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Die Lehrer von morgen

Start ins Referendariat

Seit dem 1. Februar 2019 bin ich offiziell Lehramtsanwärterin. Wie man sich damit fühlt? Nun ja. Ich versuche mal, ein paar Gefühle für euch zu ordnen.
Erstens: Ich bin irritiert, wenn mir Leute zu meiner Verbeamtung gratulieren, denn bei uns wird jeder Lehramtsanwärter nur auf Widerruf verbeamtet. Nach Abschluss des Referendariats wechseln die meisten wieder in ein Angestelltenverhältnis, bis sie eventuell irgendwann auf Probe verbeamtet werden.
Zweitens: Ich habe Angst. Das Referendariat ist kein Job, den ich einfach kündigen kann, wenn er mir nicht gefällt. Diese anderthalb Jahre muss ich durchziehen, komme was wolle.
Drittens: Ich muss mich noch daran gewöhnen, voll berufstätig zu sein. Die erste Woche war ziemlich stressig, weil es zwei Schultage und drei Seminartage gab. Zum Seminar in Stuttgart fahre ich anderthalb bis zwei Stunden mit dem Zug. Langfristig wird es allerdings nur einen dieser Tage pro Woche geben. An den anderen Tagen habe ich halbtags Schule, dazu kommen Elterngespräche, Nachbesprechungen mit meiner Mentorin und natürlich Unterrichtsvorbereitungen.
Viertens: Ich fühle mich gut aufgehoben. Mit meiner Mentorin an der Schule komme ich sehr gut zurecht und mit meiner Ausbildungsleiterin vom Seminar habe ich wohl das große Los gezogen, weil sie sehr offen ihre Erwartungen formuliert und ich damit gut umgehen kann.
Fünftens: Meine wichtigste Erkenntnis ist bisher, dass „Ref“ nicht nur für Referendariat, sondern auch für Reflektieren steht. Am Seminar üben wir verschiedene Lehrmethoden. Ständig gibt es Reflexionsrunden, in denen wir über unsere Gedanken und Gefühle sprechen. Dadurch sollen wir uns selbst und unsere Lehrerpersönlichkeit kennenlernen. Einen Teil unserer Referendariatsnote werden am Ende die Lehrproben ausmachen. An diese schließt sich jedoch immer ein ebenfalls benotetes Kolloquium an, ein wissenschaftliches Gespräch, in dem wir die Chance bekommen, unser Verhalten im Klassenzimmer zu reflektieren und zu erklären, was wir im Nachhinein anders machen würden.

Autor: Hannah  |  Rubrik: beruf & karriere  |  Feb 21, 2019

Die Lehrer von morgen

Abgeschnitten

Ich lebe noch! Dass ihr so lange nichts von mir gehört habt, liegt daran, dass mein Laptop kaputt war. Anfang Dezember zerbrach mein altes Gerät im wahrsten Sinne des Wortes: Scharnier kaputt! Mit viel Fingerspitzengefühl und Geduld konnte ich ihn ein letztes Mal so weit aufklappen, dass ich alle Daten sichern konnte. Danach war seine Lebenszeit vorüber. Für solche Notfälle lege ich zum Glück immer ein bisschen Geld zurück. Der IT-Experte der Fachschaft, mein kleiner Bruder und viele weitere Menschen berieten mich, bis ich mich für einen Laptop entschieden hatte. Also bestellte ich und bekam auch die Versandbestätigung. Ich wartete eine Woche und dann noch ein paar Tage – während der Feiertage will man ja nicht zu viel Druck machen – und schrieb dann dem Verkäufer. Das Problem war nur, dass dieser gar nicht existierte. Nach einigem Hin und Her hatte ich zwar mein Geld wieder, aber immer noch keinen neuen Laptop.
Irgendwann fand ich aber eine Alternative. Da man als Mathestudent bestimmte Software kostenlos über die Uni bekommen kann, entschied ich mich für die deutlich billigere betriebssytembefreite Variante – um dann festzustellen, dass das alles gar nicht so einfach war. Abgesehen davon, dass die Freischaltung des Kontos, über das man an die Software kommt, eine Woche dauerte, war auch noch die Installation ziemlich langwierig. Mit einem Betriebssystem kann man aber immer noch keine Blogeinträge schreiben und mit den Freeware-Varianten komme ich nicht so gut klar. Darum brauchte ich nochmal einige Zeit, um herauszufinden, wo ich mein gewünschtes Programm möglichst günstig und legal herbekomme. Mein Tipp: Die zweitneueste Variante kostet nur ein Bruchteil der neuesten und ist dafür wohl sogar weniger fehleranfällig. Ich bin ein bisschen stolz auf mich, wie bewusst ich mich informiert habe, um Geld zu sparen.
Die knapp zwei Monate ohne voll funktionsfähigen Laptop waren eine interessante Erfahrung. Ich habe festgestellt, dass man recht viel improvisieren kann, indem man Freeware, öffentliche oder geliehene Rechner und die Hilfsbereitschaft anderer in Anspruch nimmt. So ganz ohne kommt man aber dann doch nicht zurecht.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2019
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 15, 2019

Die Lehrer von morgen

Achtung Fahranfänger!

In letzter Zeit kam alles Schlag auf Schlag. Ich habe innerhalb von drei Tagen meinen Führerschein bestanden, ein Auto gekauft und wurde im Zuge des Referendariatsbeginns auf Widerruf verbeamtet. Perfektes Timing, könnte man sagen, denn fürs Referendariat brauche ich das Auto.
Nun musste ich feststellen, dass mehr dazu gehört als nur eine Fahrerlaubnis und ein fahrbarer Untersatz – als kompetente Autofahrerin würde ich mich zumindest nicht bezeichnen. Am Anfang machte ich direkt ein paar unschöne Erfahrungen mit anderen Verkehrsteilnehmern, die hupten, weil ich den Motor abwürgt hatte. Dieses Verhalten habe ich noch nie verstanden: Als ob das etwas bringen würde. Es setzt mich nur unter Druck.
Weitere Schwierigkeiten ergaben sich vor allem bei meinen ersten Parkversuchen. Ich hatte das Parken in den Fahrstunden in jeglichen Variationen gemeistert, aber plötzlich klappte es nicht mehr. Vor allem unser gemieteter Stellplatz vor unserem Haus bereitete mir viel Frustration.
An den ersten beiden Schultagen traute ich mir nach diesen Erfahrungen nicht mehr zu, allein mit dem Auto zu fahren. Zum Glück hat mein Freund gerade genug Zeit, um morgens auf dem Schulweg mein Beifahrer zu sein und das Auto dann wieder zurückzufahren. So habe ich die Strecke jetzt trotzdem ein wenig üben können und werde sie nächstes Mal hoffentlich alleine bewältigen.
Dennoch glaube ich, dass ich eine gute Autofahrerin werde. Ich fühle mich wohl in meinem Auto und werde immer sicherer. Außerdem genieße ich diese unendliche Freiheit, die ich damit gewonnen habe.