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Studieren im Ausland

Ein Monat vergangenen

Die Zeit vergeht wie im Flug. Einen ganzen Monat bin ich schon in Seoul. An meiner Austauschuniversität fühle ich mich pudelwohl und meine Begeisterung wird mit jedem Tag größer. Selbst die astronomisch hohen Gemüse- und Obstpreise können daran nichts ändern. Jeder Tag ist ein Abenteuer und jeden Abend falle ich erschöpft ins Bett. Diese Woche haben wir glücklicherweise einen Tag frei, da die mystische Gründung der koreanischen Nation gefeiert wird. Am Donnerstag und Freitag findet das Semesterfestival statt, wo bekannte K-Pop-Künstler auftreten. Ich muss gestehen, dass ich keinen der Künstler kenne, aber die K-Pop-Fans unter den Austauschstudierenden haben fast einen Herzinfarkt bei Namen wie Seungri, Eric Nam und Zion.T bekommen. Ich glaube, die ganze Uni wird sich in ein Meer kreischender Fans verwandeln – ich bin gespannt auf dieses Erlebnis. Ein weiterer Programmpunkt ist ein E-Sport-Wettbewerb, wir sind hier schließlich im Land der digitalen Sportarten. Außerdem gibt es viele Essensstände.
Es klingt so, als würde ich nur Spaß haben, aber ich muss auch viel arbeiten. In drei Wochen haben wir unsere Zwischenprüfungen und nebenbei lassen uns unsere Professoren fröhlich schriftliche Ausarbeitungen verfassen und Gruppenprojekte fertigstellen. Auch geistert eine 20-seitige Hausarbeit in meinem Hinterkopf herum und muss noch geschrieben werden. Das Motto hier ist: hart arbeiten und noch härter das Leben genießen. Ich habe jetzt noch drei Monate meines Semesters Zeit, beides so gut wie möglich zu kombinieren.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  30.10.2018

Studieren im Ausland

Wer, wie, was ...

Wer nicht Jura oder auf Lehramt studiert, kann mit dem Begriff Referendariat vielleicht nicht viel anfangen. Deswegen erkläre ich, um was es sich dabei handelt.
Wer? Ein Referendariat ist ein Vorbereitungsdienst auf eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Die größte Gruppe bilden Lehramtsreferendare und Rechtsreferendare.
Wie? Mit Abschluss des ersten Staatsexamens bewirbt man sich um eine Ausbildungsstelle. Die Anforderungen sind je nach Bundesland und teilweise sogar je nach Stadt unterschiedlich. In manchen Bundesländern kann es Wartezeiten geben, andere vergeben ihre Referendariatsplätze nach Leistung.
Was? Das Referendariat ist je nach Bundesland in fünf bis sechs Stationen unterteilt und dauert etwa zwei Jahre. Bei jeder Station arbeitet man in einem anderen Gebiet, als angehender Volljurist etwa am Gericht, bei Staats- oder Rechtsanwalt. Neben den Pflichtstationen kann man sich die Verwaltungsstation und eine bis zwei Wahlstationen aussuchen. Unter Erstere fallen zum Beispiel internationale Regierungsbehörden oder Nichtregierungsorganisationen. Die Wahlstation kann einen dann ins Ausland, etwa zu Botschaften oder zu Unternehmen führen. Das ist einer der Vorteile am Jurastudium: Man ist danach vielfältig einsetzbar. Das Referendariat ist wie eine Aneinanderreihung von Praktika, die Aufschluss darüber geben, was zu einem passen könnte. Neben diesen praktischen Ausbildungsinhalten hat man auch Kurse, die die Theorie vermitteln. Am Ende des Referendars steht das zweite Staatsexamen, mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung.
Warum? Es soll sichergestellt werden, dass zukünftige Beamten für diese Tätigkeit geeignet sind.
In ein paar Wochen geht es los, und ich schwanke zwischen Neugierde, Vorfreude und antizipierter Erschöpfung.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  22.10.2018
Autor: Luisa
Rubrik: studium
22.10.2018

Studieren im Ausland

Unendliche Möglichkeiten

Hätte ich mir vor wenigen Wochen vorstellen können, Tee zu trinken und dabei kleine Kängurus und Erdmännchen zu streicheln? Oder mitten inmitten von kreischenden Mädchen K-Pop-Aufführungen auf der Straße zu sehen? Oder etwa den Sonnenuntergang vom Namsan Fernsehturm aus zu beobachten? Wohl eher nicht! Seoul ist eine unglaubliche Stadt, die unheimlich viel zu bieten hat. Dazu gehören auch die Themencafés: Ich war zum Beispiel in einem „Animal Café“, in dem Erdmännchen, Kängurus, Polarfüchse und kleine Raubkatzen zusammenleben. Dort angekommen musste ich meine Sachen sicher verstauen, meine Hände desinfizieren und die Regeln des Cafés lesen und befolgen. Als schließlich drei schlummernde Erdmännchen auf meinem Schoß lagen, war es schwierig, nicht die Fassung zu verlieren. Ich fand die Atmosphäre schön, aber mir ist auch bewusst, dass es nicht richtig ist, diese Tiere in Gefangenschaft zu halten und ihnen den Kontakt zu Menschen aufzudrängen. Es gibt wohl in Seoul noch eine Vielzahl solcher Cafés, etwa mit Hunden, Katzen, Waschbären und Schafen. Diese Stadt lässt absolut schräge Dinge ganz alltäglich wirken.
Sehr amüsant finde ich, dass ein nicht unbeachtlicher Teil der Austauschstudierenden tatsächlich wegen ihrer Liebe zu K-Pop hier sind. Im Gespräch sagten mir viele, dass sie die Songtexte ihrer Idole verstehen, ihre Kultur kennenlernen und ihnen nahe sein wollten. Ich persönlich finde es faszinierend und erschreckend zugleich, wie weit diese Begeisterung für K-Pop geht – spätestens seit meine Zimmergenossin ihre Wand mit dem Gesicht ihres koreanischen Lieblingspopstars zugepflastert hat.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  19.10.2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
19.10.2018