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Studieren im Ausland

Wer, wie, was ...

Wer nicht Jura oder auf Lehramt studiert, kann mit dem Begriff Referendariat vielleicht nicht viel anfangen. Deswegen erkläre ich, um was es sich dabei handelt.
Wer? Ein Referendariat ist ein Vorbereitungsdienst auf eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Die größte Gruppe bilden Lehramtsreferendare und Rechtsreferendare.
Wie? Mit Abschluss des ersten Staatsexamens bewirbt man sich um eine Ausbildungsstelle. Die Anforderungen sind je nach Bundesland und teilweise sogar je nach Stadt unterschiedlich. In manchen Bundesländern kann es Wartezeiten geben, andere vergeben ihre Referendariatsplätze nach Leistung.
Was? Das Referendariat ist je nach Bundesland in fünf bis sechs Stationen unterteilt und dauert etwa zwei Jahre. Bei jeder Station arbeitet man in einem anderen Gebiet, als angehender Volljurist etwa am Gericht, bei Staats- oder Rechtsanwalt. Neben den Pflichtstationen kann man sich die Verwaltungsstation und eine bis zwei Wahlstationen aussuchen. Unter Erstere fallen zum Beispiel internationale Regierungsbehörden oder Nichtregierungsorganisationen. Die Wahlstation kann einen dann ins Ausland, etwa zu Botschaften oder zu Unternehmen führen. Das ist einer der Vorteile am Jurastudium: Man ist danach vielfältig einsetzbar. Das Referendariat ist wie eine Aneinanderreihung von Praktika, die Aufschluss darüber geben, was zu einem passen könnte. Neben diesen praktischen Ausbildungsinhalten hat man auch Kurse, die die Theorie vermitteln. Am Ende des Referendars steht das zweite Staatsexamen, mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung.
Warum? Es soll sichergestellt werden, dass zukünftige Beamten für diese Tätigkeit geeignet sind.
In ein paar Wochen geht es los, und ich schwanke zwischen Neugierde, Vorfreude und antizipierter Erschöpfung.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Oct 22, 2018
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Oct 22, 2018

Studieren im Ausland

Unendliche Möglichkeiten

Hätte ich mir vor wenigen Wochen vorstellen können, Tee zu trinken und dabei kleine Kängurus und Erdmännchen zu streicheln? Oder mitten inmitten von kreischenden Mädchen K-Pop-Aufführungen auf der Straße zu sehen? Oder etwa den Sonnenuntergang vom Namsan Fernsehturm aus zu beobachten? Wohl eher nicht! Seoul ist eine unglaubliche Stadt, die unheimlich viel zu bieten hat. Dazu gehören auch die Themencafés: Ich war zum Beispiel in einem „Animal Café“, in dem Erdmännchen, Kängurus, Polarfüchse und kleine Raubkatzen zusammenleben. Dort angekommen musste ich meine Sachen sicher verstauen, meine Hände desinfizieren und die Regeln des Cafés lesen und befolgen. Als schließlich drei schlummernde Erdmännchen auf meinem Schoß lagen, war es schwierig, nicht die Fassung zu verlieren. Ich fand die Atmosphäre schön, aber mir ist auch bewusst, dass es nicht richtig ist, diese Tiere in Gefangenschaft zu halten und ihnen den Kontakt zu Menschen aufzudrängen. Es gibt wohl in Seoul noch eine Vielzahl solcher Cafés, etwa mit Hunden, Katzen, Waschbären und Schafen. Diese Stadt lässt absolut schräge Dinge ganz alltäglich wirken.
Sehr amüsant finde ich, dass ein nicht unbeachtlicher Teil der Austauschstudierenden tatsächlich wegen ihrer Liebe zu K-Pop hier sind. Im Gespräch sagten mir viele, dass sie die Songtexte ihrer Idole verstehen, ihre Kultur kennenlernen und ihnen nahe sein wollten. Ich persönlich finde es faszinierend und erschreckend zugleich, wie weit diese Begeisterung für K-Pop geht – spätestens seit meine Zimmergenossin ihre Wand mit dem Gesicht ihres koreanischen Lieblingspopstars zugepflastert hat.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Oct 19, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
Oct 19, 2018

Studieren im Ausland

Am anderen Ende der Welt

Als ich in Taipeh aus dem Flugzeug gestiegen bin, war ich vor allem eins: müde! Im Flieger konnte ich kaum schlafen, aber wenigstens einen Film sehen, den ich im Kino verpasst hatte.
In Taipeh angekommen passierte genau das, wovor mich zuvor alle gewarnt hatten: Niemand sprach Englisch. Dafür kam mein Koffer unversehrt und pünktlich an, was bei meinen letzten Flügen nicht immer der Fall gewesen war.
Als nächstes musste ich zum Hauptbahnhof. Die Zugfahrt dorthin dauerte eine ganze Weile. Die Züge in Taiwan sind hochmodern: An allen Sitzplätzen sind Kabel befestigt, mit denen Handys aufgeladen werden können – und die Klimaanlage funktioniert. Auf der Fahrt sah ich viele graue Betonklötze und Fabriken, aber auch Bäume, die viel größer und grüner als die in Deutschland sind.
Als ich den Hauptbahnhof verließ, schlug mir eine Hitze entgegen, wie ich sie in Deutschland nie erlebt hatte. Bis zu meinem Hostel waren es nur einige Minuten zu Fuß. Der Weg dorthin sah jedoch einfacher aus als er tatsächlich war: Um die riesigen Straßen zu überqueren, sind Brücken in Taipeh oftmals der einzige Weg. Wo es keinen Aufzug gibt, ist das mit schwerem Gepäck, gar nicht so einfach. Mein Hostel sah von außen vor allem riesig und grau aus, war aber von innen absolut cool: Mitten im Gemeinschaftsraum ragte ein Baum in die Höhe und die Betten im Schlafsaal waren mit Vorhängen versehen, die vergleichsweise viel Privatsphäre versprachen – und es mir ganz einfach machten, am ersten Abend trotz Jetlag direkt einzuschlafen.