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Die Lehrer von morgen

Kinder und warum ich noch keine haben will

Eine Freundin von mir redet schon ernsthaft von ihrer Kinderplanung. Nicht sofort, aber demnächst möchte sie schwanger werden. Manchmal erwische ich mich dann dabei, mein eigenes Leben zu überprüfen: Würden da aktuell Kinder reinpassen? Nach einer Weile merke ich aber, wie absurd dieser Gedanke für mich ist. Doch auch wenn ich noch nicht bereit bin für eigene Kinder – und sich das wohl auch die nächsten fünf Jahre nicht ändern wird – möchte ich, dass meine derzeitige Beziehung von anderen trotzdem ernstgenommen wird. Das auseinanderzuhalten ist manchmal gar nicht so leicht.
Als ich vor Kurzem meinen Bruder besuchte, der dieses erwachsene Leben mit Frau, Kind und Hund bereits führt, wurde ich in meiner derzeitigen Gefühlslage bestätigt. Sein Sohn ist mittlerweile zweieinhalb Jahre alt und ich habe hautnah erlebt, wie anstrengend er sein kann. Er stellt Tausend Fragen, fordert immerzu Aufmerksamkeit und schreit und weint herzzerreißend, wenn er nicht bekommt, was er will. Das Kinder so sind, ist natürlich keine neue Erkenntnis, aber nun war ich ein ganzes Wochenende lang damit konfrontiert. Dabei war ich an diesem Wochenende extra mit dem Nachtbus nach Berlin gefahren, sowieso total übermüdet und hatte den Unistress und mein so ganz anderes Leben im Hinterkopf. Ich wollte einfach viel Zeit mit meinem Bruder und meiner Schwägerin verbringen, erzählen und zuhören. Doch dieses Vorhaben wurde durch meinen Neffen (den ich natürlich sehr lieb habe) ziemlich gestört und das hat mich frustriert.
Natürlich wäre es für mich sicher etwas anderes, wenn es mein eigenes Kind wäre, für das ich ganz viel Zeit und Kopf hätte. Trotzdem war diese Erfahrung sehr gut für mich, um bewusst sagen zu können: Ich freue mich sehr für meine Freundin, wenn sie in den nächsten zwei Jahren ein Baby bekommt – doch mir kann das Ganze gerne noch ein paar Jahre gestohlen bleiben!

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Dec 11, 2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Dec 11, 2017

Die Lehrer von morgen

Referatsgruppenstress

Vergangenen Donnerstag musste ich mit drei weiteren Kommilitonen eine Unterrichtsstunde zum Thema Hauskatze präsentieren. Es gab kein einziges Treffen, an dem die Gruppe vollzählig war. Am ersten Termin hatte eine verschlafen, am nächsten verpasste der andere den Zug und beim dritten war eine krank. Na ja, immerhin konnte ich immer anwesend sein und hatte einen Überblick über unser Vorgehen.
Dennoch schienen meine Anprangerungen in unserer Facebook-Gruppe nicht zu fruchten. Keiner wollte sich bereit erklären, bestimmte Teile zu übernehmen – eiserne Stille. Selbst als ich zum gefühlt hundertsten Mal meinte, es fehlt noch die Ausarbeitung von ihnen, antwortete niemand. Zwei Stunden vor unserer Unterrichtsstunde konnte ich also nicht die gewünschten Unterlagen für Dozent und Studierende ausdrucken, da der Schluss der Ausarbeitung fehlte. Als ich dann eine Stunde vor Beginn zur Vorbereitung kam, war wie erwartet, nur eine Kommilitonin da. Eine halbe Stunde später trollten dann die anderen beiden ein. Der eine musste seine Arbeitsblätter noch in der Bibliothek kopieren, die andere noch ihr Arbeitsblatt vorbereiten. Ich fragte mich, was sie denn überhaupt zu Hause gemacht hatte. Wenigstens hatte eine aus unserer Gruppe ihren Laptop mitgebracht – doch als ich ihn starten wollte, blieb der Bildschirm schwarz. Sie schaute entsetzt, wühlte nervös in ihrer Tasche, fand aber ihr Ladekabel nicht. Der andere Referent hatte zum Glück auch noch einen Laptop dabei.
Trotzdem: Ich war stinksauer! Und das war nicht alles: Ich fragte, ob sie die didaktischen Prinzipien, die wir untereinander aufgeteilt hatten, dabei haben. Entsetzte Blicke trafen mich. Sie dachten, die Präsentation davon wäre erst nächste Woche. Ich blieb ruhig, brodelte aber innerlich – und sowas will Lehrer werden!
Der Scherz an der Sache: Sie kamen damit durch. Unser Unterricht dauerte länger als geplant, was zur Folge hatte, dass wir keine Zeit mehr für die didaktischen Prinzipien hatten. Sie mussten es also nicht einmal der Dozentin beichten. Ich bin so froh, dass die Glühweinzeit schon begonnen hat!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Dec 6, 2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
Dec 6, 2017

