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USA

Auf den Spuren der Unabhängigkeit

Gestern, als das Wetter mal der Jahreszeit entsprach und es frühlingshaft warm war, machte Mr. Walice, ein Geschichtsprofessor, mit uns Auslandsstudenten eine kleine Exkursion zur Independence Mall in Philadelphia, der einstigen Hauptstadt der USA. Dies ist tatsächlich ein historischer Ort; hier unterzeichnete eine Gruppe von Aufsässigen die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776. Diese 'Aufsässigen' waren, wie Mr. Walice uns erzählte, wohl vielmehr eine Gruppe von hochkarätigen Männern, darunter Thomas Jefferson, John Adams und James Madison, Präsident 2, 3 und 4 nach George Washington. Nationalhelden, die die Unabhängigkeitserklärung und die Verfassung redigierten und in der französischen Revolution mitmischten.

Danach sind wir in der City Tavern - das gleiche Gebäude in dem sich die Konspiratoren vor 230 Jahren trafen - einkehrt. Beim Eintreten fühlt man sich in diese Zeit zurück versetzt. Die Bedienung ist in Tracht gekleidet, man trinkt aus Zinnkelchen und die Rezepte sind zum Teil von damals. Die Küche wird übrigens von einem Deutschen dirigiert.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  24.04.2008
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Rubrik: studium
24.04.2008

USA

Politik aus der Nähe

Gestern Abend hatte ich Gelegenheit US-Politik aus der Nähe zu erfahren. Der letzten Oktober gewählte Bürgermeister von Philadelphia, Michael Nutter - ein Afroamerikaner - und ein Senator kamen in einem Klubhaus nicht weit von meiner Wohnung zusammen und debattierten über die Kandidatur von Barack Obama und Hillary Clinton. Ich ging zusammen mit zwei befreundeten Kommilitonen (ein Amerikaner und ein Bolivianer) dort hin. An der Straße schwenkten Anhänger beider Fraktionen ihre Schilder und die vorbeifahrenden Autos hupten im Takt. Da wir rechtzeitig ankamen fanden wir noch einen Platz in der ersten Reihe, direkt vor dem Podium. Insgesamt war die Stimmung recht familiär und heiter.

Natürlich kamen nur Demokraten zu diesem Treffen. Das liegt daran, dass nun einmal 90 Prozent der Bewohner dieses Stadtteils Demokraten sind und es um den Wahlkampf innerhalb der Partei ging.

Keineswegs abgehoben waren die beiden. Sie gaben sich Mühe die Fragen der Gäste zu beantworten. Anhänger Obamas vergleichen ihn mit Kennedy. Er wäre der erste liberale Präsident seit Kennedy. Hillarys Befürworter waren meist mit ihrem Ehemann sehr zufrieden und sehen in ihr die Repräsentantin des Bürgertums und der Frauen. Obama ist der wohl intellektuellere, der viele Randgruppen anspricht.

Manchen wird der Wahlkampf jetzt schon zu viel, dabei hat er noch gar nicht richtig angefangen: Die Wahlen sind erst im November. Im Moment streiten sich die Demokraten immer noch, wen sie ins Rennen schicken sollen.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  17.04.2008
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Rubrik: studium
17.04.2008

USA

Tausend Gesichter

Vor ein paar Tagen schlug ich die Zeitung auf und ich sah vor mir lauter kleine Fotos. Fotos von Leuten in meinem Alter, die meisten junge Männer, aber auch ein paar Frauen. Auf der nächsten Seite das Gleiche, und auf den nächsten beiden noch mehr Fotos. Tausend Gesichter, Gesichter der letzten tausend US-Soldaten, die im Irak gefallen sind. Ich bin 21 und studiere hier ein Jahr in Philadelphia. Einige der Gefallenen waren erst 19, die meisten Mitte Zwanzig.

Als ich in den Osterferien nach Boston flog, sprach ich, auf mein Flugzeug wartend, mit zwei Soldaten. Sie waren auf dem Weg nach Bagdad. Ich fragte einen, ob er aufgeregt sei. Und die Antwort war: "Nein, gespannt, nein, ich habe bloß Angst." Jetzt sind die beiden sicher schon dort.

Warum gingen sie dorthin? Des Geldes wegen, war die Antwort. Der eine ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bleibt er hier verdient er 3.500 Dollar im Monat, geht er in den Irak mehr als doppelt soviel, steuerfrei.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  10.04.2008
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Rubrik: studium
10.04.2008