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Was tun nach dem Abi?

Was für eine Gaudi!

Ein Maß Bier und eine Bratwurst mit Kartoffelsalat – das klingt nach Deutschland, nach dem Oktoberfest. Aber das gibt es auch in Spanien, genauer gesagt in Calpe. Hier an der Costa Blanca organisiert schon seit mehr als 30 Jahren ein deutscher Verein ein Oktoberfest. Insgesamt dauert es rund zwei Wochen. Die ganze Redaktion wurde von unserem Chef auf das Fest eingeladen – Essen und Trinken gab es umsonst. Erfreulicherweise kamen fast alle Kollegen mit. Zur Erklärung: Unser Zeitungsverlag produziert eine Festzeitung für das Oktoberfest. Im Gegenzug werden dafür Werbebanner unserer Zeitung im Festzelt aufgehängt.
Pünktlich um 20 Uhr wurde das Fass vom Bürgermeister von Calpe und dem Rektor der Universität Alicante angestochen. Wir drei Praktikanten saßen mit den rund zehn Redakteuren und dem Chef an einem Tisch in der ersten Reihe. Es gab viele verschiedene Wurstsorten oder Hähnchen mit Kartoffelsalat und Weißkraut. Oben drein heizte eine deutsche Band ordentlich ein und ich fühlte mich wie in Deutschland. Es war sehr schön, zu bekannten Liedern zu tanzen und Spaß mit den Kollegen zu haben. Zum Glück hat man mir bereits im Sommer gesagt, dass es ein Oktoberfest geben wird. So konnten mir meine Eltern eine Lederhose mitbringen. Der Zeitungsfotograf machte sehr viele Bilder, die dann nachher in einer Sonderseite der Costa Blanca Nachrichten veröffentlicht wurden.
Allzu spät wurde es trotz der guten Stimmung nicht, schließlich mussten wir am Morgen wieder arbeiten – und dazu sollte man einigermaßen fit sein. Am nächsten Tag hatte ich fast keine Stimme mehr, weil ich mir bei den deutschen Liedern so laut mitgesungen hatte.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 4, 2019

Was tun nach dem Abi?

Was mache ich hier eigentlich?

Ich war in Kathmandu gelandet, atmete seitdem mehr Staub als Luft ein und fand heraus, dass Nepalesen kein Klopapier benutzen. Aber was war der eigentliche Grund meiner Reise?
Während meiner knapp acht Monate in Nepal war ich die meiste Zeit als Freiwilliger bei der deutschen Hilfsorganisation Shanti Leprahilfe (e. V.) beschäftigt. Vor 25 Jahren hat Marianne Großpietsch dieses Projekt ins Leben gerufen und dank vieler engagierter Helfer zahlreichen Menschen in Nepal ein würdiges Leben verschafft. Leprakranke in Nepal haben einen unheimlich schweren Stand in der Gesellschaft – sie werden häufig aus ihren Familien verstoßen und haben schlechte Aussichten auf ein gutes Leben. Die Organisation nimmt nicht nur Leprakranke auf, sondern auch andere verstoßene, physisch und geistig behinderte Menschen sowie Waisenkinder. Über Jahre hinweg hat Shanti zahlreiche Menschen von der Straße aufgegabelt und ihnen im Herzen Kathmandus ein Dach über dem Kopf geboten.
Das Gelände der Organisation liegt in Tilganga, einem Stadtteil in Kathmandu fünf Minuten vom Flughafen entfernt. Auf dem Grundstück stehen drei verschiedene Gebäude. In der von Hape Kerkeling gestifteten Klinik werden die Leprakranken und andere Patienten, die kein Geld haben, kostenlos behandelt. Im zweiten Stock wohnen Kinder, die geistig sowie körperlich eingeschränkt sind. In einem weiteren Gebäude dahinter befinden sich die Schule, der Kindergarten, eine Küche und Schlafräume. Auf der rechten Seite steht das dritte Gebäude mit verschiedenen Werkstätten, unter anderem einer Malerei, einer Schneiderei und einer Schreinerei. Viele Menschen, die von Shanti aufgenommen wurden, führen hier eine handwerkliche Arbeit aus.
Die Organisation ist nicht unbedingt auf Volontäre angewiesen. Die Erwachsenen arbeiten, die Kinder gehen in die Schule oder in den Kindergarten und die Menschen mit Behinderung werden betreut – alles geht Hand in Hand. Auch für Essen ist gesorgt. Das Gemüse kommt dabei direkt von einer Farm unweit von Kathmandu, die ebenfalls zur Organisation gehört. Dadurch ist Shanti sehr eigenständig, kalkuliert allerdings dennoch mit Spendeneinnahmen, die jederzeit gebraucht werden, um die Einrichtungen und den Lebensstandard zu verbessern.

Autor: Max  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Dec 31, 2018

Was tun nach dem Abi?

Beim Hundetrainer

Vor Kurzem freute ich mich sehr, als eine Redakteurin mir einen spannenden Termin zuteilte: Ich sollte einen Hundetrainer zu seiner Protestaktion befragen, bei der er sich über 24 Tage lang im Käfig eines Hundeauffanglagers einsperrte. Zahlreiche spanische Zeitungen und Radio- und Fernsehsender berichteten über den aus Kantabrien stammenden Mann. Mit seiner Protestaktion forderte er eine härtere Bestrafung für Hundehalter, die ihre Vierbeiner auf die Straße setzen. Außerdem wollte er die spanische Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass Straßenhunde in einigen Auffanglagern nach 14 Tagen getötet werden, wenn sie bis dahin kein neues Zuhause finden.
Über eine Stunde dauerte die Fahrt zu seinem Hof. Er wohnt im Hinterland von Alicante, daher war ich froh, dass ich ein Navi ihm Auto hatte.

Dort angekommen, erzählte er mir über zwei Stunden lang alles über seine Protestaktion und auch über sein Leben in Deutschland; dort lebte er insgesamt über 20 Jahre. Ich musste während des Interviews kein Wort Spanisch reden, da er perfekt Deutsch spricht. Er zeigte mir stolz, was er in Deutschland alles auf die Beine gestellt hat: ein Hundehotel oder eine App für Haustiere. Abschließend zeigte er mir noch sein Grundstück und seine drei Hunde, die er von der Straße gerettet hat. Einen hatte er zum Beispiel in einem Mülleimer in Alicante gefunden. Dann spielte er mit einem Ball mit den Hunden. Von dieser Szene machte ich noch Fotos, bevor ich mich wieder auf den Weg machte und mir überlegte, welche Informationen ich am besten für meinen Artikel verwenden kann.

 

Autor: Tobias  |  Rubrik: studium  |  Dec 12, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: studium
Dec 12, 2018