverhandlungen im Bundestag? Was für eine Lappalie! Das Studierendenparlament tagte nun zu einer viel gravierenderen Angelegenheit: dem Semesterticket.
Seit fünf Jahren genieße ich die Vorzüge des Semestertickets: In ganz Nordrhein-Westfalen nutze ich den öffentlichen Personennahverkehr, nach 9 Uhr und am Wochenende darf ich auch mein Fahrrad in Bus und Bahn mitnehmen und nach 19 Uhr und am Wochenende eine weitere Person. In Bonn brauche ich das Ticket eher weniger, denn mit dem Fahrrad bin ich schneller. Aber spontan nach Köln oder in sonstige relevante Städte fahren zu können, ist schon ganz nett.
Dieses Ticket stand jetzt auf der Kippe. Der hiesige Verkehrsverbund Rhein-Sieg (kurz: VRS) hatte angekündigt, im neuen Vertrag nicht nur die übliche Preiserhöhung (dieses Mal ging es um 1,70 Euro Mehrkosten pro Semester) umzusetzen, sondern auch die Fahrradmitnahme einzuschränken. Das gefiel dem AStA – dem Allgemeinen Studierendenausschuss – nicht und es wurde angedroht, den Vertrag nicht zu unterschreiben. Das hätte bedeutet, dass es im nächsten Semester kein Semesterticket gegeben hätte, was den meisten Studierenden natürlich bitter aufstieß.
Auf der Studierenden-App Jodel ging es tagelang nur um dieses Thema. Neben ernsthaften Diskussionen wurde es auch durch den Kakao gezogen mit Beiträgen wie „Eilmeldung: AStA will Gepäckträger der Fahrradkuriere ab jetzt für den öffentlichen Nahverkehr einsetzen“ oder „Eilmeldung: AStA will eigenes Busunternehmen gründen, um VRS weiter unter Druck zu setzen“.
Abends kam dann die Entwarnung: Der Vertrag ist unterzeichnet, ab nächstem Semester darf das Fahrrad allerdings nur noch abends und am Wochenende kostenlos in der Bahn mitfahren.
Ich habe durch den Vorfall mal darüber nachgedacht, was es für mich bedeuten würde, kein Semesterticket zu haben. Ich kam zu dem Schluss, das wäre gar nicht so schlimm: In Bonn möchte ich nur dann nicht auf den Bus verzichten, wenn ich nach Hause oder zum Blutspenden ins Uniklinikum auf den Venusberg hochfahre. Denn das würde mich ohne Ticket 22 Euro kosten, bei durchschnittlich einem Heimatbesuch pro Monat und zweimal Blutspenden pro Semester etwa genau so viel wie die 140 Euro, die das Semesterticket kostet. Trotzdem bin ich froh, dass der AStA an der Stelle klein beigegeben hat. Das NRW-Ticket bringt einem schon eine ganze Menge Freiheit!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 9, 2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 9, 2017

Die Lehrer von morgen

Die fünfte Jahreszeit

Nun ist es endlich wieder soweit: Die fünfte Jahreszeit in Mittelfranken hat begonnen. Kirchweihen, Volksfeste und die Wiesen sind wieder in vollem Gange. Auch in meiner Heimat Feuchtwangen begann die langersehnte Mooswiese, ein Fest, an dem selbst Stubenhocker aus ihren Zimmern kriechen. Jeder trifft seine Vorbereitungen, denn für einen feschen Oktoberlook braucht es die notwendigen Accessoires wie „Strumpfhäsali“, „Bloamagränzli“ oder die perfekte Flechtfrisur. Es wird gekauft, gestöbert und ausprobiert, um im Bierzelt glänzen zu können.
Dieses Jahr besuchte ich das Spektakel mit zwei Freundinnen. Wir schmissen uns in Lederhose oder Dirndl und flechteten uns die Haare. Für die Jahreszeit zu kühl gekleidet, fuhren wir mit dem Bus auf die Mooswies‘. Dieser ist ein Angebot der Stadt, den Bewohnern der kleinen Dörfer außerhalb eine Hin- und Heimfahrt für nur einen Euro zu ermöglichen. Der Trubel im Bus ist kaum zu überhören, Jung und Alt stimmen sich schon auf den Festzeltgesang ein – herrlich.
Am Marktplatz angekommen, marschierten wir zum Zelt. Im Gedränge suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen und versorgten uns mit Speis und Trank. Zur späteren Stunde betraten wir das etwas kleinere Weinzelt, wo wir das Tanzbein schwangen. Disco Fox oder der klassische Freestyle ließ Stimmung aufkommen. Es war ein toller Abend! Der krönende Abschluss war im Partyzelt, das etwas außerhalb vom Geschehen lag. Hier mussten wir Eintritt zahlen, da ein einheimischer DJ auflegte. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß!
Da uns die Busfahrt nach Hause natürlich zu früh war, rief ich meine Mama an, die sich zuvor angeboten hatte, uns abzuholen. Zuhause öffneten wir noch „a Bixawurst“ mit Marinespeck und aßen genüsslich unser Vesper. Todmüde fielen wir ins Bett und überlegten schon, wie es wohl heute Abend auf der Mooswies‘ werden wird!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 6, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 6, 2017

Die Lehrer von morgen

Hallo Herbst!

Schön, dass du da bist, lieber Herbst. Ich bin auch wieder da. Zurück aus dem Urlaub, in dem ich super entspannt habe, tolle Gespräche mit meiner Urlaubsbegleitung und langjährigen Freundin geführt und erst in der letzten Woche an den Stress in Deutschland gedacht habe. Zum Schluss war klar, dass der Sommer vorbei sein würde, wenn wir wieder auf deutschem Boden landen werden, und dass ich direkt zurück in den Alltag schlittern würde: erst nach Wolfenbüttel zur letzten Phase des Literatur-Labors (das ich immer noch allen schreibenden jungen Menschen wärmstens ans Herz legen kann!), dann in die Hausarbeiten-Stress-Phase.
Ich bin zwar mit sieben Stunden Verspätung, aber doch ganz angenehm gelandet. In den ersten anderthalb Wochen habe ich viel an meinen zwei Hausarbeiten gearbeitet, es fehlt nun nur noch die kürzere, unbenotete und der Feinschliff an der anderen. Dann kann ich sogar schon anfangen, in Richtung wissenschaftliche Arbeit zu denken – vielleicht ein bisschen Literatur organisieren und eine grobe Gliederung überlegen. Dazwischen hatte ich trotzdem Zeit, mein Zimmer zu verschönern, ein paar Freunde zu treffen und mich darüber zu freuen, dass ich dank des Herbstes endlich wieder Cardigans und Mützen tragen kann (und generell darüber, dass ich wieder einen ganzen Kleiderschrank zur Verfügung habe und nicht bloß einen vollgequetschten Rucksack).
Wie das mit der übrig gebliebenen Hausarbeit so läuft, wird sich noch zeigen. Gerade habe ich ein kleines Hoch und etwas Angst, in diese Einstellung zu verfallen, dass ich doch schon genug geschafft habe und mir jetzt Freizeit gönnen kann. Aber das ist gerade auch ganz schön, denn so richtig böse bin ich mir nicht.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Sep 28, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Sep 28, 2017