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Zukunft Ingenieurin?

Überlebenswichtig?!

Eine Kurzbeschreibung meines Wochenendes in drei Worten: Lernen, lernen, lernen! Aber nicht gezwungenermaßen für irgendwelche Klausuren, deren Inhalt ich in meinem späteren Leben wohl nie wieder benötigen werde (oder kann mir mal bitte jemand verraten, welche entscheidende und prägende Rolle die Herleitung der Slater Determinante in meinem späteren Alltag spielen sollte?!), sondern Dinge, die wirklich interessant und im wahrsten Sinne des Wortes lebensrettend sein können: Mein Wochenende verbrachte ich auf einem Sanitätslehrgang.

Akute Zustände, thermische Schäden, Polytrauma, aber auch lebenswichtige Vitalfunktionen erhalten, Sauerstoff geben, Umgang mit Betroffenen - durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG waren das für mich keine Fremdwörter, aber wie heißt es so schön: „Keine Routine im Einsatz ohne regelmäßiges Lernen und Trainieren".

Spaß und Freude an so einem Lehrgang? Sicherlich! Manchmal ein wenig Sarkasmus? („Na ja, wenn der Betroffene schon zwei Tage tot daliegt, dann nützt die Herz-Lungen-Wiederbelebung auch nichts mehr...") Natürlich, denn ohne ein wenig Sarkasmus ließe sich vieles gar nicht verarbeiten. Und dennoch: Die Stille, die eintritt und die jedes fröhliche Lachen erstickt, wenn erwähnt wird, dass die Eltern, dessen Kind gerade reanimiert wird, nicht aus dem Raum geschickt werden sollten, um keine Schuldgefühle beim Tod des Kindes aufkommen zu lassen, werde ich so schnell nicht vergessen.

Ob ich die Sanitätsausbildung dennoch weitermache? Natürlich, denn es ist eine ganz besondere Art, Menschen zu helfen. Eine Ausbildung zur Rettungsassistentin? Auch eine Alternative, wenn ich Wartezeiten an der Uni in Kauf nehmen müsste. Und zu guter Letzt: Ist es nicht manchmal auch schön, wirklich fürs Leben und nicht nur für die Schule zu lernen?!

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 30, 2008
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Nov 30, 2008

Zukunft Ingenieurin?

Das vertauschte y-Chromosom

Von meiner angeblich innigen Freundschaft zu bei uns ansässigen Baumarten und meinem angeblichen „Traumberuf" Baummanagerin, den meine Freunde für mich auserkorenen hatten, habe ich ja schon in meinem letzten Blog erzählt. Doch meine Freunde wären nicht meine Freunde, wenn ihnen nicht immer wieder neue Liebenswürdigkeiten zu meinem Berufswunsch einfallen würden.

An Sprüche wie: „Wieso kriegst du deinen PC nicht selber repariert, du willst doch Ingenieurin werden?" - „Ja, aber definitiv kein PC-Doktor!" Oder auch: „Wieso hast du denn beim Versuch das Kabel falsch angeschlossen? Das darf dir aber als Ingenieurin nicht passieren!" - „Ich LERNE ja auch noch!" bin ich ja schon gewöhnt. Neulich bekam ich aber mal wieder einen echten „Brüller-Spruch" zu hören.

Das Gespräch mit meinen besten Freunden drehte sich wieder einmal um die gute alte Kindheit: „Nö, so gerne hab ich jetzt nun auch wieder nicht mit Barbie-Puppen gespielt. Kleider an- und ausziehen und Puppenschminken fand ich einfach dooof! Ehrlich gesagt, habe ich lieber mit meinem Kinderelektrobaukasten experimentiert oder Nägel-in-ein-altes-Stück-Holz-hauen gespielt." Die Antwort folgte, wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten, prompt: „Naja, das zählt ja eh nicht. Dich kann man ja nun echt nicht als durchschnittliches Mädchen zählen. Du willst ja eh Ingenieurin werden. Vermutlich ein vertauschtes y-Chromosom oder wie kommt man als Frau dazu?" Na, das war ja mal ein echtes Kompliment...

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 26, 2008
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Nov 26, 2008

Zukunft Ingenieurin?

Mein Freund, der Baum

„Energie- und Umweltmanagement? Bist du dann der Manager von 'nem Baum oder was? Für's Gewässer hat der Abschluss dann nicht mehr ausgereicht? Getreu dem Motto: Ein Baum ist ein Traum, Gewässer sind besser?!" Belustigt blickt mich ein Augenpaar über die Sofakante hinweg an. „Nee, aber mal ehrlich! Dein Traumstudienfach klingt ja nun nicht gerade sehr spannend. Ich meine, was machst du denn damit später den ganzen Tag?"

Okay, jetzt heißt es für mich erst einmal Ruhe bewahren. Mühselig beginne ich den wiederholten Versuch, einem meiner Freunde meinen Traumberuf zu erklären.

„Wenn ich mein Studium beendet habe, bin ich Wirtschaftsingenieurin, nur das ich mich auf regenerative Energiequellen spezialisiert habe. Damit hätte ich dann die Möglichkeit, in einem Windenergieunternehmen oder einem ähnlichen Betrieb zu arbeiten, sprich wirklich genau das zu machen, wozu ich wirklich Lust hätte.

Sag mal, hörst du mir überhaupt zu?"

Stirnrunzelnd mustere ich den Adressaten meines Minivortrages, der sich vor Lachen schüttelt. „Naja, und wenn's für den Baum nicht mehr ausreicht, wirst du halt die Managerin einer Narzisse! Das solltest du nach deinem Studium doch zumindest hinkriegen oder meinst du, Blumen stellen höhere Ansprüche an ihre Manager?"

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Nov 24, 2008
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Nov 24, 2008