Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Was tun nach dem Abi?

Neustart in Madrid

Die Zeit vergeht unglaublich schnell: Mittlerweile bin ich schon seit einem Monat in Madrid. Ein WG-Zimmer hatte ich bereits während meines Praktikums in Benidorm gefunden. Leider liegt meine jetzige WG rund 70 Minuten vom Zentrum und 80 Minuten von meiner Arbeitsstelle entfernt – gewöhnungsbedürftig! Wenigstens ist eine Metrostation in der Nähe und meine drei Mitbewohner sind sehr nett.
Das Praktikum vermittelte mir eine Redakteurin bei der deutschen Zeitung in Benidorm. An meinem neuen Job macht mir besonders viel Spaß, dass ich nun für zwei Blogs einer deutschen Journalistin schreiben kann. Dadurch kann ich den Online-Journalismus kennenlernen und erfahre auch viel über die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und das Einbetten von Anzeigen und Videos. Eine Herausforderung für mich ist, dass ich nun nicht mehr auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und Spanisch schreibe. Das dauert natürlich viel länger, da ich viele mir unbekannte Vokabeln erstmal suchen und übersetzen muss. Nichtsdestotrotz finde ich es toll, in einer Fremdsprache schreiben zu können – außerdem sind die Themen meist sehr interessant. Vor allem drehen sich diese rund um das Thema Beruf und Studium. Das Spektrum ist allerdings breit gefächert: Ich durfte zum Beispiel eine der größten Tourismusmessen in Spanien besuchen, um darüber einen Artikel zu schreiben. Wenn meine Termine in der Stadt weit voneinander entfernt liegen, fahre ich danach meistens nach Hause und schreibe dort die Texte. Wenn ich keine Termine habe, fahre ich ins Büro und schreibe zum Beispiel Pressemitteilungen für die Blogs um.

Was tun nach dem Abi?

Ein etwas anderes Kinoerlebnis

Große Säle, Soundsystem, breite Sitze mit Getränkehaltern, unbezahlbares Popcorn und unzählige Vorstellungen von mittags bis in die Nacht hinein – so kennt man Kinos in Europa. Nun ja, in Nepal ist das alles ein bisschen anders.
Am Geburtstag meines nepalesischen Freundes Sujan gingen wir ins Kino, in die allererste Vorstellung des gerade startenden Films „Tiger Zinda Hai“. Der Film lief aber nicht erst am Abend, nein, er startete um 8.30 Uhr morgens. Um noch Tickets zu bekommen, kreuzten wir eine Stunde vorher auf. Umgerechnet kostete der Eintritt 1,25 Euro. Bevor der Film begann, besorgten wir uns noch Popcorn für rund 40 Cent – von Preiswucher keine Spur.
Zwar waren die Sessel etwas heruntergekommen, aber ansonsten war der Zustand des Saals allemal akzeptabel. Vor dem Film wurde natürlich erstmal Werbung gezeigt. Allerdings schaute ich etwas ungläubig, als Werbespots für Markenzement liefen. Außerdem zeigten sie immer wieder Anti-Rauch-Kampagnen. Dann begann endlich der Film. Es ging um indische Krankenschwestern, die in Pakistan von einer Terrororganisation gefangen gehalten wurden. Nur ein gut gebauter indischer Geheimagent namens Tiger konnte sie retten. Bei seinem ersten Auftritt – gespielt wurde er von einem äußerst bekannten indischen Schauspieler – brach im Kinosaal Jubel aus. Tiger wurde wie ein Superheld gefeiert. Immer, wenn Tiger in Slow-Motion auf die Terroristen schoss, seine Muskeln zeigte oder kurz davor war, seine Geliebte zu küssen, wurde gejubelt. Übrigens sah man im ganzen Film keinen einzigen Kuss – das wäre in einem indischen Film unangebracht gewesen.
Insgesamt dauerte der Film zweieinhalb Stunden, wobei er sehr vorhersehbar war. Dafür war das Jubeln der Zuschauer ein Erlebnis für sich.

Was tun nach dem Abi?

Abschied von Alicante

Meine schöne Zeit an der Costa Blanca in der Nähe von Alicante in Spanien ist nun leider vorbei. Insgesamt war ich fünf Monate als Praktikant für die deutschsprachige Wochenzeitung Costa Blanca Nachrichten tätig. Ich habe sehr viele schöne Erfahrungen gesammelt und interessante Menschen kennengelernt. Meine Spanischkenntnisse haben sich spürbar verbessert und ich bin selbstsicherer geworden, da ich auch einige Umfragen an der Strandpromenade von Benidorm machen musste. Trotz allem war ich ein bisschen enttäuscht, dass ich wenig Spanisch sprechen konnte, da sich die Zeitung an deutsche Leser richtet und auch meine Mitbewohner in der WG Deutsche waren. Dafür habe ich nun viele Arbeitsproben für künftige Bewerbung sowie ein Arbeitszeugnis.
Der Abschied von meinen Kollegen fiel mir ziemlich schwer. Für meinen letzten Arbeitstag hatte ich Nussschnecken gebacken – und schrieb schnell noch das Rezept für die kommende Zeitungsausgabe auf. Obwohl die Kollegen ziemlich im Stress waren, nahmen sie sich Zeit für meine Verabschiedung und freuten sich über meine Mitbringsel. Zum Abschied luden sie mich und den anderen Praktikanten zum Essen ein. Nachdem ich Weihnachten zu Hause verbrachte, bin ich nun schon wieder in Spanien – und zwar in Madrid, wo ich ein weiteres Praktikum mache. Mehr dazu erfahrt ihr im nächsten Beitrag.