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Praktikum im Studium

Sitzend die Piste runter

Sitzend Ski fahren? Klar, geht das! Zum Beispiel mit einem sogenannten Monoskibob. Das ist ein breites Brett, bei dem die Bindungen – im Gegensatz zum Snowboard – parallel zueinander angebracht sind und auf dem ein Sitz montiert ist. So können Menschen mit einer Querschnittslähmung oder anderen körperlichen Einschränkungen die Piste auch sitzend meistern – das erfordert aber eine sehr stark trainierte Oberkörpermuskulatur.
Monoskis, Prothesen und mehr werden stets technisch weiterentwickelt. Als zum Beispiel vor vier Jahren die Paralympischen Winterspiele im russischen Sotschi stattfanden, trat der deutsche Biathlet Martin Fleig mit einem Schlitten an, der im 3-D-Drucker entstanden war. Viele erhoffen sich von dieser Technik die Chance, kostengünstiger als bislang derartige Sportgeräte herzustellen.
Von modernem Sportgerät profitiert auch Monoski-Rennfahrerin Anna Schaffelhuber. Für sie waren es in Pyeongchang bereits die dritten Paralympics und in Sotschi hatte es für sie regelrecht Gold geregnet, nämlich fünf Medaillen. Zweimal Gold und einmal Silber hat sie nun aus Südkorea mitgebracht. Konkurrenz bekam sie dieses Mal ausgerechnet aus dem eigenen Team, von der drei Jahre jüngeren Anna-Lena Forster, die ebenso zwei Goldmedaillen gewinnen konnte.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  16.05.2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
16.05.2018

Praktikum im Studium

Arbeitstier

Als Hospitantin beim ZDF arbeite ich sehr viel. Vorigen Freitag ackerte ich bis spät in die Nacht, am Samstag von 13 bis 20 Uhr. Ich tue das gerne und es fällt mir kaum auf, wie wenig Zeit mir für private Angelegenheiten bleibt. Erleichternde Faktoren dabei sind, dass mein Freund momentan noch im Ausland ist, meine Freunde auch viel arbeiten und ich in Berlin in den letzten Jahren bereits sehr viel gesehen habe. Solange ich jeden Sonntag eine Runde über den Flohmarkt am Mauerpark gehen kann, bin ich glücklich und zufrieden.
Gestern aber ließ mich ein Kommentar innehalten. Die andere Hospitantin meinte nämlich zu mir, ich dürfe mich nicht übernehmen und solle weniger Projekte annehmen, um diese dann intensiver zu begleiten. Ich nehme tatsächlich viele Aufgabe an und arbeite einigen Redakteuren zu, aber bisher habe ich alles sehr gut geschafft und von ihnen ein positives Feedback für meine Arbeit bekommen. Natürlich gibt es Abende, an denen ich erschöpft ins Bett falle, aber es gab noch keinen Moment an dem ich völlig entkräftet und überfordert im Büro saß und weg wollte.
Ich weiß von mir, dass ich Dinge gut koordinieren kann und im Zweifelsfall ein Mittagessen opfere, um noch etwas abzuliefern. Dabei ist es mir natürlich wichtig, trotzdem sorgfältig und zuverlässig zu arbeiten. Während der Arbeitszeit brauche ich persönlich keine Entspannungszeit oder mehrere Kaffeepausen, um den Tag zu überstehen. Viel wichtiger für meine Ausgeglichenheit und mein Wohlbefinden ist es, abends lange mit meinem Freund zu skypen, einen warmen Tee zu trinken und ein heißes Bad zu nehmen. Ich schaffe so viel Arbeit, weil ich mich abends auf etwas freuen kann und dort meine absolute Entspannung finde. Ich habe jeden Abend eine Person, mit der ich lachen kann und der ich alles erzählen kann, was so passiert ist. Für einen rastlosen Menschen wie mich ist es wichtig, einen Anker zu haben. Mein Fels in der Brandung hilft mir, produktiver zu sein und mich dabei glücklich zu fühlen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  15.05.2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
15.05.2018

Praktikum im Studium

Mit Blick auf Nordkorea

Nordkorea fühlt sich so unglaublich fern an. Voriges Jahr habe ich mir Dokumentationen über das Land angeschaut, war auf Diskussionsveranstaltungen zu Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea und habe in politikwissenschaftlichen Seminaren darüber gesprochen. Und trotzdem erscheint es mir wie ein Land auf einem anderen Planeten.
Bevor ich im März nach Pyeongchang flog, habe ich zum Beispiel nicht gewusst, dass Touristen zur Grenze zwischen Süd- und Nordkorea reisen dürfen. Wie ich bald herausfand, gibt es jedoch sogar Touren, mit denen man zum Beispiel Militärstützpunkte oder Museen im vier Kilometer breiten Grenzstreifen besuchen kann, die sogenannte demilitarisierte Zone.
So ein Museum bietet einen seltsamen Anblick, fand ich: Überall hingen bunte Bänder, die sogenannten „Friedensbänder“, um auf eine Wiedervereinigung einzustimmen. Die Besucher erhielten zudem bunte Zettel, auf die sie ihre Wünsche für eine koreanische Wiedervereinigung schreiben konnten. Diese wurden neben hunderten weiteren Zetteln an eine Wand des Museums gepinnt. Neben diesen Friedenszeichen steht dann aber wiederum ein Panzer – so ganz passt das doch nicht zusammen.
In diesem Grenzstreifen ist Nordkorea plötzlich ganz nah: Von Aussichtsplattformen aus sind Berge in der Ferne zu sehen, die bereits zu Nordkorea gehören. Südkoreanische Soldaten laufen mehrmals täglich an der Grenze entlang – vor allem seitdem Tunnel entdeckt wurden, durch die nordkoreanische Soldaten versucht hatten, in den Süden des Landes zu kommen.
Ich war mir vorab nicht bewusst, welch große Rolle das Thema der Wiedervereinigung in Südkorea spielt. Zwar habe ich auch mit Südkoreanern gesprochen, die diese eher kritisch stehen, trotzdem ist sie ein Motiv, das in vielen Museen und Besuchsstätten vorherrscht.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  11.05.2018