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Schülerleben live

Immer wieder Dresden


Physik hatte ich abgewählt, aber zur Physikexkursion musste ich trotzdem mitfahren. Das lag daran, dass ich die einzige bin, die Physik nicht weitermacht, sondern sich für Französisch entschieden hat. Ich bin zwar kein Sprachgenie, aber Französisch macht mir doch mehr Spaß als Physik. Die Tatsache, dass ich mit zur Physikexkursion musste, fand ich eher lustig als nervig. Während alle anderen ernsthaft mit ihren Aufgaben beschäftigt waren, hatte ich keinerlei Verpflichtungen und konnte das Ganze entspannt angehen. Wir waren in Dresden Rossendorf, im Schülerlabor DeltaX, um mehr über Radioaktivität und Strahlungen zu lernen. Von dem Thema hatte ich zwar keine Ahnung, fand es aber spannender als in ein Museum zu gehen. Vielen ging es jedoch auf die Nerven, dass diese Exkursion in Dresden stattfand, weil es dadurch ein langer Tag wurde. Als wir unsere Forschungen im Labor abgeschlossen hatten, stand den anderen eine lange Heimfahrt bevor – mir jedoch nicht. Erst vor ein paar Wochen ist eine gute Freundin von mir nach Dresden gezogen, um eine Ausbildung zu machen. Ich hatte ihre Wohnung noch nicht gesehen und musste ihr außerdem noch die beste Eisdiele der Welt zeigen, die ich bei unserem letzten Schulausflug nach Dresden entdeckt hatte. Statt mit den anderen den Nachmittag im Bus zu verbringen, hatte ich noch einige schöne Stunden in Dresden, die sich auf jeden Fall gelohnt haben.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 15, 2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Oct 15, 2018

Schülerleben live

Orientierung

Meine Schulzeit neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Noch denke ich mir: „Ach, ein Jahr habe ich doch noch“, aber das stimmt nicht. Das Jahr hat mittlerweile nur noch ein paar Monate, die schneller vergehen, als man denkt. Es steht auf jeden Fall fest, dass ich nach dem Abitur mit einer Freundin ein Jahr eine Auszeit nehme. Das heißt, wir werden nach Dänemark wandern. Geplant war das alles mit Pferd, doch vielleicht gehen wir auch zu Fuß. Ich freu mich schon auf die Herbstferien, wenn wir endlich Zeit haben, uns an die Planung zu machen.
Ich muss aber auch Pläne für die Zeit danach machen. Bis zum Winter möchte ich mich endlich entschieden haben, was ich später studieren oder was für eine Ausbildung ich machen möchte. In den vergangenen Jahren haben sich meine Berufspläne oft geändert. Erst wollte ich irgendwas mit Pferden machen, später mit Medien und Filmen. Zurzeit könnte ich mir vorstellen, irgendwas mit Schreiben zu machen. Ich denke, dass mir eine Tätigkeit als Schriftstellerin gefallen würde, doch die ganze Sache hat einen großen Nachteil: Man arbeitet meist freiberuflich und ich hätte gerne einen halbwegs sicheren Job. Natürlich gibt es feste Berufe in Verlagen und ähnlichem, aber nach allem was ich bei meiner Recherche gelesen habe, weiß ich nicht mehr, ob das tatsächlich etwas für mich wäre. Deshalb habe ich mir neben dem Plan A noch einen Plan B erstellt: Ich könnte erst mal Germanistik studieren und anschließend versuchen, einen Beruf rund ums Schreiben und Lesen zu finden. Wenn ich dann merke, dass es nichts für mich ist, besteht immerhin noch die Möglichkeit, Deutschlehrer zu werden. Ich hatte sowieso schon an die Berufsmöglichkeit gedacht, da man als Lehrer die Möglichkeit hat, diesen Kindern etwas Gutes mit auf den Weg zu geben.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 21, 2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Sep 21, 2018

Schülerleben live

Ein Berg ist besiegt

Gegen Ende der elften Klasse hatte ich große Probleme, alle schulischen und außer-schulischen Pflichten zu erfüllen. Das lag vor allem daran, dass ich etwa zweimal die Woche nach dem Unterricht noch Fahrschule hatte. Da ich meine Hobbys dennoch nicht vernachlässigen wollte, waren diese Wochen sehr stressig.
Doch seit zwei Wochen – pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres – bin ich den Zeitfresser Fahrschule los. Jetzt muss ich nicht mehr zu den Fahrstunden und kann statt mit dem Bus mit meinem Moped oder mit dem Auto zur Schule fahren. Das spart also gleich doppelt Zeit. Da ich erst 17 Jahre alt bin, darf ich zwar nur mit einer Begleitperson Auto fahren, dennoch war es eine gute Entscheidung, bereits in der elften Klasse den Führerschein zu machen. Den zusätzlichen Stress kann ich im letzten Schuljahr wirklich nicht gebrauchen.
Die Fahrschule war ohnehin nicht nur ein Stressfaktor, weil sie so viel Zeit in Anspruch genommen hat. Ich habe mich nicht immer gut angestellt und oft Fehler gemacht, die nicht hätten passieren müssen. Mir fiel es schwer, mich zu konzentrieren, wenn ich nach acht Stunden Schule noch Auto fahren sollte. Es gab Zeiten, in denen ich am liebsten alles aufgegeben hätte. Umso schöner ist, dass ich alles geschafft habe und damit nicht nur alles, was mich belastet hat, losgeworden bin, sondern auch noch etwas gewonnen habe – nämlich Selbstständigkeit. Ich habe einen großen Schritt Richtung Erwachsenwerden gemacht. Die nächsten Hürden sollen ruhig kommen, denn wie man so schön sagt: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 7, 2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Sep 7, 2018