Die Lehrer von morgen

Forschungsprojekt zum Thema Mobbing - 2

Mit 30 Schülern haben wir für unser Forschungsprojekt zuerst einen allgemeinen Sprachtest durchgeführt, dann einen, der explizit die rezeptiven Fähigkeiten testen sollte. Zum Schluss füllten sie einen Fragebogen zum Thema Mobbing aus. Dieser wurde auch vom Klassenlehrer beantwortet, sodass wir die Selbst- und Fremdeinschätzung berücksichtigen können.
Die Anzahl von 30 Kindern war dabei relativ knapp für unsere Erhebung, denn unsere Professorin wollte von uns beiden WA-Schreiberinnen, dass wir je die Ergebnisse von 15 Kindern für die entstehende Excel-Tabelle beitragen. Das Problem: Von diesen 30 können wir nur diejenigen werten, die in dem ersten Sprachtest „schlecht genug“ abgeschnitten haben, denn sonst wäre das Kriterium der Sprachspezifischen Sprachstörung (SSES) nicht gegeben. Komplett ausgewertet haben wir die Tests noch nicht, bisher steht aber schon ein Kind fest, dass wir nicht berücksichtigen können. Ich hoffe sehr, dass wir maximal noch ein weiteres Kind herausnehmen müssen. Dann hätte jeder von uns 14 Kinder zur Tabelle beigetragen und unsere Professorin würde hoffentlich ein Auge zudrücken.
Ansonsten war das Testen ganz schön aufwendig und anstrengend. Ich habe gefühlt fünf Tage hintereinander nur das Gleiche geredet. Außerdem war es eine komische Situation, da wir von den Kindern ganz eigennützig ihre Mitarbeit eingefordert haben und ihnen überhaupt keinen Sinn hinter dem Ganzen versprechen konnten. Viele haben gefragt, warum wir das machen, und ich habe immer nur gesagt, dass wir das eben für unsere Forschung brauchen und es uns ganz arg hilft, wenn sie gut mitmachen. Damit haben sich zum Glück alle zufrieden gegeben, aber leid taten sie mir trotzdem. Denn die Tests dauerten teilweise bis zu 30 Minuten in der Eins-zu-eins-Situation mit einer fremden Person, also mir oder meiner Freundin – das war auch für sie sehr anstrengend. Ich bin froh, dass diese Phase nun vorbei ist und es nur noch ans Auswerten, Interpretieren, Literatur lesen und Runterschreiben geht. Das wird noch ein sehr langer Weg, aber ich habe das Gefühl, einen sehr großen Teil schon erledigt zu haben. Und es war trotzdem schön, mal wieder in der Schule gewesen zu sein. Die Arbeit mit den Kindern macht mir unglaublich Spaß und ich freue mich schon sehr auf mein Referendariat, auch wenn das bestimmt ganz anders anstrengend wird.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Dec 6, 2017