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Was tun nach dem Abi?

Wie eine große Familie

Bei meinem Praktikum in Benidorm langweilte ich mich abends öfters, da ich außer meinen Mitbewohnern und Kollegen keine Leute in meinem Alter kannte. Ich nahm an, dass das in Madrid auch so sein würde. Schließlich arbeite ich nur für eine Person und kann auf der Arbeit wenig Kontakte knüpfen. Als ich im Juli vergangenen Jahres durch Teile Spaniens reiste, nutzte ich Couchsurfing. Meine Gastgeber erzählten mir von den Meetings, die in jeder größeren Stadt von der Reiseplattform veranstaltet werden. Deshalb habe ich in Madrid nach Events geschaut und bin seitdem fast jede Woche auf ein großes Meeting gegangen, wo sich Reisende und Einwohner treffen. Zwar brauche ich über 70 Minuten von meiner Wohnung bis in die Innenstadt, aber es lohnt sich jedes Mal. Immer, wenn ich heimfahre, denke ich, dass es eine gute Entscheidung war, dorthin zu gehen. Auf den Meetings wird meistens Englisch gesprochen, so kann ich gleich noch mein Englisch verbessern. Am Anfang dachte ich, dass die Gespräche auf diesen Veranstaltungen immer sehr oberflächlich ablaufen. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Es ist klar, dass man meistens mit einem typischen Smalltalk beginnt. Nach ein paar Events, zu denen meistens über 50 Personen kommen, kannte ich aber schon ein paar Gesichter. Und mit der Zeit entstand daraus eine Gruppe von Leuten, mit der ich gelegentlich etwas unternehmen konnte. Zum Beispiel trafen wir uns im Park und picknickten zusammen. Das war ganz schön, weil ich mich in den ersten Wochen in Madrid an den Wochenenden sehr gelangweilt habe. Mittlerweile kann ich sagen, dass sich die Couchsurfing-Community für mich fast schon wie eine Familie anfühlt.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 17, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Apr 17, 2019

Was tun nach dem Abi?

Nepalesisches Richtfest

Die Einweihung eines Hauses in Nepal unterscheidet sich deutlich von der deutschen Tradition. Ich hatte heute die Ehre, einem solchen Richtfest beizuwohnen und kam damit auf eine neue Art und Weise mit der hinduistischen Kultur in Berührung.
Das nagelneue Haus lag im Wald in einem Vorort Kathmandus. Die Hausherrin Sunita arbeitet als Lehrerin bei Shanti. Wir bereiteten zusammen mit anderen Frauen das Essen vor, bis ein Priester mit seiner Gehilfin eintraf. In der Mitte des Wohnzimmers – hier war noch kein Boden verlegt – wurde mit Backsteinen eine Feuerstelle gebaut. Der Priester erteilte Anweisungen, wie die Feuerstelle geschmückt werden sollte. Seine Gehilfin streute mit einem weißen Pulver feine Muster auf die Backsteine. Bananen, Granatäpfel und ungekochter Reis in Bananenblättern wurden ebenfalls dazugelegt. Wenig später entzündete der Priester das Feuer und die Zeremonie begann.
Der Priester und seine Gehilfin rezitierten Gebete und bei bestimmten Worten warfen sie zusammen mit der Gemeinschaft Körner in das Feuer. Die Körner waren eine Opfergabe für die hinduistische Gottheit Krishna. Daraufhin lief die Gemeinschaft im Kreis um das Feuer. Währenddessen sang der Priester ein improvisiertes Loblied auf Krishna, das von allen im Chor wiederholt wurde – ein bisschen wie hinduistischer Gospel. Zu guter Letzt bekam jeder ein Tika, den typischen hinduistischen roten Fleck auf der Stirn, und der Priester band jedem ein Armband um. Anschließend gab es ein reichhaltiges Mittagessen.
Bei der Einweihung fiel mir auf, dass die Nepalesen die Zeremonie sehr locker gestalteten. Es war kein Problem, dass wir an der Einweihung teilnahmen, obwohl wir vom Hinduismus wenig wussten. Mir gefiel diese Lockerheit, vor allem da mir dadurch der Zugang zur Religion erleichtert wurde.

Autor: Max  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 2, 2019
Autor: Max
Rubrik: orientieren
Apr 2, 2019

Was tun nach dem Abi?

Wie ein Spiel

So fühlt es sich manchmal an, wenn ich Artikel für die beiden Blogs auf Spanisch oder Englisch schreibe. Denn Schreiben allein reicht nicht aus. Meistens fängt die Arbeit erst nach dem Schreiben des Artikels an, da die Beiträge für Suchmaschinen optimiert werden. Das Ziel dahinter ist, dass die Artikel bei einer Suchmaschine weiter oben erscheinen. Das System bewertet die Artikel nach Lesbarkeit und SEO (Search Engine Optimization). Von dieser hängen später die Werbeeinnahmen der Seiten ab. Die Herausforderung besteht oft darin, die Beiträge so zu schreiben, dass sie vom System leicht eingeordnet werden können. Wichtig ist es, kurze Sätze zu schreiben: Eine Regel ist zum Beispiel, dass 20 Prozent der Sätze nicht mehr als 20 Wörter enthalten dürfen. Und das ist oft gar nicht so leicht. Nach längerem Herumprobieren wechselt die rote Ampel der Bewertung auf gelb und dann auf grün. Endlich habe ich es geschafft! Für jeden Artikel muss ein Keyword bestimmt werden, welches ein paar Mal im Text vorkommt. Dabei muss man immer wieder kreativ werden, da diese Schlagworte bestenfalls nur einmal im gesamten Blog verwendet werden sollten. Mittlerweile komme ich schon besser mit der Bewertung des Textes zurecht und schreibe schon von selbst kürzere Sätze.

Leider neigt sich das Praktikum bald schon dem Ende zu. Nichtsdestotrotz freue ich mich, dass ich viel über Online-Journalismus, und -marketing gelernt habe. Zudem konnte ich viele besondere Orte von Madrid sehen und durfte zu interessanten Terminen mit Politikern und Geschäftsführern von großen Firmen gehen.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 29, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Mar 29, 2019