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Was tun nach dem Abi?

Zwischen Weihnachtstrubel und Neujahrsstress

Jetzt haben wir also Weihnachtsferien. Endlich? Früher hätte ich jetzt laut „Na klar!" gerufen, aber jetzt bin ich im 13. Jahrgang: Die Abiprüfungen stehen kurz vor der Tür. Ende Februar schreibe ich meine erste Abiklausur, im März folgen dann die restlichen drei und im Juni finden schließlich die mündlichen Prüfungen statt. Dann kommt der Abiball und schon ist das Schuljahr auch vorüber. Ein ziemlich strikter Zeitplan, und ich befinde mich mitten auf der Zielgeraden.

Die Lehrer haben uns schon Anfang des Schuljahres eingetrichtert, ja nicht zu spät mit dem Lernen anzufangen. In den letzten Wochen habe ich jede Menge gelernt, für die Grund- und Leistungskursklausuren im ersten Halbjahr der 13. Jahrgangsstufe. Jetzt habe ich Ferien und brauche die Zeit eigentlich, um ein wenig auszuspannen. Dennoch ändert es nichts daran, dass es bis Februar nicht mehr weit ist. Ich hatte mir vorgenommen, in der ersten Ferienwoche zu relaxen und mich vom Schulstress zu erholen. In der zweiten Woche wollte ich dann (das habe ich mir zumindest vorgenommen) einen ersten Blick in die Abivorbereitungsbücher werfen. Ich kann die Ferien also leider nicht wie mein kleiner Bruder oder meine kleine Schwester völlig unbeschwert genießen und einfach nur faulenzen, so gern ich dies auch tun würde. Je älter man wird, desto mehr schätzt man freie Tage. Während des Studiums bleiben mir ja immer noch die Semesterferien, aber im Berufsalltag gibt es nur noch eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen im Jahr - eine ziemlich fremde Vorstellung...

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Jan 2, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Jan 2, 2009

Was tun nach dem Abi?

"... Wannabe-teacher?!"

Jeden Montag und Dienstag gebe ich Nachhilfeunterricht in Englisch, Französisch und Mathe. Als ich gestern bei Nele war, um mit ihr für die bevorstehende Mathearbeit zu lernen, hielt sie mir freudestrahlend ihre Englischarbeit unter die Nase: „Guck mal, Jacqueline, ich hab eine Drei geschrieben!"

Als sich ihre Mutter vor knapp einem Jahr bei mir meldete (ich hatte damals einen Aushang im örtlichen Supermarkt gemacht), zählten vor allem Fünfen zu ihren gängigen Noten. Es gab Einiges nachzuholen: Ich hatte ihr extra spezielle „Lernzettel" angefertigt, auf denen ich alle Zeiten von „past perfect" bis „will-future" samt Bildungen, Regeln, Beispielsätzen und Signalwörtern tabellarisch aufgelistet hatte.

Mit Nele fing alles an. Kurze Zeit später bekam ich einen zweiten Anruf: Mein neuer Nachhilfeschüler hatte sich das Ziel gesetzt (seine Mutter hatte sicherlich auch großen Einfluss darauf), seine Hauptschulabschlussprüfung in Englisch, seinem absoluten Hassfach, mit einer Drei zu bestehen. Auch in diesem Fall wurde ich - was mich sehr freute - in meiner Lehrmethode bestätigt. Und heute Abend kommt Lisa. Sie geht auf die Realschule und ich gebe ihr seit den Sommerferien Nachhilfe in Englisch.

Nachhilfe geben macht mir wirklich ungemein Spaß und die Erfolge, die mir meine Schüler regelmäßig vorzeigen, motivieren mich zudem, meinen Fuß auf die Brücke zum Lehramtstudium zu setzen. Wäre es nicht toll, wenn ich genau das beruflich (erfolgreich) machen könnte, was mir am meisten Spaß macht?

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 22, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 22, 2008

Was tun nach dem Abi?

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Die Abiprüfungen rücken immer näher und wir sind auch schon alle fleißig dabei, sämtliche Dinge von Abizeitung über Abiklamotten bis hin zur Abifahrt zu regeln. Heute wurden die Stichwortlisten eingesammelt, in der jeder Schüler zu jedem Jahrgangsmitglied ein paar Worte schreiben sollte, wie zum Beispiel: „Martina - Sommerfanatikerin, liebt Schokokuchen, redet wie ein Wasserfall". Bis nächsten Freitag haben wir Zeit, Bilder von uns rauszusuchen, die möglichst unser ganzes Leben einmal im Schnelldurchlauf dokumentieren sollen. Aus diesem und noch weiterem Material wird die Abizeitungs-Gruppe schließlich eine bestimmt äußerst amüsante Zeitung kreieren.

Gestern habe ich außerdem - wie jede/r andere aus meinem Jahrgang auch - eine Email bekommen: Wir sollen doch bitte einen kurzen Text zum Thema „Was tun nach dem Abi" verfassen. Das hat mich sofort an diese Blogsparte hier erinnert, für die ich schreibe: Das ist ja genau das, was mich schon seit längerem beschäftigt! Der Eintrag für die Abizeitung soll allerdings eher kurz sein. Das heißt, ich muss meine tausend verschiedenen Zukunftsperspektiven möglichst zu EINER mehr oder weniger klaren Aussage zusammenfassen. Das wird gar nicht so leicht!

Aber wenigstens habe ich im Gegensatz zu anderen etwas, worüber ich schreiben kann, denn in meinem Jahrgang gibt es ziemlich viele, die noch überhaupt keinen blassen Schimmer davon haben, wie es nach dem Abi weitergehen soll. Ich bin schon sehr auf die Einträge gespannt und was sich die „Unwissenden" so alles aus den Fingern saugen werden!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 16, 2008
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Dec 16, 2008