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Was tun nach dem Abi?

Back to school

Die zweite Kurswoche stand an und schnell war klar, dass ich in das Team kommen würde, welches einer Schulklasse – als Sportkurs auf Studienfahrt – das Surfen beibringen sollte.

Schon lustig, da habe ich mich ewig darauf gefreut, die Schule Schule sein zu lassen und hier in Frankreich mein eigenes Ding zu machen, und schon habe ich wieder mit seltsamen Gruppendynamiken zu tun. Jedenfalls habe ich zu Beginn so gedacht, aber im Lauf der Woche habe ich bemerkt, wie entspannt es eigentlich war. Vollkommen überrascht davon, wie nett Schulkameraden zueinander sein können, hat mir der Kurs enorm viel Spaß gemacht! Die Stimmung, Motivation und Fitness innerhalb der Gruppe war so hoch, dass das an sich ziemlich ausgefeilte Lehrgangsmodell nach dem ersten Tag über den Haufen geworfen wurde und ein gänzlich anderes Ding lief. Das lustigste allerdings war der Lehrer, der von meinem kompletten Team erstmal als Schüler eingestuft worden war – dass er Lehrer war, stellte sich am Ende nur durch Zufall heraus. Es war also nicht nur eine Lehrerin als Begleitperson dabei! Die beiden Lehrer haben uns Teammitgliedern das Leben um einiges leichter gemacht, denn durch deren Autorität reichten meist zwei Ansagen, um die Leute zu etwas zu bringen. Im Vergleich zu Einzelbucherkursen ist das echt wenig.

Die Wellen waren für den Anfängerkurs perfekt, nicht zu groß, aber halt auch nicht zu klein. Das könnte nächste Woche anders werden, denn laut aktueller Wettervorhersage bläst es den Isländern gerade die Schafe und Hausdächer um die Ohren, was für uns hier unten in Frankreich große Wellen bedeutet.

Zum Glück kommt nächste Woche eine 26-köpfige Gruppe der Bundeswehr, was wieder eine recht entspannte Atmosphäre erahnen lässt. Denn die Bundeswehr steht hier im Camp in dem Ruf, nicht totzukriegen zu sein. Gemeint ist dabei die körperliche Fitness, welche sehr beachtlich ist und unsere Arbeit um einiges erleichtert.

Autor: Johannes  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Aug 6, 2012
Autor: Johannes
Rubrik: auszeit nach dem abi
Aug 6, 2012

Was tun nach dem Abi?

Ocean on Fire

Die Ankunft in Südwestfrankreich, genauer gesagt in der Gemeinde Lit et Mixe nahe Dax, bedeutete automatisch die Heimkehr zu meiner zweiten Familie. Ich habe ja schon in den vergangenen zwei Jahren im Surfcamp gearbeitet und die Leute dort sind mir sehr ans Herz gewachsen!

Die ersten zwei Tage war ich noch von der Arbeit befreit, Dienstbeginn war also erst der Samstag. Neben dem geregelten Kursbetrieb, in dem ich meine Aufgabe als „B-Lizenzler“ zu erfüllen habe, fallen auch Tätigkeiten an, die das Zusammenleben des Teams möglichst angenehm gestalten beziehungsweise einfach nur den normalen Alltag im Camp am Laufen halten sollen. Insgesamt klingt das allerdings nach mehr als es letztlich wirklich ist, denn sechs Stunden Arbeit am Tag für freie Kost und Logis inklusive eines großzügigen Taschengelds sind wirklich zu verkraften.

Neben der Begrüßung meiner Kollegen gehört natürlich auch die erste Besteigung der Düne zum Ankunftsritual (eigentlich ist das ein Ritual, welches mehrmals täglich durchgeführt wird). Wunderschön stürmisch war die See, wobei wunderschön nur aus ästhetischer Sicht zutrifft. Schließlich freuen wir Surfer uns eigentlich eher über ein geordnetes Meer, in dem die Wellen möglichst als Linien gen Strand rollen. Doch das war mir in dem Moment gleichgültig, denn ein ungeordnetes Meer, mit drei bis vier Meter großen Brechern, ist mir allemal lieber als die dreckigen Straßen einer Großstadt!

Ich bin dann auch direkt ins Wasser gesprungen und kam mir dabei sehr einsam vor, denn für gewöhnlich sind wesentlich mehr Surfer im Meer. Egal, ich kostete die ersten Stunden voll aus und kam sehr zufrieden wieder an Land.

Der nächste Tag sollte wellentechnisch noch größer werden, sodass wirklich niemand mehr ins Wasser wollte. Vier Meter hohe Wellen sind definitiv riesig!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 30, 2012
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
Jul 30, 2012

Was tun nach dem Abi?

Vom richtigen Weg

Letzte Woche war ich mit meinen Kommilitonen zu Gast bei einem deutschen Versicherungsunternehmen. Allerdings waren wir, genauer gesagt, mehr als nur Gäste: Wir waren Referenten und stellten unsere Marketing-Konzeption vor, die wir anlässlich einer vom Unternehmen gestellten Projektarbeit erstellt hatten. Die einzigen Vorgaben waren erste grobe Ideen zum Produkt sowie zur Zielgruppe. Von der Marktanalyse bis hin zur Online-Kommunikation war alles „up to us“. Meine Gruppe und ich arbeiteten an einem Konzept für die Offline-Kommunikation, sprich: Wir überlegten uns, wie, wo, wann, warum und für wen wir jegliche Formen von Werbemaßnahmen schalten wollten, die eben nicht online sind. Wir legten uns auf verschiedene Instrumente fest: Klassische Medien (Radio, Print und TV), Messemarketing, Guerilla-Marketing und Promotion, Sponsoring sowie Verkaufsförderung (Gutscheine etc.).

Konkret gesagt: Wir wurden innerhalb unseres ökonomischen Rahmens (schließlich durfte ein gewisses Budget nicht überschritten werden) sehr kreativ. Für die Radiowerbung entwickelten wir einen Spot, und zwar hatte ich die Idee, die Story auf einem Wintergedicht basieren zu lassen. Und überhaupt – dieses Projekt war einfach perfekt dafür geschaffen, meinen Ideenreichtum und ebenso meine Kreativität unter Beweis zu stellen. So zeichnete ich auch eine Skizze für die Plakatwerbung und gab den Anstoß für unseren Kinowerbespot. Alles, was wir in unserer Gruppe wollten, war, die Botschaft des Produktes sicher und aufmerksamkeitsstark unter die Menschen zu bringen. Dafür steckten wir unser ganzes Herzblut in das Konzept und kamen auf teilweise ganz abgefahrene, ungewöhnliche Ideen.

Schließlich kam der Tag der Tage: Präsentationstag. Hatten wir den Punkt unseres Auftraggebers getroffen? War es wirklich das, was er erwartete? Würden ihn unsere Ideen ansprechen oder gar abschrecken? Das erfahrt ihr nächstes Mal…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 1, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 1, 2012