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USA

Amerikanische Kaffeekultur

Dass Amerikaner die größten Kaffeetrinker sind, ist vielleicht nicht so bekannt, wie, dass wir Deutsche viel Bier trinken. Es wird einem aber schnell klar, wenn man sich hier einlebt. Meine freien Stunden verbringe ich nicht selten in einem der vielen Kaffeehäuser hier. Da gibt es nicht nur Starbucks, das nun auch in Deutschland Fuß fasst, nein fast überall gibt es Kaffee von mehr oder minder guter Qualität - und der hilft! In meiner Schulzeit war ich nachmittags meist ziemlich erschöpft und brauchte bis zum Abend, um wieder an Fahrt zu gewinnen. Mit einem guten Becher Kaffee kann ich auch am Nachmittag Aufgaben machen, lernen oder mich mit Freunden einfach besser unterhalten.

Täglich verbringe ich mindestens zwei Stunden in einem sehr freundlichen, fast familiären Kaffeehaus nur wenige Minuten von meiner Wohnung entfernt. Es herrscht ein angenehmes und oft stimulierendes Klima. Der kabellose Internetzugang ist kostenlos und nicht selten sitzen ein Dutzend Leute um mich herum mit ihren Laptops - Studis, so wie ich und andere die sich hier sozusagen ihr Büro einrichten. Mein Kaffeehaus hat fair gehandelten und biologisch angebauten Kaffee und ist wirklich urgemütlich. Wenn man hoch rechnet, wie viel man im Monat und im Jahr für Kaffee ausgibt, ist das gar nicht mal so wenig, aber als regelmäßiger Kunde gibt es lauter Spar- und Rabattmöglichkeiten. Beispielsweise kann man seine eigene Tasse mitbringen und mit einer Karte ist jeder zehnte Kaffee kostenlos. Von der Vielfalt an Geschmacksnoten, die ich täglich kennenlerne bin ich fasziniert.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  12.03.2008
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Rubrik: studium
12.03.2008

USA

Studenten laufen Amok

Kurz nach den letzten zwei Amokläufen an amerikanischen Universitäten waren auch an meiner Uni sowohl Studierende, als auch Sicherheitsleute angespannter. Ohne Ausweis kommt man hier nirgends rein. Dieses allgemeine Mißtrauen ist schade, aber angesichts der Tatsachen verständlich. In Deutschland war es für mich auf der Suche nach einer Uni kein Problem mal in Würzburg oder München in eine Vorlesung rein zu schauen. Da gibt es zwar auch manchmal Aufpasser - aber hier muss man oft mit einem elektronischen Ausweis durch eine Schranke, wie im Schwimmbad oder in der Metro.

Glücklicherweise verfliegt die Angespanntheit angesichts des Alltags aber wieder recht schnell. Die Einstellung der Amerikaner zum Thema Waffen ändert sich aber leider nicht. Mehr als die Hälfte aller amerikanischen Haushalte hat mindestens eine Handschusswaffe. Viele Amerikaner sind Waffensammler und Bücher über Waffen findet man an den prominentesten Stellen jeder Buchhandlung. Ich habe mich erst vor Kurzem mit einem Germanistik-Professor hier unterhalten. Wenn er über das Thema Waffen und das Bürgerrecht zum Waffenbesitz diskutiert, dann sieht er nur schwarz und weiß.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  05.03.2008
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Rubrik: studium
05.03.2008

USA

Who runs for president?

Wie viel von all dem, was hier in den letzten Tagen und Wochen bezüglich der Präsidentschaftswahlen geschehen ist, nach Europa herüber schwappt, weiß ich nicht. Hier scheint es das Einzige zu sein, worüber die Leute sprechen.

Die Stadt in der ich wohne - Philadelphia wird von einem demokratischen Bürgermeister regiert - einem Schwarzen. Obwohl der Anteil von Afroamerikanern hier relativ hoch ist, haben ihn auch viele Weiße gewählt.

Auf meinem Campus, der Temple Universität habe ich noch keinen Studenten gesehen, der für McCain - den wahrscheinlichsten Kandidaten der Republikaner - wirbt. Nicht, dass keiner für ihn wäre, aber die überwältigende Mehrheit der Studenten hier steht offen und nachdrücklich hinter Obama, dem wahrscheinlichsten Kandidaten der Demokraten.

Im Moment ist noch gar nichts entschieden. Man hat zwar den Eindruck, die Wahlen stünden kurz bevor, doch erst einmal entscheiden die Wähler in den verschiedenen Staaten, wer für ihre Partei ins Rennen gehen soll. Anfangs waren es noch sieben. Inzwischen sind auf Seiten der Republikaner zwei und auf Seiten der Demokraten einer ausgeschieden. Viele Wähler sind in ihrem Wahlkreis offiziell als Demokraten, Republikaner oder Unabhängige registriert - ein Tatbestand, den man sich in Deutschland wohl kaum vorstellen könnte.

Diese registrierten Wähler dürfen nun bei den so genannten „Primaries" zwischen den verschiedenen Kandidaten einer Partei wählen. Dies ist nur eine vereinfachte, aber ausreichende Darstellung.

Obama ist Ende 40. Er hat sich hochgearbeitet. Als Sohn eines kenianischen Vaters und einer amerikanischen Mutter wurde er in Indonesien geboren. Sein Weg ging über die Bildung - Princeton und Harvard sind die Eliteunis, an denen er studiert hat. Das sind nicht gerade die Verhältnisse, aus denen der typische amerikanische Politiker - noch weniger der Präsident - kommt. Aber vielleicht ist er gerade deshalb so beliebt.
Autor:   |  Rubrik: studium  |  15.02.2008
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Rubrik: studium
15.02.2008