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Was tun nach dem Abi?

Alles neu

So hat es sich angefühlt, als ich abends um 22 Uhr am Flughafen von Nizza ankam und den Bus in die Innenstadt zum Bahnhof nahm. Ganz in der Nähe von diesem liegt die WG, in welcher ich mit fünf anderen Deutschen zusammenwohne. Wir machen alle ein Praktikum für das gleiche Hotel – aber in verschiedenen Bereichen, in der Rezeption, im Restaurant oder in der Bar auf der Dachterrasse. Auf letzterem arbeite ich. Kurz vor 23 Uhr kam ich an der Bushaltestelle an, die mir eine meiner zukünftigen Mitbewohner per WhatsApp schrieb. Von dort suchte ich die WG mit Handynavigation – leider ging in diesem Moment mein Datenvolumen aus. Auch kein öffentliches W-Lan gab es in der Nähe. So fragte ich mehrere fremde Person auf der Straße, wo die mir gegebene Adresse liegt. Dann fand ich endlich die Wohnung. Meine neuen Mitbewohner begrüßten mich herzlich und halfen mir, den Koffer vier Stockwerke hochzuschleppen. Zwar ist mein Dachzimmer sehr klein und ich kann darin nicht aufrecht stehen, aber es hat ein großes Bett und man kann gut drin schlafen. Gleich am Abend bin ich noch auf das Rooftop gegangen und habe meinen neuen Chef kennengelernt. Die Aussicht war atemberaubend. Ganz müde fiel ich abends ins Bett. Am nächsten Tag ging es mittags um 16.30 Uhr los. Zuerst musste ich mir die Tischnummern einprägen und das neue Kassensystem lernen. Doch die Kollegen waren zum Glück sehr nett und halfen mir bei allem mit. In den ersten Tagen machte ich einige Fehler und vertippte mich häufig mit den Tischnummern. Leider war die Geduld meines Chefs schnell am Ende und er forderte mich eher unsanft auf, weniger Fehler zu machen. Ich finde es bedauerlich, dass er nicht mehr Verständnis für kleinere Fehler am Anfang zeigt – wobei ich daneben auch noch im Ausland arbeite, nur mit französischsprechenden Kollegen.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 7, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Jun 7, 2019

Was tun nach dem Abi?

Und schon vorbei

Langsam neigt sich meine Zeit hier in Madrid dem Ende zu – die dreieinhalb Monate sind viel zu schnell vergangen. Aber mittlerweile habe ich viel über die Funktionsweise von Content-Management-Systemen wie Wordpress gelernt und auch Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist mir nicht mehr fremd. Mittlerweile verfasse ich neue Blogartikel mit Routine und um einiges schneller als zu Beginn. Da ich bei meinem Praktikum nicht bezahlt wurde,sondern nur eine Pauschale für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erhielt, ist es ein guter Zeitpunkt, aufzuhören. Denn in letzter Zeit lernte ich nicht mehr allzuviel Neues hinzu. Trotzdem bin ich sehr froh, dass ich das Praktikum machen konnte und meine Eltern mich finanziell unterstützt haben.
Auch mein Nebenjob als Nachhilfelehrer für Deutschlernende hat mir sehr viel Spaß bereitet – mich haben schon ein paar meiner Schüler gefragt, ob wir den Unterricht über Videotelefonie fortführen könnten. Das hörte sich für mich erstmal nicht schlecht an. Ich bin schon gespannt, ob das funktionieren wird.
Mir hat es gefallen, dass ich trotz anfänglicher Zweifel in Madrid schnell Freunde über die Sprachaustausche und Events von der Couchsurfing-Community finden konnte. Denn so leicht ist es nicht, Kontakte zu knüpfen, wenn man, keine Kollegen hat. Lustig war es für mich, dass ich kaum Freunde aus Spanien hatte, sondern vielmehr aus Lateinamerika. So habe ich einige Unterschiede zwischen dem Spanisch, wie man es in Spanien spricht und dem, wie es in Teilen Südamerikas gesprochen wird, gelernt.
Jetzt heißt es Abschied nehmen und Koffer packen! Nun fliege ich für zwei Wochen nach Hause und danach geht es weiter nach Frankreich, wo ich ein Praktikum in einem Hotel machen werde. Mehr dazu in Kürze.

 

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  May 20, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
May 20, 2019

Was tun nach dem Abi?

Mein letzter Tag in Nepal

Als ich an meinem letzten Tag ins Shanti-Zentrum kam, hatte ich ein flaues Gefühl im Bauch. Ich bin normalerweise kein sehr emotionaler Mensch, aber ich wusste nicht so recht, wie ich mit dieser Situation umgehen sollte. Das Wissen, all diese Menschen gerade zum letzten Mal für eine lange Zeit zu sehen, beschäftigte mich schon sehr. Viele der Shanti-Mitglieder hatten gar nicht auf dem Schirm, dass es mein letzter Tag war. Alle fragten, wann ich wiederkommen würde. Die Arbeiter aus den verschiedenen handwerklichen Abteilungen überreichten mir spontan ein kleines Abschiedsgeschenk und wünschten mir eine gute Reise. Manche Hostel-Kinder fingen beim Abschied plötzlich an zu weinen. Da war ich auf einmal selbst den Tränen nahe.
Dann ging alles ganz schnell und ich wurde zum Flughafen gebracht. Dort hieß es dann schließlich, den anderen Freiwilligen Tschüss zu sagen. Am schwersten fiel mir der Abschied von Deepak, dem nepalesischen Volontär, der mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist.
Am Gate schloss ich langsam mit der zurückliegenden Zeit ab. Als ich in den Flieger stieg, konnte ich mich auch zum ersten Mal wieder richtig auf das neue Kapitel freuen, das ich jetzt begann. 209 Tage Nepal lagen hinter mir, jetzt würden 39 in China folgen.
Was ich vermissen werde:
Den Nervenkitzel, wenn man eine Straße überquert.
Dass sich niemand beschwert, wenn man zu spät kommt.
Das Dal Bhat meiner Gastmutter Mira.
Die Abende mit Kartenspielen und Henna malen.
Die spirituelle Stimmung in den buddhistischen und hinduistischen Tempelanlagen.
Krabbenchips.
Die Freiheit, kaum Verpflichtungen zu haben.
Die geselligen Nächte auf dem Dach.
Momos, die nepalesischen Maultaschen.
Die durch den Smog in leuchtendes Rot getauchte Abendsonne.
Die süßen Kinder im Center, die mir alle ans Herz gewachsen waren.
Die lieben Volontäre und neu gewonnenen Freunde.
Danke Shanti, danke Nepal, für diese unvergessliche Zeit.

Autor: Max  |  Rubrik: orientieren  |  May 15, 2019
Autor: Max
Rubrik: orientieren
May 15, 2019