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Was tun nach dem Abi?

Besonders eklig

Seit Kurzem gibt es bei einer großen spanischen Supermarktkette getrocknete Insekten zu kaufen. Der deutschen Zeitung, bei der ich ein Praktikum mache, war das ein großer Bericht mit zwei Seiten wert. Für die Reportage brauchten wir noch anschauliche Bilder. Deshalb kaufte der Fotograf der Zeitung eine Schachtel mit getrockneten Maden und eine andere mit Grashüpfern. Meistens müssen die Praktikanten als Fotomodelle herhalten, was natürlich auch witzig ist. Ich musste daher einige Maden auf einen Löffel nehmen und diesen dann vor mein Gesicht halten. Damit es noch ein bisschen ekliger aussieht, haben wir einen getrockneten Grashüpfer auf die Maden gesetzt. Der andere Praktikant durfte ihn leicht anknabbern, um eine Nahaufnahme von seinem Mund zu machen. Probieren konnten wir die Leckereien am Schluss auch. Diese Delikatessen haben ihren Preis, eine ganz kleine Schachtel kostet rund sieben Euro, obwohl sie nicht besonders schmecken. Auch ein Interviewpartner, der gerade im Haus war, konnte es sich nicht entgehen lassen, die kleinen Insekten zu probieren.
In den darauffolgenden Tagen wurden wir immer wieder von den Kollegen auf diesen besonders ekligen Fototermin angesprochen. Doch trotzdem trauten sich nur wenige Mitarbeiter dieses kulinarische „Highlight“ auszuprobieren. Letztendlich wurde ein Bild von mir für die Titelseite der Zeitung ausgesucht – man sieht aber nur einen Teil meines Kopfes.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 18, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Oct 18, 2018

Was tun nach dem Abi!

Auf zur Sandburg

Eine Redakteurin zeigte mir und einem anderen Praktikanten einen Artikel in der spanischen Zeitung „Información“. Es ging um eine riesige Sandburg in der Nähe der Redaktion, in El Campello. Wenige Tage später durften wir dann selbst dorthin fahren, um mit den Erbauern der außergewöhnlichen Sandburg zu sprechen. Weil wir Praktikanten von der Redaktion ein eigenes Auto zur Verfügung gestellt bekommen, können wir öfter Außentermine wahrnehmen und selbst recherchieren. Morgens fuhren wir los und kamen nach einer Stunde Fahrt an. Die Burg fanden wir direkt an der Strandpromenade. Allerdings schliefen die beiden Erschaffer der Sandkunst noch. Später erzählten sie uns, dass sie die Burg nachts bewachen, damit sie niemand zerstört. Während die beiden noch schliefen, teilten wir Praktikanten uns auf, um die Passanten zu fragen, was sie von der Sandburg halten. Nach knapp einer Stunde wachte einer der beiden Strandburgenbauer auf und wir konnten ihn interviewen. Besonders wichtig war es, ein schönes Foto mit ihm und der Burg zu machen. Danach ging es zurück in die Redaktion, wo ich direkt mit dem Schreiben des Artikels begann. Ich freute mich sehr, da mein selbst geschossenes Bild für die Titelseite der Zeitung verwendet wurde. Das war für mich eine schöne Überraschung.

Was tun nach dem Abi?

Riesiges Feuerwerk

Jedes Jahr im August wartet auf die Touristen und die Einheimischen an der Costa Blanca ein Highlight des Jahres: das riesengroße Feuerwerk in Altea, genannt „Castell de l'Olla“. Knapp 50.000 Menschen kamen zu diesem Großereignis in die Hafenstadt, dementsprechend lang waren die Staus. Zusammen mit meiner Mitbewohnerin ging ich zu diesem Feuerspektakel. Kurios fanden wir, dass manche Zuschauer schon morgens um 10 Uhr kamen, um sich den besten Platz am Strand zu sichern. Wir allerdings gingen erst gegen 22 Uhr hin, was den Vorteil hatte, dass wir nicht den ganzen Tag auf das abendliche Feuerwerk warten mussten. Die Zeit, bis zum Beginn vertrieben wir uns mit dem Hören von spanischer Reggaeton-Musik.
Eng an eng saßen wir auf unserer mitgebrachten Decke auf der Promenade, da es am Strand schon keinen Platz mehr gab. Das war nicht weiter schlimm, zumal uns unsere Sitznachbarn kühle Getränke anboten – das freute mich sehr! Um Mitternacht startete das Feuerwerk, bei dem von insgesamt fünf beweglichen Plattformen Schießpulver in die Luft gejagt wurde. Schnell packten alle ihre Smartphones aus, um die besten Momente festzuhalten. Ich machte mehr als 400 Fotos, was erstaunlich gut funktionierte, da der Himmel sehr gut beleuchtet war – normalerweise brauche ich nachts ein Stativ. Nach über 25 Minuten war das Spektakel beendet.
Danach ging das große Gedränge zum Ausgang los. Zurück fährt man von Altea am besten mit der Tram, die in dieser Nacht ausnahmsweise mehrmals fuhr. Mit viel Glück schafften wir es noch auf den Zug um 1 Uhr und kamen eine halbe Stunde später im „Paradis“ an, wo wir wohnen. Alles in allem war es ein sehr schöner und unvergesslicher Abend. Am Montag schrieb ich dann ein paar Zeilen darüber und suchte eines meiner über 400 Bilder für die Costa Blanca Nachrichten aus.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 25, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Sep 25, 2018