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Die Lehrer von miorgen

Schulstart

Vollbepackt mit zwei Rucksäcken und meinem Fahrrad stolperte ich die Bahnhofstreppen der Unterführung hinab. Angekommen im Trubel Nürnbergs bahnte ich mir einen Weg zum Ausgang. Ich hatte mir die Route zur Wohnung genau notiert und versagte dennoch kläglich. Dank Google Maps kam ich dann doch endlich in der Südstadt an.
Da ich in Nürnberg ein Praktikum mache, wohne ich die nächsten drei Wochen in einer WG. Eine meiner Mitbewohnerinnen lernte ich bereits kennen. Die andere hinterließ mir eine Schachtel Pralinen mit einem lieben Willkommenszettel. Sofort fühlte ich mich wohl! Das Zimmer, in dem ich übernachte, ist liebevoll eingerichtet. In der Küche gibt es sogar eine Spülmaschine – für mich purer Luxus.
Um einer morgendlichen Katastrophe aus dem Weg gehen zu können, radelte ich vorsichtshalber die Strecke zur Schule ab. Wieder navigierte mich mein Handy durch sämtliche Gässchen und Straßen. Es dauerte lange, bis ich an meiner Praktikumsschule ankam. Für den Rückweg wählte ich daher eine andere Route.
Zahlreiche Menschen waren Sonntagabend in der Fußgängerzone unterwegs. Sie tummelten sich in Bars, Cafés und Restaurants. In Würzburg ist es doch etwas ruhiger. Allerdings genoss ich dieses Gewusel auf den Straßen. Ich mochte die vielen Lichter der Straßenbahnen und die fremden Gesichter.
Auch der erste Tag an der Schule verlief reibungslos. Ich hospitiere in einer Klasse mit netten Schülern und mag den Unterrichtsstil der Lehrerin – perfektionistisch und durchgreifend. Nächste Woche werde ich meine erste Kunststunde seit Langem halten. Ich bin sehr gespannt, was in den anderen Wochen auf mich zukommt und freue mich darauf!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Oct 9, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Oct 9, 2018

Die Lehrer von morgen

News an der Jobfront

Mein Vertrag mit der Gemeinde für die Arbeit im Kindergarten läuft nun aus. Bisher hieß es, meiner Verlängerung stünde nichts im Wege, da sich noch niemand für die Stelle gefunden habe und zur Not auch in anderen Kitas im Ort Bedarf bestünde. Doch dann stellte sich eine andere Bewerberin vor, die die Einrichtung bereits kennt und von der alle begeistert waren. Sehr wahrscheinlich wird sie demnächst eingestellt – ich habe mich schon den Kindergarten verlassen sehen, ohne Aussicht auf eine neue Stelle.
Doch gestern änderte sich meine Lage, denn meine Professorin machte mir ein Jobangebot. Ich wusste bereits, dass sie mir die Mitarbeit an einem Projekt anbieten würde, dachte aber, es handle sich um eine normale studentische Hilfstätigkeit. Tatsächlich aber geht es um drei Monate mit jeweils 80 Stunden, also fast eine Teilzeitstelle. Außerdem werde ich nun durch meinen Abschluss nicht mehr als studentische Hilfskraft, sondern als wissenschaftliche Hilfskraft bezahlt, weshalb ich von diesem Gehalt fast alle meine Ausgaben decken kann. Über das Projekt darf ich noch nicht so viel verraten, aber ich werde vor allem Recherchearbeit leisten: Studien sichten, Literatur beschaffen, Material kategorisieren und bewerten. Ich kann das alles mehr oder weniger von zuhause aus machen – nur für die Literaturbeschaffung muss ich in Bibliotheken fahren.
Ich möchte sehr gerne in dem Projekt mitarbeiten, freue mich über so viel Flexibilität in meiner Zeiteinteilung und hoffe, dass ich die dafür nötige Disziplin aufbringen kann. Außerdem würde sich die Tätigkeit gut in meinem Lebenslauf machen, gerade im Hinblick auf eine mögliche wissenschaftliche Karriere.
Nebenbei mit 50 Prozent im Kindergarten zu arbeiten, wäre mir dann allerdings zu viel. Vielleicht könnte ich ab und zu als Krankheitsvertretung in den örtlichen Kitas eingesetzt werden und so mein Gehalt von der Hochschule noch etwas aufstocken. Wie ich mich im Januar finanziere, meinem letzten Monat vor dem Referendariatsbeginn, weiß ich allerdings noch nicht. Aber da bisher alles so gut geklappt hat, hoffe ich, dass sich auch hier wieder alles gut fügt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Oct 4, 2018

Die Lehrer von morgen

Sich sortieren

Jeder kennt Sprüche wie: „Jetzt haben wir schon wieder September, wie schnell doch die Zeit vergeht!“ Ja, die Zeit vergeht wie im Flug. Wenn ich überlege, wie lang mir die Semesterferien am Anfang vorgekommen waren und welche Meilensteine ich zu bewältigen hatte, ist es verrückt, dass es jetzt schon wieder in Richtung Unialltag geht.
Meine Ferienjobs bei der Post und der Ferienbetreuung absolvierte ich erfolgreich. Ich brachte mein Zimmer im Studentenwohnheim auf Vordermann. Außerdem musste ich den Verlust eines mir nahestehenden Menschen verarbeiten. Nun kümmere ich mich in Würzburg um das Exposé meiner Zulassungsarbeit. In diesen Semesterferien durchlebte ich also Höhen und Tiefen. Zum einen wollte ich, dass die Zeit schnell vergeht, zum anderen hätte ich mehr Zeit gebraucht.
Nächste Woche beginnt bereits mein dreiwöchiges Praktikum in Nürnberg an einer Sprachheilschule in einer sechsten Klasse. Ich bin aufgeregt, da ich in einem fremden Zimmer schlafen werde, in einer neuen Stadt Zeit verbringe und ich wieder in neue Ereignisse an einer Schule eintauchen werde. Ich weiß nicht, was auf mich zukommt. Ich lerne einen weiteren Arbeitsplatz kennen, neue Gesichter und kann endlich wieder mein Berufsfeld praktisch ausüben. Zum einen liebe ich das Neue, zum anderen wiege ich mich gerne in meinem sicheren Kokon. Doch meine Großmutter spricht mir immer zu, dass man nur mit neuen Erfahrungen wachsen kann – und da hat sie auch Recht.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Sep 27, 2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
Sep 27, 2018