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Zukunft Ingenieurin?

Und die Moral von der Geschicht ...

„Manchmal ärgere ich mich, dass ich anstatt Englisch- nicht lieber Deutsch- Leistungskurs genommen habe." Für mich ist es oft beruhigend, derartige Aussagen von Freunden zu hören. Hieß es vor der Wahl der Leistungskurse doch immer, dass man bei derartigen Entscheidungen ganz sicher sein müsse und dass man keinerlei Fehler machen dürfe. Und war es nun nicht doch ein Fehler, den Deutsch-LK gewählt zu haben? Habe ich wirklich unüberlegt gehandelt?

Eigentlich kann man das nicht sagen. Dass der Deutsch-LK mir mittlerweile nicht mehr sonderlich viel Freude macht, war nicht vorauszusehen. Und habe ich nicht dennoch viel gelernt? Präsentieren, Vorträge ohne formale Fehler ausarbeiten und vor allem auch ruhig und selbstsicher vortragen - all das sind Dinge, dich mich in meinem späteren Berufsleben höchstwahrscheinlich immer begleiten werden.

Zugegebenermaßen, der Physik-Leistungskurs beinhaltet in meinen Augen den wesentlich interessanteren Unterrichtsstoff, aber lassen sich meine beiden LKs nicht in meinem späteren Berufsleben genauso verknüpfen, wie ich es auch will? Rhetorische Mittel, die Kunst des Redens also, um wissenschaftliche Fakten zu erläuten und Produkte zu vermarkten? Wie gut erinnere ich mich noch an die Dampfturbinen-Messe, auf der zwar geniale Wissenschaftler Vorträge gehalten haben, ich mich aber dennoch immer wieder gefragt hab, wie man ihnen länger als zehn Minuten zuhören könne, ohne langsam in Tagträume zu versinken. Wäre es da nicht schön, wenn auch in die Wissenschaft ein wenig mehr Rhetorik einziehen würde? Und ist der Beruf der Wirtschaftsingenieurin nicht perfekt geeignet, um meine Wünsche zu kombinieren?

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 30, 2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Jan 30, 2009

Zukunft Ingenieurin?

Auf zur munteren Diskussionsrunde!

Häufig sehe ich erstaunte Blicke, wenn ich irgendwo mein Testatheft vorlege, denn an unserer Schule werden die Fächer, Halbjahresthemen und vor allem auch die Noten noch mit der Hand eingetragen. Das Besondere daran: Für uns ist es am Tag der Zeugnisausgabe keine Überraschung mehr, welche Note in welchem Fach steht.

Ungefähr eine Woche vor der Tutorstunde beginnt jeder Lehrer mit dem Testieren. Die Note wird mit dem Schüler besprochen und anschließend in seinem Beisein gleich in das Zeugnis eingetragen. Meiner Meinung nach ist das die beste Vorgehensweise, die es geben kann. Wie oft habe ich mich schließlich schon geärgert, weil ich die Notengebung eines Lehrers nicht nachvollziehen konnte. Und wie oft hab ich mir ein klärendes Gespräch mit einem meiner Lehrer gewünscht, bevor die Note schwarz auf weiß und unabänderlich auf dem Papier stand.

Sicherlich könnte man argumentieren, dass es unfair sei, wenn der eine oder andere, der echtes Diskussionstalent besitzt, dadurch doch noch ein, zwei Punkte besser wird, als eigentlich verdient. Dennoch hat dieses System auch etwas mit Fairness zu tun. Es fordert sowohl vom Schüler als auch vom Lehrer die Fähigkeit, mündliche und schriftliche Mitarbeiten korrekt einzuschätzen und gegebenenfalls sachlich über abweichende Meinungen zu diskutieren - und ist dies nicht gerade eine der Fähigkeiten, die man spätestens mit dem Abitur erworben haben sollte?

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 23, 2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Jan 23, 2009

Zukunft Ingenieurin?

Mathe ist ein A****...

... und Physik sein kleiner Bruder?! Auch wenn ich der letzten Aussage nicht zustimmen kann, finde ich ersteres manchmal umso zutreffender. Denke man nur einmal an die heutige Physik-Stunde:

Nichtsahnend packt die kleine Janine ihre Sachen aus und starrt nochmals mit bösem Blick auf die (rein mathematischen) Hausaufgaben, an deren Lösung sie lange geknabbert hat. Trotz aller Bemühungen erscheint ihr die Lösung weit von dem richtigen Ergebnis entfernt. Während sie die Aufgabe immer noch voll Abscheu mustert, ertönt auf einmal von der Tafel eine Stimme. „Janine, möchtest du die Hausaufgaben vorrechnen?" „Ähm, nee, ich habe das zwar lange versucht, aber ich komme einfach nicht auf das richtige Ergebnis." Doch ihr Lehrer kann manchmal ganz schön hartnäckig sein: „Dann können wir ja deinen Fehler gemeinsam an der Tafel suchen." „Wenn's denn nur einer wäre", denkt sie sich, steht grummelnd auf und beginnt ihren Lösungsweg anzuschreiben. Doch schon nach der ersten Zeile wird sie unterbrochen. „Hast du noch nie etwas von partieller Integration gehört?" Zögerndes Kopfschütteln. „Und von der Regel, dass sin2 (x)*cos 2 (x) = 1 ist?" Ein weiteres Kopfschütteln.

Wie schön wäre es gewesen, wenn es nur bei diesen beiden leicht verständlichen Regeln geblieben wäre. Doch nun beginnt eine endlose Aufzählung weiterer Rechengesetze. Beim letzten angelangt, hat Janine das erste unglücklicherweise schon wieder vergessen, sodass es eine geschlagene halbe Stunde dauert, bis sie endlich wieder ihren Platz im Klassenraum einnehmen kann. „Na ja gut, zugegeben - vieles davon macht man auch im Mathe-Grundkurs gar nicht. Aber es kann nie schaden, so etwas fürs Abitur zu können", sagt ihr Lehrer noch. Sollte das jetzt etwa aufmunternd sein?!

Autor: Janine  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 20, 2009
Autor: Janine
Rubrik: orientieren
Jan 20, 2009