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Was tun nach dem Abi?

Balkan-Express

Unser Heimweg von Montenegro hat uns über Sarajevo, Zagreb und Ljubljana, die Hauptstädte von Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Slowenien geführt.

Sarajevo war für mich das Highlight der Reise. Hier trifft Ost auf West und Geschichte auf Kultur. Der Stadtkern ist von alten, türkischen Gebäuden, wie dem Bazar und einigen Moscheen geprägt, während sich in den angrenzenden, an Hängen gelegenen Vierteln bosnische Häuschen mit Kirchen und Synagogen den Platz teilen. Trotz der blutigen Geschichte wirkt alles sehr friedlich, weltoffen und extrem gastfreundlich. Ohne danach zu fragen, haben wir eine private, kostenlose Stadtführung bekommen und wurden – ohne es zu merken – zum Essen eingeladen. Wie das geht? Naja, als wir gemerkt haben, dass unser Essen schon bezahlt ist, war das Pärchen, das uns eingeladen hatte, schon weg. Sachen gibt’s!

In Zagreb waren wir total organisiert. Am Busbahnhof gab es gleich eine richtig gute Touristen Information. Die Preise waren allerdings wesentlich höher als in den Ländern, in denen wir vorher gewesen waren. In Zagreb gibt es viele spannende Museen, wie Beispiel das „Museum of broken relationships“, in dem Gegenstände ehemaliger Beziehungen und ihrer Geschichte ausgestellt sind. Das ist teilweise sehr lustig und teilweise todtraurig. Aber auf jeden Fall mal ein anderes Museum! Ansonsten haben wir der sogenannten Wohnzimmerkultur gefrönt. Laut einem unserer tausend Infoheftchen verbringt man in sämtlichen Balkanländern nämlich gerne unzählige Stunden in Cafés und das ist die vielbesagt Wohnzimmerkultur. Wir trinken auch gerne stundenlang Kaffee – das kam uns also sehr entgegen.

Ljubljana wirkte ein bisschen wie Bamberg, nur etwa doppelt so groß und mit Großstadtfeeling, immerhin ist sie die Hauptstadt Sloweniens. Wir waren im modernen Kunstmuseum, in einem sehr alternativen Stadtteil (Metelkova), haben eine Open-Air-Galerie angeschaut und an einer von Studenten organisierten, kostenlosen Stadttour teilgenommen. Und wer hätte es anders erwartet? Richtig, viel Kaffee getrunken.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 2, 2013
Autor: Maja
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Oct 2, 2013

Was tun nach dem Abi?

Ankunft in Südafrika

„Wir beginnen in Kürze mit unserem Landeanflug auf Kapstadt. Bitte vergewissern Sie sich, dass Ihr Gepäck sicher verstaut ist und bringen Sie Ihren Sitz sowie Ihren Tisch in eine aufrechte Position. Die Temperatur in Kapstadt beträgt zurzeit 15 Grad."

Für manche nur eine x-beliebige Ansage im Flugzeug. Mich versetzt sie in eine schwer zu definierende Stimmung. Selbstverständlich bin ich nervös. Andererseits jedoch vollkommen ruhig. Ich frage mich, ob ich meine ehemalige Heimat noch erkennen werde.

Der Flughafen hat sich verändert. Seit der Fußballweltmeisterschaft 2010 steht an der Stelle des ehemals provinziell anmutenden kleinen Flughafens ein Betonklotz. Der erste Mentalitäts-Unterschied zwischen Südafrikanern und Deutschen zeigt sich bereits in der Warteschlange am Bezahlautomat für das Parkhaus: Ich unterhalte mich dort völlig selbstverständlich mit einer älteren, nett aussehenden Dame, der ich erkläre, dass ich soeben aus Deutschland angekommen bin. Auf der Autobahn werde ich an Südafrikas Geschichte als britische Kolonie erinnert, denn es herrscht Linksverkehr. Erst als ich das südafrikanische Englisch wieder höre, wird mir klar, wie sehr ich es vermisst habe. Als ich Gefahr laufe, mich zu sicher zu heimelig zu fühlen, mache ich mir klar, dass ich in Afrika bin und nicht in Europa. Das bedeutet, ein paar Sicherheitsregeln einhalten zu müssen: Lass niemanden sehen, dass / wie viel Geld du dabei hast. Trage lieber wenig bis gar keinen Schmuck, wenn du unterwegs bist. Bewege dich nachts nicht alleine und schon gar nicht zu Fuß fort.

Bevor ich irgendjemanden in Panik versetze: Südafrika ist ein wunderschönes Land. Und gewissen Regeln muss man ja auch in Deutschland einhalten – nur eben nicht so penibel wie hier.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 27, 2013
Autor: Nele
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Sep 27, 2013

Was tun nach dem Abi?

Urlaub in den schwarzen Bergen

Nein, wir waren nicht in irgendeinem Märchenland, wir waren in Montenegro, was angeblich seinen Namen den Italienern verdankt, die bei der Entdeckung ihres Nachbarlandes auf der anderen Seite des Meers von den schwarzen Bergen beeindruckt waren.

Wir waren das auch. Die Berge sind nämlich ziemlich hoch und enden erst direkt am Meer. Vielerorts ist nicht mal mehr Platz für einen Strand. Zwischen Berg und Wasser quetscht sich noch eine Küstenstraße von der aus man ins Wasser hüpfen kann, wenn man baden möchte. Zum Trocknen legt man sich dann am besten auf den Bürgersteig, wenn es einen gibt.

Gezeltet haben wir im Garten eines älteren Mannes – umringt von unzähligen Feigenbäumen. Beim Frühstück neben dem Zelt hatten wir sogar Meerblick. Von unserem Standort aus konnten wir hervorragende Tagesausflüge starten. Auf unserem Weg nach Perast haben wir erfahren, was Gastfreundschaft bedeutet. Wir wollten die vier Kilometer zur Fähre eigentlich laufen, haben uns aber spaßeshalber am Trampen versucht. Spaßeshalber, weil wir zu viert waren und man da ja eigentlich nicht so gute Chancen hat. Aber tatsächlich hat das erste Auto gehalten! Der Fahrer war Serbe und hat lange Zeit in Deutschland gelebt. Er hat sich total gefreut, Deutsch reden zu können. Und obwohl es gar nicht auf seinem Weg lag, hat er darauf bestanden, mit uns auf die Fähre zu fahren und uns das Stück auf der anderen Seite, das wir eigentlich mit dem Bus zurücklegen wollten, zu fahren. In Perast angekommen wollten wir uns mit einer Einladung auf einen Kaffee zumindest ein bisschen revanchieren, aber er ließ es nicht zu und bezahlte schließlich für uns.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 24, 2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
Sep 24, 2013