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Zukunft Ingenieurin?

Die Entscheidung ist gefallen! (Teil 2)

Nachdem ich also mit Stolz geschwellter Brust aus der Mathematikvorlesung geschritten war, immer noch erstaunt darüber, so viel verstanden zu haben, ging es nun zum mit Abstand witzigsten Highlight des Tages: der BWL-Vorlesung.

Schon zu Beginn des Tages hatte sich mein Begleiter bemüht, mich ausreichend auf den BWL-Professor vorzubereiten, indem er mir immer wieder erklärte, dass er - nun ja -  ein wenig eigenartig sei. Als dieser dann aber leibhaftig vor mir stand (um genau zu sein, mit seinem Fahrrad ins Audimax fuhr) konnte ich mir ein Grinsen jedoch beim besten Willen nicht verkneifen: Das war ein Professor wie aus dem Bilderbuch.

Und auch die Vorlesung sollte einiges an (ungewolltem) Humor für mich bereithalten, denn ungefähr alle zehn Minuten wunderte sich dieser etwas zerstreut wirkende Herr darüber, dass in seiner Vorlesung nur so wenig Leute säßen, was die anwesenden, zumeist Zeitung lesenden Studenten natürlich auf überzeugendste Weise abstritten. Die Leidensmiene meines Begleiters, der mir unentwegt versicherte, dass er nur meinetwegen überhaupt zu dieser Vorlesung gegangen sei, sorgte zusätzlich noch für Erheiterung meinerseits. Dennoch gefiel mir die BWL-Vorlesung trotz einiger größerer Gedankensprünge seitens des Professors recht gut, wenngleich ich natürlich deutlich merkte, dass mir viele Grundlagen aus dem ersten Semester zum Verständnis der komplexen Zusammenhänge schlichtweg noch fehlten.

Was ich an diesem Tag noch alles erlebt habe und ob mir diese neuen Erfahrungen zu einer Entscheidung in Sachen Studium verhelfen konnten, werde ich euch aber erst in meinem nächsten Blog erzählen ...

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  May 20, 2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
May 20, 2009

Zukunft Ingenieurin?

Die Entscheidung ist gefallen! (Teil 1)

„Moin Janine! Natürlich kannst du einmal an einer Probevorlesung bei uns teilnehmen. Schreib uns doch einfach, wann du vorbeikommen kannst. Wolf erwartet dich dann vor dem H-Gebäude der FH. Wir wünschen dir eine gute Anreise!" Naja, das mit der Anreise sollte wohl weniger das Problem sein, schließlich wohne ich etwa 15 Minuten von der FH entfernt. Dennoch freue ich mich sehr über die freundliche Antwort auf meine Anfrage zwecks Probevorlesung des Studiengangs „Energie- und Umweltmanagement". Denn ich überlege, Wirtschaftsingenieurin mit diesem Schwerpunkt zu werden.

Und so machte ich mich letzten Mittwoch auf, meinen Wunschstudiengang auf Herz und Nieren zu überprüfen. Der Wolf, der mir schon in der E-Mail angekündigt wurde, entpuppte sich hierbei nicht als Märchenfigur, sondern vielmehr als ein Student im zweiten Semester, der mich den Tag über in die Vorlesungen begleiteten und mir all meine Fragen beantwortete sollte. Zu meiner Beruhigung erzählte er mir auch gleich zu Beginn, dass er weder Mathe- noch Physik-LK gehabt und es doch geschafft habe, bis jetzt alle Prüfungen zu bestehen.

Die Mathe-Vorlesung, die ich als erstes an diesem Tag  mitverfolgen durfte, wirkte zusätzlich beruhigend auf mich, denn so schwer war die Thematik gar nicht zu verstehen. Wenngleich Wolf sofort anmerkte, dass es sich heute um eine sehr einfache Vorlesung gehandelt habe. Es gäbe aber ein Mathevorsemester, um alle Studienanfänger auf den gleichen Wissenstand zu bringen, Mathelerngruppen, günstige Nachhilfe von Studenten höherer Semester und nicht zuletzt den Stammtisch des Studiengangs in einer nahegelegenen Bar, bei dem regelmäßig alte Klausuren ausgetauscht und Probleme mit bestimmten Thematiken diskutiert werden könnten. Aber das sollte noch nicht alles sein, was ich an diesem Tag über meinen Traumstudiengang erfahren habe. Über eigenartige BWL-Professoren, hilfsbereite Schon-lange-Studenten und Kantinenessen erzähle ich euch aber erst beim nächsten Mal...

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  May 15, 2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
May 15, 2009

Zukunft Ingenieurin?

Lieber Fliesen schneiden als Nerven sägen?! (Teil 2)

Nach meiner im vorherigen Blog beschriebenen Baumarktexpedition nahm ich mir also vor, mein Einkaufsverhalten in Bauhaus, Praktiker und Co. genauer unter die Lupe zu nehmen. Und was ist hierfür besser geeignet, als an der Bühnenbildgestaltung des Musicalprojektkurses mitzuarbeiten und somit zwei Wochen lang jeden Tag mindestens drei- bis viermal durch den Baumarkt tappen zu müssen?

Meine akribisch genau zusammengestellten Testergebnisse möchte ich euch nun vorstellen:

„Was ist das? Darf ich mal sehen? Gib das her, GIB das SOFORT her!" So oder ähnlich tönte es die letzten zwei Wochen des Öfteren durch die Regalreihen anliegender Baumärkte - sehr zur Belustigung des Verkaufspersonal und so mancher Kunden. Der Grund? Ganz einfach: Genauso wenig Vertrauen wie ich in die weiblichen Verkäufer der Baumärkte gesetzt hatte, brachten mir nun offenbar auch meine männlichen Kollegen in Sachen Bohrmaschine, Tapetenkleister, Nägel und Schrauben entgegen. „Willst du nicht lieber nach den Farben für die Kulisse gucken? Wir gehen dann schon mal nach der Befestigung für die Wand schauen!"

Und sogar unser Hausmeister schien seine größte Freude daran zu haben, sich ein wenig über meine handwerklichen Fähigkeiten lustig zu machen, indem er mir in einem Crashkurs den Gebrauch von Hammer und Nagel erklären wollte. Aber einen Vorteil hat dieses veraltete Rollenverständnis dann doch noch, denn sonst müsste ich mir Fragen wie: „Kannst du das bitte tragen? Das ist mir viiiiiiiel zu schwer und du bist ja der Mann!" in Zukunft auch verkneifen.

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  May 11, 2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
May 11, 2009