Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Zukunft Ingenieurin?

And the winner is... (1)

Die Wahl zweier grundverschiedener Leistungskurse (LK) hat ihre Vor- und Nachteile. Doch welcher LK gefällt mir heute eigentlich besser? Fühle ich mich eher im sprachlichen oder naturwissenschaftlichen Bereich zu Hause? Kurz vor dem Abi steht meine Bilanz eindeutig fest:

Schreiben, interpretieren, recherchieren - Deutsch war immer ein Fach, das mir unheimlich viel Freude gemacht hat. Wie schön war es, wenn mir beim Analysieren plötzliche DIE Idee kam, wenn ich auf einmal ganz sicher war, die Botschaft des Textes richtig verstanden zu haben. Wie viel Spaß hatte ich daran, meine selbstgeschriebenen Texte zu lesen und zu merken, dass ich meine Gefühle in Worte kleiden konnte, die genau das ausdrückten, was ich auch wirklich dachte.

Und was ist heute? Die Freude am Schreiben besitze ich immer noch, Gedichte faszinieren mich und gute Bücher ziehen mich magisch in ihren Bann. Aber Spaß am Unterricht? Es wäre sicherlich unfair zu behaupten, dass mein Deutschlehrer schlechten Unterricht machen würde. Es wäre genauso unfair zu behaupten, dass ich in den eineinhalb Jahren Deutsch-Leistungskurs nichts gelernt hätte.

Aber die Freude, mich an den Unterrichtsdiskussionen zu beteiligen, fehlt mir mittlerweile dennoch fast gänzlich. Ich habe keine Lust mehr, meine Meinung über die sich im Kreis drehenden Gespräche, die von immer denselben Leuten geführt werden, zu offenbaren. Woher diese Lustlosigkeit kommt? Vielleicht daher, dass mir im Unterricht einfach die Daten und Fakten fehlen, auf denen eine gute Diskussion meiner Meinung nach beruhen müsste. Nur diskutieren um des Diskutierens Willen? Für mich eindeutig nicht das Richtige! Und genau das ist es dann auch, was mich zu meinem zweiten LK Physik führt, von dem ich euch in meinem nächsten Blog erzählen möchte.

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 18, 2008
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Dec 18, 2008

Zukunft Ingenieurin?

Und ich dachte mir nur so "HÄ?!"

Ich glaube, jeder von euch kennt sie: Situationen, in denen man am liebsten einen riesengroßen Punchingball neben sich aufhängen möchte, verziert mit dem Gesicht einer ganz bestimmten Person. Mir geht es in der letzten Zeit des Öfteren im Deutsch-Leistungskurs so und bemerkenswerter Weise ist es immer die gleiche Situation, die mich an den Rand meiner (eigentlich recht großen) Geduld treibt: sinnlose, sich im Kreis drehende Diskussionen, die sich auf keinerlei Fakten berufen. Für die Glücklichen unter euch, die sich von dieser Situation keinerlei Vorstellung machen können, folgt hier nun die Kurzbeschreibung meiner absoluten „Lieblingsdiskussion":

Das Thema der Unterrichtstunde sollte ursprünglich „Das Leben des Galilei" von Bertolt Brecht sein - mit besonderem Augenmerk auf die Änderungen, die Brecht nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki daran vorgenommen hatte. Und das war der Fehler! Um euch die zumeist wirklich lächerlich wirkenden Details dieser fast einer Stunde andauernden „Diskussion" zu ersparen, nun das ultimative Endergebnis: Galileo ist Mitschuld am Atombombenabwurf, da er unter dem Druck der Kirche sein neu entwickeltes Weltbild widerrufen hatte, daher nicht zum Märtyrer für die Freiheit der Wissenschaft wurde und somit auch Einstein kein Vorbild sein konnte.

Für alle, die sich jetzt fragen, wie man überhaupt auf solche Ideen kommt: Ich habe keine Ahnung! Das einzige, was ich weiß, ist, dass ich mit meinem Physik-Leistungskurs bei solchen Diskussionen definitiv falsch aufgehoben bin!

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 12, 2008
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Dec 12, 2008

Zukunft Ingenieurin?

Vergleichbar?

"28, 29, 30 - 2 Mal Atemspende - 1, 2, 3, ..." Ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben schon Herzlungenwiederbelebungen (HLW) geübt habe und ich weiß nicht, wie oft ich schon gehört habe, dass ich die HLW nur dann abbrechen darf, wenn dies die Anweisung des Notarztes ist oder ich selber einfach nicht mehr weitermachen kann. Im zweiten Fall handelt es sich dann um Selbstschutz, dem in der Sanitätslehre eine ausgesprochen wichtige Rolle zukommt. Doch wann genau ist der Zeitpunkt für mich gekommen, mit wiederbelebenden Maßnahmen aufzuhören? Wie kann ich sicher sein, dass ich bis an meine Grenzen gegangen bin und dass ich es später mit meinem Gewissen vereinbaren kann, nicht mehr weiterbeatmet zu haben? Sicherlich, kein Notarzt der Welt wünscht es sich, den Ersthelfer bewusstlos neben dem eigentlichen Patienten aufzufinden, nur weil dieser seine Maßnahmen nicht rechtzeitig abgebrochen hat. Aber trotzdem ist da niemand, der für mich über Weitermachen oder Aufgeben entscheidet, oder?

Wenn mir diese Fragen durch den Kopf gehen, fühle ich mich manchmal an mein stinknormales Alltagsleben erinnert: Muss ich jetzt wirklich noch etwas für die Projektarbeit tun, obwohl wir mittlerweile schon ein Uhr nachts haben und ich nur noch in mein Bett will? Lerne ich jetzt noch die Herleitung des Comptoneffekts,  obwohl mir mein Kopf gleich platzt oder hoffe ich einfach, dass diese Thematik nicht in meiner Klausur vorkommt? Weitermachen oder aufgeben? Aus Selbstschutz? Weil Müdigkeit und Erschöpftheit einen sonst einfach überrollen? Nur geht es im ersten Fall „nur" um Schulnoten und nicht um Leben und Tod.

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 9, 2008
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Dec 9, 2008