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Mein Referendariat

„Das wird schlimm für euch“

„Ihr werdet euch oft denken: Das ist nicht zu schaffen.“ Mit diesen Worten wurden wir auf der Einführungsveranstaltung für das Referendariat von den anderen Referendaren, die schon Erfahrung hatten, mental auf das zweite Staatsexamen vorbereitet. Wie aufbauend! Sowas nennt man dann wohl Erwartungsmanagement!
Eine Woche vor offiziellem Beginn des Referendariats hat der Personalrat uns alle zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Es gab viele nützliche Tipps und Tricks. Das Referendariat in Berlin scheint allerdings ziemlich verschult zu sein. Wenn man nicht zu einer Arbeitsgruppe geht, muss man morgens anrufen und sich krankmelden; ab vier Krankheitstagen muss man ein Attest vorlegen, und wenn man zu häufig fehlt, drohen Lohnkürzungen. In den Arbeitsgemeinschaften gibt es Noten, sowohl für die mündliche Beteiligung als auch für die Übungsklausuren.
Nach dieser teilweisen eher ernüchternden Einführung ging es in eine Bar, um die anderen Referendare kennenzulernen. Es waren sehr viele interessante Leute dabei; aufgrund der langen Wartezeiten in Berlin hatten auch viele in der Zwischenzeit einen Master im Ausland gemacht oder promoviert. Ich bin also nicht die einzige, die über ein Jahr lang keine Berührungspunkte mit dem deutschen Recht hatte – beruhigend.
Wenn ich an den Beginn des Referendariats denke, kann ich nicht ganz aufrichtig sagen, dass ich mich freue – vor allem, weil das zweite Staatsexamen am Ende bedrohlich wirkt. Aber worauf ich schon gespannt bin, ist Jura in der Praxis zu erleben.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  21.11.2018
Autor: Luisa
Rubrik: studium
21.11.2018

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