Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Praktikum im Studium

Paralympische Spiele in Deutschland?

Den südkoreanischen Ort Pyeongchang kannten bis vor einem Jahr wohl nur einheimische Skibegeisterte, dank der Olympischen und Paralympischen Spiele nun Sportfans auf der ganzen Welt. Pyeongchang liegt ungefähr zwei Stunden mit dem Zug von der Hauptstadt Seoul entfernt nahe der Ostküste. Wer für die Spiele hergeflogen kam, ist auf dem Weg vom Flughafen vermutlich an der sonnigen Küste vorbeigefahren – und dann im verschneiten Pyeongchang gelandet. Auch wenn während der Paralympischen Spiele im März der Schnee bereits taute, herrscht in diesem Gebiet doch ein ganz anderes Klima als im Rest des Landes.
Für die „Paralympics Zeitung“, ein Projekt der Berliner Zeitung Tagesspiegel, durfte ich zusammen mit anderen Nachwuchsjournalisten zu den Paralympischen Spielen reisen. Ich habe mit Sportlerinnen und Sportlern über ihre Medaillen, Rennen und Spiele gesprochen und anschließend Artikel verfasst.
Was ich bei meiner Recherche außerdem herausfand: Beinahe hätten die Spiele nicht in Südkorea, sondern in Deutschland stattgefunden! Um Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Spiele zu werden, können sich Städte bewerben – so wie es Pyeongchang, München und auch die französische Stadt Annecy getan hatten. Am Ende stimmte ein Komitee zugunsten Südkoreas ab. Könnt ihr euch Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland vorstellen? Für mich fühlen sich die Spiele immer so fern an. Doch klar, 2012 fanden sie in London statt, 2024 ist Paris an der Reihe – warum also nicht auch München?
Wie dem auch sei, als wir in Pyeongchang ankamen, stand ein Begrüßungskomitee bereit, um die Athleten, Medienvertreter sowie Team- und Familienangehörige willkommen zu heißen. In Trachten gekleidet und mit quietschpinken Schildern sowie einer Girlande ausgestattet, winkten sie und machten Bilder mit Passanten.
Wie hätte es wohl ausgesehen, wären wir am Flughafen von München begrüßt worden? Wahrscheinlich hätten dort junge Frauen in Dirndl und junge Männer in Lederhosen auf die Ankömmlinge gewartet …

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 16, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 16, 2018

Praktikum im Studium

Unbezahlte Arbeit

Keines der Praktika, die ich bislang absolviert habe, wurde vergütet. Und auch für mein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur habe ich nur ein kleines Taschengeld bekommen. Es liegt wohl an der Branche, denn als Geisteswissenschaftlerin bin ich es gewohnt, für meine Arbeit kein oder nur wenig Geld zu bekommen.
Aber werde ich behandelt wie eine billige Arbeitskraft, die nur lästige Arbeit erledigen soll, die sonst keiner machen möchte? Meine Antwortet lautet ganz klar: Nein. Im Gegenteil, bisher konnte ich ausschließlich gute Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln. Zwar waren die Aufgaben, die mir zugeteilt wurden, nicht jedes Mal ausgesprochen verantwortungsvoll oder besonders komplex. Aber lästig wurden sie trotzdem nie. Gleichzeitig war mir immer klar, wieso ich bestimmte Dinge mache und welchen Sinn meine Arbeit hat, was meiner Meinung nach viel wert ist.
Des Weiteren wurde ich überall von meinen Kollegen herzlich in das Team aufgenommen. Dass ich meine Mittagspausen nicht alleine verbringen musste, stand nie zur Diskussion. Und auch sonst hatte ich immer das Gefühl, eingebunden zu werden, obwohl allen klar war, dass ich nur für eine kurze Zeit da war. Außerdem musste ich niemals meine Zeit absitzen: Sobald es für mich wirklich nichts mehr zu tun gab, durfte ich nach Hause gehen. Krampfhaft auf eine bestimmte Anzahl an Stunden musste ich also nicht kommen, was ebenfalls ganz angenehm war.
Natürlich wäre es sehr schön, wenn ich für meine Arbeit Geld bekommen würde, da ein Praktikum viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber ich stelle immer wieder fest, dass die Bezahlung für mich nicht an oberster Stelle steht. Wichtiger ist mir, dass ich in einem Praktikum etwas lerne und gerne zur Arbeit gehe.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2018
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Apr 9, 2018

Praktikum im Studium

Zu Besuch im Knast

Die Zeit vergeht wie im Flug, schon fast drei Wochen lang arbeite ich nun beim FCN. Zuletzt berichtete ich euch von den Vorbereitungen rund um das fränkische Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth, mein erstes Heimspiel als Praktikant. Dadurch wird es mir wahrscheinlich als etwas Besonderes in Erinnerung bleiben. Das Spiel an sich war leider alles andere als das. Die Mannschaft verlor gegen den großen Rivalen mit 0:2, die Serie von elf Siegen in Folge war gerissen. Einzig die Tatsache, dass man auf einem Aufstiegsplatz stand, blieb bestehen. Was für ein Tag!
Glücklicherweise ließen sich das Umfeld und die Fans in den kommenden Tagen von der Niederlage nicht großartig aus dem Konzept bringen und der große Aufschrei blieb – fast schon überraschend – aus. Schon sechs Tage später sollte es beim Auswärtsspiel in Bielefeld die Chance auf Wiedergutmachung geben.
Doch wer jetzt denkt, die Arbeit bei einem Fußballverein besteht nur daraus, bei den Spielen kostenfrei die besten Sitzplätze zu erhalten sowie vor, während und nach den Partien in den Genuss von exklusiven Speisen und Getränken zu kommen, hat sich getäuscht. Ich durfte in meiner Anfangszeit etwa mehrere außergewöhnliche Pressetermine begleiten und miterleben. Corporate Social Responsibility oder auch Unternehmerische Sozialverantwortung heißt der Bereich, in dem der 1.FC Nürnberg seit über einem Jahr mit seiner Initiative „NÜRNBERG gewinnt!“ aktiv ist. Ziel ist es, den eigenen Einfluss und das Interesse der Menschen dafür zu nutzen, einen gesellschaftlichen Mehrwert für sämtliche Schichten der Bevölkerung zu schaffen. Inklusion, Integration oder Bewegungsförderung sind einige Beispiele hierfür. In der Woche nach dem Derby besuchte etwa eine Delegation des Vereins rund um FCN-Legende Marek Mintal die Justizvollzugsanstalt, sprich den Knast Nürnberg. Zusammen mit den Häftlingen wurde eine Pressekonferenz simuliert und anschließend ein Fußballtraining abgehalten. Trotz anfänglicher Bedenken wohl aller Beteiligten wurde es ein rundum gelungener Termin, der schon wiederholt wird.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  Apr 3, 2018
Autor: Christoph
Rubrik: studium
Apr 3, 2018