Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

Reise in die Renaissance

Nach dem Tagesausflug nach Montpellier fuhren meine Freunde und ich mit einem Mietwagen gen Osten nach Italien. Über eine wunderschöne Strecke direkt an der Küste brauchten wir etwa acht Stunden nach Florenz. Bisher kannte ich Florenz nur aus der Darstellung in Dan Browns „Inferno“ und war extrem gespannt, ob die Stadt auch ohne mysteriöse Rätseljagd überzeugen kann.
Um eine Übersicht zu bekommen, besorgten wir uns morgens in der Touristeninfo eine Karte und liefen auf einen Hügel am Rande der Stadt, von dem wir einen fantastischen Ausblick hatten. Danach machten wir eine Free Walking Tour, bei der ich doch tatsächlich die Stadtführerin wiedererkannte. Ich hatte sie schon einmal in Venedig getroffen, wo sie zu diesem Zeitpunkt studierte und eine äußerst interessante Free Walking Tour mit uns gemacht hatte. Meine Erwartungen waren also entsprechend hoch und sie wurden nicht enttäuscht! Sie machte nach wie vor einen wirklich guten Job und schaffte es, uns mit ihrer lebendigen Art ein Gefühl für die Geschichte und die Kultur der Stadt zu geben. Mit unserem neuen geschärften Blick für die Renaissance, die in Florenz ihren Anfang nahm, entdeckten wir viele Hinweise auf die Besonderheiten dieser Zeit, die uns sonst sicherlich verborgen geblieben wären. Ausgerüstet mit guten Tipps planten wir im Anschluss den Folgetag. Wir wollten unbedingt die berühmte Gemäldesammlung in den „Uffizien“ besichtigen und danach in eine Ausstellung gehen, die unsere Stadtführerin uns ans Herz gelegt hatte. Die Uffizien sind ein u-förmiger Gebäudekomplex, der einen chronologisch durch eine unfassbar umfangreiche Kunstsammlung leitet. Angefangen bei griechischen und römischen Statuen geht es weiter mit religiösen Gemälden aus dem Mittelalter bis hin zur Malerei der Renaissance, die wir dank der Free Walking Tour nun mit einem etwas geschulteren Auge betrachten konnten. Trotzdem wünschte ich, ich hätte noch mehr Ahnung von Kunst. So hatte ich nämlich den Eindruck, ohne den Blick für das Wesentliche von der Sammlung überwältigt zu werden.
Florenz wird mir mit der Fülle an Kunst und Architektur aus der Renaissance sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Am Nachmittag machten wir uns mit dem Auto zurück auf den Weg nach Frankreich, wo wir noch eine Nacht in Nizza verbringen wollten.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2019
Autor: Katha
Rubrik: studium
May 7, 2019

Studieren im Ausland

Auf nach Vietnam!

Nach Vietnam zu fliegen, war eine eher spontane Idee. Mein Uniseminar am Donnerstag musste ausfallen, dafür klingelte morgens um 5 Uhr der Wecker. Hanoi, die Hauptstadt im Norden Vietnams, ist nur etwa drei Stunden Flugzeit von Taipeh entfernt. In Vietnam angekommen wurden wir von der Hitze regelrecht erschlagen. Noch am Flughafen wechselte ich meine Sportleggings gegen kurze Shorts aus, bevor wir uns auf die Suche nach einem Taxi machten.
Hanoi ist eine unfassbar quirlige Stadt: Aus Taipeh kannten wir es schon, dass man auf den Fußgängerwegen kaum laufen kann, weil überall Motorroller stehen, Anwohner ihre Wohnzimmermöbel nach draußen verlegt haben oder Restaurants kochen. In Hanoi gingen wir daher schon ganz selbstverständlich auf der Straße. Im Vergleich zu Taipeh hat die Stadt gefühlt viel mehr Motorrollerfahrer, auch wenn ich das zuvor nicht für möglich gehalten hatte.
Wunderbar fand ich das Essen. Anfangs hatte ich in Taiwan ziemliche Probleme, mich an die Landesküche zu gewöhnen. In Vietnam haben wir uns dagegen einmal wirklich satt gegessen – und jede Menge Mangosaft getrunken!
Mit unserem Hostel hatten wir gleich doppelt Glück gehabt: Zum einen war es recht sauber und das Frühstück lecker. Zum anderen brachte die Besitzerin uns bei, vietnamesische Frühlingsrollen zu kochen, und half uns bei unserer Ausflugsplanung. Einer davon ging nach Halong Bay, also an die Küste. Die riesigen Felsen, die dort aus dem Meer ragen, sind zwar gefühlt auf jeder zweiten vietnamesischen Postkarte zu sehen und damit das Touristenhighlight schlechthin, sprachlos waren wir dennoch! Auf dem Rückweg saßen wir im Bus neben einem japanischen Ehepaar, das wenig Englisch sprach. Scheinbar um sich die Zeit zu vertreiben, fing der Mann kurzerhand an, aus geblümten Papier Formen zu basteln und die daraus entstehenden Schwäne an alle Passagiere um ihn herum zu verschenken. Abends hielten wir an einer Raststätte, wo er uns beibrachte, regelrecht aufblasbare Kugeln aus Papier zu basteln. Aus meiner habe ich die Luft rausgedrückt und sie in meiner Geldbörse verwahrt: Das Kunstwerk soll unbedingt heil zuhause ankommen.

 

Studieren im Ausland

Montpellier

Zweieinhalb Autostunden von Marseille entfernt liegt Montpellier, eine Stadt nahe der französischen Mittelmeerküste. Mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man als junger Mensch bis 26 vergleichsweise günstig und flexibel durch Frankreich. Mit einigen anderen internationalen Studierenden machte ich deshalb am Sonntag einen Tagestrip mit dem Bus nach Montpellier.
Montpellier ist eine Stadt, die mich vom ersten Augenblick an beeindruckte. Sie hebt sich von anderen südfranzösischen Städten und insbesondere von Marseille durch ihr gepflegtes Stadtbild ab. Die Straßen waren sauber, die seltenen Graffitis allesamt Kunstwerke und der Sandstein, aus dem dort zahlreiche Gebäude bestehen, strahlte fast weiß in der gleißenden Sonne. Die Stadt kann man bequem zu Fuß besichtigen, da alle Sehenswürdigkeiten im Umkreis vom Place de Comédie liegen, der das lebendige Zentrum der Stadt bildet. Von dort aus führt eine Fußgängerzone zur Porte Peyrou, einem Triumphbogen, der den westlichsten Punkt der Altstadt markiert. Dahinter schließt sich ein Park an, der den Blick auf das vollständig erhaltene Aquädukt aus den Zeiten der Römer freigibt. Seine etwas erhöhte Lage ermöglicht außerdem einen Ausblick aufs Meer und den angrenzenden Höhenzug im Nordwesten.
Insgesamt machte die Stadt einen ruhigen Eindruck auf mich, weshalb ich fast ein bisschen enttäuscht war, als wir abends wieder im lauten und dreckigen Marseille ankamen. Je länger ich hier lebe, desto mehr fällt mir auf, dass Marseille kein wirklich schönes Bild abgibt, wenn man von ein paar wenigen Orten absieht. Da aber zum Glück fast immer die Sonne scheint, fällt das gar nicht auf!

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 25, 2019