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Praktikum im Studium

Hektisches Leben hinter der Kamera

Die dritte Woche meiner Hospitanz war voller neuer Herausforderungen. Ich habe gestern mit einer Redakteurin sehr spontan einen antisemitischen Vorfall an einer Berliner Schule bearbeitet.
Dabei musste ich in zehn Minuten so schnell wie möglich Informationen zusammentragen. Durch einen jüdischen Freund aus Berlin bekam ich den Kontakt zu einem sehr gut vernetzten Repräsentanten der jüdischen Gemeinde und nach einem kurzen Interview war klar: Wir haben einen journalistischen Jackpot: Der Repräsentant kannte ein Opfer des Angriffs und organisierte uns ein Interview.
Innerhalb einer Stunde sammelten wir Interviews mit der Polizei, dem Opfer und Mitgliedern der jüdischen Gemeinde. Danach hatten wir nur eine Stunde Zeit, um für die Nachrichten um 14 Uhr einen fertigen Beitrag zu senden. Nachdem das geklappt hatte, konnten wir alle erst mal aufatmen.
Einige Minuten später war ich schon beim nächsten Interview mit der Politikerlegende Hans-Christian Ströbele von den Grünen dabei. Im Laufe des Nachmittags kamen Fragen zu dem Angriff auf und ich konnte aus allernächster Nähe sehen, wie schnell Nachrichtenjournalismus gehen muss. Letztendlich saß ich bis 23 Uhr mit im Schneideraum und muss ehrlich sagen: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht! Erst abends fiel mir auf, dass ich zwölf Stunden lang außer einem matschigen Apfel nichts gegessen hatte, aber selbst das störte mich nicht. Fernsehen ist wie eine Droge, nur ohne Nebenwirkungen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
May 7, 2018

Praktikum im Studium

Engagement wird belohnt

Vor zwei Wochen habe ich meine Hospitanz begonnen, aber es fühlt sich gar nicht so an. Ist Arbeit überhaupt Arbeit, wenn es so viel Spaß macht? Die vergangenen Tage waren voller neuer Erfahrungen, Erlebnisse und wichtiger Meilensteine. Ja, ich spreche von Meilensteinen, selbst bei dem kurzen Zeitrahmen. Jeden Tag komme ich freiwillig früher, um bei der Morgendrehs mitzufahren, und seit voriger Woche werde ich nun auch auf eigene Missionen geschickt. Ich bin nun für Drehs verantwortlich und fahre mit einem Team aus Kameramann und Tontechniker raus, um Interviews zu führen oder Filmmaterial zu sammeln.
Der kollegiale Ton beim ZDF sorgt für eine Atmosphäre, in der ich persönlich wachsen und lernen kann, ohne Druck oder Angst. Natürlich sind die meisten aufgrund ihres Arbeitspensums kurz angebunden, aber wenn mal eine freie Minute ist, ist sich keiner zu schade, mir Fragen zu beantworten oder Tipps zu geben. Ich fühle mich wohl, gerade weil keiner anstrengend freundlich ist und jeder Eigenverantwortung zeigen muss.
Heute war ich zum Beispiel morgens auf einem Dreh, bei dem ein Ausbildungsbetrieb in Berlin gezeigt wurde, außerdem wurden der Ausbildungsleiter und die Auszubildenden interviewt. Im Anschluss daran habe ich eine Recherche beendet und bin dann spontan im Auftrag eines Auslandsstudios zu einem Interview gefahren.
Jeder Tag ist anders, spannend, fordernd und intensiv. Wenn ich abends nach Hause komme, falle ich erst mal für eine halbe Stunde ins Bett, bevor ich zu anderen Dingen fähig bin. Hoffentlich gehen die nächsten Wochen mindestens so gut weiter!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Apr 30, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Apr 30, 2018

Praktikum im Studium

Wie ich Biatlon-Fan wurde

Vor meinem Praktikum als Nachwuchsjournalistin bei den Paralympischen Spielen hatte ich noch nie ein Biathlon-Rennen gesehen. Ich komme zwar aus einer Region, in der fast jeder Ski fährt, doch Langlauf oder gar Biathlon sind nicht ganz so beliebt.
Nun stand ich aber an einem Märztag im Alpensia-Stadium, dem Ort, an dem in Pyeongchang sowohl die Biathlon- als auch die Langlauf-Wettkämpfe stattfanden. Ich verstand die vielen Zahlen auf der großen Anzeigetafel erst einmal nicht. Warum werden nie alle Sportler gleichzeitig angezeigt? Wie ich herausfand, starten sie im Einzel und in der Verfolgung im 30-Sekunden-Takt. Deshalb ist nicht unbedingt der Erste im Ziel Sieger, sondern der mit der besten Zeit.
Ich war mir erst nicht sicher, ob ich Spaß an Langlauf und Biathlon finden würde – schließlich wirken beide Sportarten viel langsamer als etwa Ski Alpin. Doch nun kann ich sagen: Absolut Quatsch! Langlauf ist super, weil die Rennen vergleichsweise lang dauern und man deshalb viel mehr mitfiebern kann. Besonders hatte es mir aber Biathlon angetan: Gerade das Schießen macht es spannend bis zum Schluss. Denn je nach Rennen gibt es für einen Fehlschuss eine Strafminute oder -runde. Damit kann das Schießen auch in der letzten Runde noch einmal die Reihenfolge auf dem Podium entscheidend durcheinanderwirbeln.
Besonders schön für die Fans von Team Germany war wohl die Goldmedaille von Martin Fleig: Bei seinem ersten Rennen sah es nämlich anfangs nicht gut für ihn aus. Doch dann fuhr er noch ein tolles Rennen und holte auf den letzten Metern Gold. Im Ziel schüttelte Martin Fleig ungläubig den Kopf und konnte seinen Erfolg kaum fassen. Gerade in solchen Momenten ist es als Journalist besonders schön, die Sportler in der Mixed Zone interviewen zu dürfen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Apr 27, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
Apr 27, 2018